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Kaninchen können´s besser

Glückwunsch an die Freilichtbühne. Die Premiere heute Abend war aus meiner Sicht einen Riesenerfolg und sollte Auftakt für eine besonders erfolgreiche Spielzeit sein.

„Kaninchen können´s besser“, dazu brauchte es für die Premierenbesucher einiges Vertrauen in die Bühne, denn ein gänzlich unbekanntes Stück und dazu ein doppeldeutiger Titel sind nicht unbedingt ein Garant für einen Publikumserfolg. Der wird sich jedoch hoffentlich einstellen!  Der Auftakt war vielversprechend.

Das Stück mit tausend Missverständnissen und Verwechselungen ist kurzweilig, witzig und richtig gut besetzt. Ich habe mich auch darüber gefreut, dass nicht gesungen wird.

Kurzum mein Tipp für die kommenden lauen Samstagabende: Zur Freilichtbühne pilgern und einen schönen Theaterabend verleben.

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Wanderbares Bad Bentheim

Wandern ist angesagt! Bestätigt wird diese Behauptung durch zahlreiche Medienberichte und die bundesweite Aktion „Wanderbares Deutschland“ unterstreicht dies zudem. Und auch in der Grafschaft konnten wir in den vergangenen Jahren den Trend zum Wandern und vor allen Dingen die Bestrebungen zum Ausbau der entsprechenden Infrastruktur verzeichnen. Der „Podagristenpad“ und die örtlichen Wanderwegenetze sind Beispiele für diese Bemühungen, die gleichermaßen begrüßenswert wie ausbaufähig sind. Und jetzt kommt Bad Bentheim mit einem neuen Ansatz, nämlich dem „Wanderbaren Bentheim“. Für die erste Oktoberwoche wurden von der Touristinformation mit Hilfe des VKV etliche Wandertouren angeboten, vermarktet und durchgeführt. Hier folgt nun ein knapper Bericht zur Wandertour „Bentheimer Gold“, die ich am vergangenen Samstag leiten durfte. Bentheimer können so die gut fünfstündige und 16 Kilometer lange Strecke nachvollziehen. Andere Leser aus der Grafschaft lassen sich hoffentlich zu „Ihrer“ Bentheimer Wandertour animieren:

Immerhin 16 Wanderinnen und Wanderer finden sich um 10.00 Uhr zum Start am Sandsteinmuseum ein. Erwartungsgemäß sind es zahlreiche Niederländer, aber auch Gäste aus Westfalen und einige jüngere Grafschafter. Die Wegeführung ist zum Thema „Bentheimer Gold“ vorgezeichnet, nämlich in Richtung „Bentheimer Berge“. Über den Kathagen mit seinen tollen Aussichtpunkten

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führt der Weg dann zum Freilichtbühnenvorplatz. Entstehung und Abbau des Sandsteins lassen sich hier an Ort und Stelle besonders gut erklären.

Ein Gang über die geöffnete Freilichtbühne ist ein spannender und nicht alltäglicher Abstecher. Weiter geht´s  über die Franzosenschlucht und bergauf in die „Berge“. Über den Kammweg wird zur ersten Verpflegungspause die vom VKV neu errichtete Wanderhütte erreicht. Der Goldene Oktober und die für hiesige Verhältnisse sehr abwechslungsreiche Wegstrecke tragen erheblich zur guten Laune bei.

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Bergab geht es auf schmalen Pfaden in die Steinbrüche.  Kammweg und Steinbrüche mit ihrem Bewuchs, Tümpeln und Abgeschiedenheit werden nicht nur von den auswärtigen Gästen leicht staunend erlebt. Über den Kleidiek geht es in den Bentheimer Wald und zu einer weiteren Rast beim Waldbauern. Der Schlengelweg führt zum Bad. Und hier sind selbstverständlich viele Infos  (nicht nur) für die auswärtigen Gäste gefragt. Der Weg bringt uns über den Höltingstuhl und die Prinzensteine (ein schöner Platz für eine Pause)

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in den Langener Wald zum Ferienpark. Auch hier interessieren  Infos. Die restliche Strecke zurück in den Schlosspark mit Zwischenstopp am Ritterstein ist dann nur noch eine Formsache.

