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Bilder meines Jahres

28. Dezember, genau der richtige Tag, um die Fotogalerie durchzusehen und sich an schöne Momente zu erinnern. Hier sind einige Eindrücke:

Januar: Samstagabendspiel im Olympiastadion Berlin, 3:2 gewonnen, eine Stimmung wie beim WM-Finale, dabei kommt doch nur endlich der Aufstieg in Sicht:

Juli: Aufstiegsfreude auf einem Bauernhof in Welbergen:

November, wir sind wieder da, endlich wieder Erstligafußball im Müngersdorfer Stadion mit brennender Leidenschaft:

Juni: Zu Recht vielfach prämiert, mit Schweiß und wachsender Begeisterung bezwungen, der Manderscheider Burgensteig in der Eifel:

Und nach Manderscheid gleich weiter nach Beilstein an der Mosel. Standesgemäßer Empfang mit unseren Landesfarben, und darüber habe ich mich besonders gefreut:

Januar: Berlin. Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie, Birkenau-Zyklus, ergreifend:

November: Kölner Dom, Richters Fenster, 106 qm, keine Märtyrer, toll:

September: Ein anderer großer Meister stellt in Oberhausen aus, Doci und ich sehen uns das an:

September: Begeisterung in der Lüneburger Heide, Tageswanderung rund um den Wilseder Berg, gerne wieder:

Januar: Berlin, Reichstag, heute wieder ein auch architektonisch beeindruckendes Bauwerk und symbol- und geschichtsträchtiger Ort der parlamentarischen Demokratie mit Narben:

Juli: Ein weiterer Ort mit Geschichte, das Wohnhaus Konrad Adenauers mit einem bescheidenen Wohnzimmer, in dem auch Charles de Gaulle zu Gast war. Besichtigung und vor allen Dingen das dazugehörige Dokumentationszentrum lohnen den Besuch:

6. Dezember, Treff 10: Wiederhören mit „Springfield“ beim 50-jährigen Bühnenjubiläum (in den GN als „Legenden“ bezeichnet) und Wiedersehen mit alten Freunden, schönes Gefühlsrevival!

Dezember-Highlight: Noch mehr große Gefühle bei ZAZ im fantastischen Grünen Bunker an der Hamburger Feldstraße:

Und im Alsterhaus gibt´s zum Jahresausklang den passenden Wein. Ich wünsche den Lesern meines Blogs das nötige Kleingeld für alle Genüsse dieser Welt und jetzt erstmal einen „Guten Rutsch“ 😉

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Berlin, Berlin

„Berlin, Berlin, wir fahr´n nach Berlin.“  Für so manchen Anhänger großer deutscher Traditionsvereine ist das ein Traum, der hoffentlich auch für den Verfasser dieses Blogs wahr wird. Die Schalker haben es in diesem Jahr erlebt, Bayern, Dortmund und sogar (ich mag es kaum ausschreiben) der „Verein aus der Stadt, um die sogar die Weser einen Bogen macht“ war in den letzten Jahren auch in Berlin  dabei. Irgendwann wird mich der Ruf des DFB-Finales auch noch erreichen, da bin ich optimistisch!

Es gibt glücklicherweise noch mehr Anlässe für einen Hauptstadtbesuch. Als da wären: Sehenswürdigkeiten in Berlin-Mitte vom Reichstag bis zum Brandenburger Tor, vom Alexanderplatz bis zur Friedrichstraße und zum Hackeschen Markt. Sollte man mal gesehen haben, finde ich.  Kurzweilig und nett  auch die Ausstellungen im DDR-Museum und im Mauermuseum am Checkpoint Charlie.

Aber wirklich schwer beeindruckt haben mich zwei andere Orte: Mehr durch Zufall, allerdings auch aus großem Interesse heraus konnte ich eine Gedenkstätte besuchen, als es meine Familie aufgrund des Dauerregen  ins Kino am Potsdamer Platz zog. Das Hinweisschild „Stauffenberg Gedenkstätte“  zog mich in Nebenstraßen und ich fand mich tatsächlich im Bendlerblock wieder. An eben jener Stätte, an  der der  Widerstand im Jahre 1944 und zuvor organisiert wurde und so tragisch scheiterte. Die Stätte, an der Graf Stauffenberg und andere Widerstandskämpfer erschossen wurden. Sowohl die Ausstellung in der “ Gedenkstätte Deutscher Widerstand “ als auch  die schlichte, aber ergreifende Gestaltung der Hinrichtungsstelle im Innenhof sind für historisch interessierte Berlinbesucher (und wer sollte das nicht sein?) einen Besuch wert. An diesem Ort wird vieles spürbar, was durch Bücher, Filme und  Unterricht abstrakter  bleiben muss. Den Besuch dieser Gedenkstätte, für den man durchaus zwei Stunden einplanen sollte, kann ich sehr empfehlen.

Überaus angenehm überrascht hat mich eine offensichtlich typische Berliner Kneipe: die Joseph-Roth-Diele in der Potsdamer Straße / Ecke Lützowstraße. Das es so etwas noch gibt: eine Kneipe, Bistro, Cafe mit Kaffeehausatmospäre. Joseph Roth, 1939 verstorbener Schriftsteller ist  auf Bildern, Büchern und Kunstwerken allgegenwärtig. Es gibt Bier aus Tonkrügen, Buletten wie früher bei Heini („Ballermänner“)  und Weißwein vom Kaiserstuhl. Der Laden hat Klasse, so etwas kennt man hier leider nicht mehr und genießt es um so mehr. Und dabei hat es nicht einmal einen touristischen Anstrich. Einfach toll wie auch folgendes Zitat:

Die Liebe nämlich, meine Freunde,
macht uns nicht blind, wie das unsinnige
Sprichwort sagt, sondern im Gegenteil,
sehend.

Joseph Roth

 

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