Fazit: Die hier beschriebene Tour können wir als Beispiel nehmen für das erhebliche Potential der Stadt und näheren Umgebung für den Wandertourismus, wie auch als toller Ort für die Naherholung der Bentheimer und Grafschafter. Deutlich wird auch die Schutzwürdigkeit zum Erhalt dieser herrlichen Landschaft. Wir haben Besonderes zu bieten: Den Bentheimer Höhenrücken mit der Sonnenterrasse Kathagen und herrlichen Weitblicken, die beinahe einzigartige Freilichtbühnenkulisse, einen Weg über den Kamm des Bentheimer Höhenzuges mit schroffen Felspartien und schmalen Pfaden in Felsschluchten, eine jahrtausendalten Wald, in dem sich kilometerweit ungestört Ruhe und gute Luft genießen lassen, ein Kurbad mit Mineraltherme und Fachkliniken inmitten dieses Waldes und (es muss sich auch unter skeptischen Bentheimern herumgesprochen haben) einen Ferienpark, der sich in die Landschaft einpasst und nicht von ungefähr so gut besucht und benotet wird.

Kurzum mein Fazit, das natürlich eine politische Komponente hat: Allerbeste Voraussetzungen mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen für eine florierende Wanderregion. Ein absolutes Pfund, mit dem wir wuchern können, und zwar für die Stadt und seiner Bewohner, für die örtliche Wirtschaft, kulturelle Einrichtungen und für die Gäste gleichermaßen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Über die GroKo in Berlin und Meckereien in Bad Bentheim

In Berlin wird ausgezählt und dieser Brief ist dabei. Ich habe ihn bereits am Montag mit einer Ja-Stimme abgeschickt. „Ja“ zur GroKo, nicht ohne Bedenken, am Ende aber doch überzeugt. Warum? Eine Partei, die von sich aus darauf verzichtet, ihr Programm und ihre Wahlaussagen auch praktisch in Politik umzusetzen handelt meiner Meinung nach unverantwortlich gegenüber ihren Wählern und  Mitgliedern.

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Nach einigen ruhigen Wochen kommt jetzt wieder einmal Bewegung in das Veranstaltungsprogramm unserer Stadt. Die 16. Auflage des Waldlaufs wird angekündigt, das jährliche Kammerchorkonzert in der Osterzeit steht ebenso bevor wie die dritte Kulturnacht bereits am kommenden Wochenende. Und so nimmt das Veranstaltungsjahr mit den folgenden Ritterspielen, dem Kunstmarkt an der Burg und so weiter mit tradtionsreichen Veranstaltungen seinen Lauf. Zur Freude der Bentheimer und unserer Gäste wird ein sehr vielseitiges Programm angeboten. Und das ist gut so!

Es wird aber auch mal wieder kräftig gemeckert. Was ist passiert? Ein neues Veranstaltungsformat wird unter dem Namen „Boutique-Festival“ angekündigt.  Und anstatt sich neuen Initiativen gegenüber offen, neugierig und wertschätzend zu zeigen, wird von interessierten Kreisen das Haar in der Suppe gesucht. In der Tat kann man einen der ins Auge gefassten Veranstaltungsorte, nämlich die Steinbrüche östlich der Franzosenschlucht, hinsichtlich ihrer Eignung hinterfragen. Aber daraus eine Veranstaltung generell schon im Planungsstadium schlecht zu reden und gleichzeitig wieder einmal wahlweise die Stadtverwaltung oder den Bürgermeister unqualifiziert anzugreifen, ist  wieder einmal typisch. Denn das Festival wird sich, wenn es denn in den nächsten Jahren stattfinden sollte, möglicherweise als Bereicherung des kulturellen und touristischen Lebens in der Stadt erweisen. Die Burg und endlich auch mal wieder die Freilichtbühne  sind als bemerkenswerte Veranstaltungsorte ebenso im Gespräch wie ganz neue Veranstaltungsformen.

Neue Ideen verdienen eine Chance! Naturschutzrechtliche Aspekte sind selbstverständlich zu beachten und nicht als Totschlagargumente zu missbrauchen!

 

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Advent, Advent

Ritterspiele mit Mitteltermarkt, Kunstmarkt, Freilichtbühnenpremieren, Flohmarkt, Weinfest und schließlich der  Weihnachtsmarkt. Das sind nicht nur  Highlights des Tourismusstandortes, sondern gleichzeitig Fixpunkte des Kleinsstadtlebens. Und zwar überaus attraktive, gesellige und identitätsstiftende Angebote, die in dieser Form, in diesem Umfeld und mit dieser Qualität hervorragend zur Stadt passen.

Bestes Beispiel für diese Art der Lobeshymne ist der Weihnachtsmarkt an diesem Wochenende und das passende Rahmenprogramm. Gute Veranstaltungsformate bedürfen ständiger Überprüfung und Veränderungen. Der seit vielen Jahren hoch gelobte Weihnachtsmarkt auf dem Herrenberg macht da keine Ausnahme. Die Ausdehnung des Geschehens auf die Wilhelmstraße bereits am Freitag, also noch vor dem Nikolausumzug und dem Knobeln, tut dem Format besonders gut. Überraschend viele Bentheimer überzeugten sich gleich davon.

Die weihnachtliche Beleuchtung ist ebenfalls sehr gelungen und dürfte weit und breit ihresgleichen suchen. Kein Kunststück, bei dem Ambiente mit Burg, mit Stiegen und Gassen, könnte man entgegnen und dabei das dahinter stehende Engagement außer Acht lassen. Schönes Beispiel: Szene am Restaurant Mont/Kleine Kneipe mit Pulverturm im Hintergrund (Bild).

Engagement beweisen auch erneut die Ehrenamtler der Konzertinitiative Alternation, die heute Abend in den Treff 10 zum adventlichen Rock einladen. Die After-Weihnachtsmarktpartys in verschiedenen Locations sind bekanntlich mehr oder weniger legendäre Bentheimer Tradition. Der Nikolausrock im Treff 10 reiht sich da prima ein. Viel Spaß dabei. Man sieht sich! – Und nach dem Nikolauswochenende kommen wir auch in meinem Bentheim-Blog nächste Woche auf  ernstere Bentheimer Themen zu sprechen.

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Udo lässt grüßen

Bad Bentheim hat sie: Alleinstellungsmerkmale. Da ist zunächst natürlich die Burg, einzige Höhenburganlage weit und breit. Die Topographie ist ebenso außergewöhnlich für unsere Landschaft. Vergleichbares findet sich in der Umgebung nicht. Dann das Kurbad mit langer Tradition und allerbestem Image. Und natürlich die Freilichtbühne, getragen von den Einwohnern.  Kein Wunder, dass sich daraus auch lokales Selbstbewusstsein entwickelt!

Um wieviel schwerer es anderen Städten in der Region fällt, Alleinstellungsmerkmale zunächst zu identifizieren und dann auch noch ein positives Image damit zu prägen, wurde mir kürzlich anlässlich eines schönen Ereignisses bewusst. Gemeint ist die Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Gronau an Udo Lindenberg. Gronau, eine Stadt, die  nach dem Ende der Textilindustrie zumindest in der Außenwirkung nicht wirklich ein attraktives Image vorweisen kann und es vermutlich auch nie konnte. Natürlich keine Burg, Kurbad oder Freilichtbühne, mir fällt allerdings auch sonst leider nichts Herausragendes ein. Fast, denn aus der Bürgerschaft heraus hat sich auch in Gronau vor Jahren etwas entwickelt, das heute die Stadt weit über seine Grenzen bekannt gemacht hat. Gemeint ist das Jazzfest, alljährlich mit internationalen Stars gefeiert und ein Publikumsmagnet, Werbeträger und inzwischen auch Wirtschaftsfaktor. Große Klasse wie auch das erste Rock & Pop-Museum Deutschlands. Zwischenzeitlich ins Schlingern gekommen, wie so viele Einrichtungen und Projekte im Lande. Aber in jedem Fall auch ein Alleinstellungsmerkmal. Und dann auch noch der größte Sohn der Stadt, der ebenso aus Krisen auferstanden ist wie seine Geburtsstadt. Ehrenbürgerschaft und überlebensgroßes Denkmal  zeugen davon. Glückwunsch nicht nur an Udo, sondern auch nach Gronau für die tolle Arbeit. Mit den erarbeiteten Alleinstellungsmerkmalen  dürfte neben allen positiven Folgen vor allen Dingen die Verbundenheit der Einwohner mit ihrer Stadt  gestiegen sein. Gronau hat´s (jetzt)!

Und welchen Erkenntnisgewinn haben wir dadurch?  Image ist wirtschaftliches, soziales, kulturelles Kapital. Wer über Alleinstellungsmerkmale und daraus abgeleitetes positives Image verfügt,  ist in einer guten Position (Beispiel Bentheim), man kann es sich aber auch erarbeiten (Gronau). Ideen, Phantasie und Mut für ungewöhnliche Wege sind offensichtlich wichtige Zutaten. Jazzfest, Rockmuseum und Udo Lindenberg lassen grüßen.

Und wer glaubt, die Entwicklungen in Gronau hätten uns nicht zu interessieren, ist ganz mächtig auf dem Holzweg. Nur mit regionaler  Zusammenarbeit gehts vorwärts. Bentheim wirbt selbstverständlich im Tourismus mit Rockmuseum und Jazzfest. Und was haben wir vom Gronauer Aufschwung? Na ja, man hört, dass von dort bereits heute Hotelbetten in Bentheim gebucht werden 😉

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Das Historienspiel zum Stadtjubiläum ist ein Glücksgriff

„Wer ist eigentlich nicht hier?“ dürften sich viele Besucher gestern Abend auf der Freilichtbühne bei der ausverkauften Premiere des Historienstücks „Gertrud“ und beim Empfang zum Stadtjubiläum gefragt haben. Wer nicht dabei war, hat in jedem Fall etwas verpasst.
Nämlich zunächst einen Empfang im Festzelt auf dem Funkerplatz an der Bühne. Kurze Redebeiträge, noch kürzere musikalische Vorträge und dafür reichlich Häppchen und Sekt gab es. Sehr bescheiden, dennoch kurzweilig und dem zugegebenermaßen nicht weltbewegenden Anlass „150 Jahre Stadt Bentheim“ durchaus angemessen.
Als Glückgriff für die Zuschauer und Organisatoren erwiesen hat sich die Wahl des eigens für dieses Jubiläumsjahr geschriebenen und eingeübten Stückes „Gertrud“ für drei Aufführungen auf der Freilichtbühne. Riesige Anerkennung verdienen alle daran Beteiligten vom Autor, Regisseur über die Freilichtbühnenspielschar bis zu den erstmals auf der Bühne agierenden Darstellern aus der Stadt. Mit enormen Können und Einsatz (angesichts des Probenplans musste nicht nur ich passen) haben sie sich den Applaus verdient. Hingehen lohnt sich. An den beiden folgenden Samstagen besteht noch die Gelegenheit dafür.
Ein Glücksgriff ist das Historienspiel auf der Bühne aus meiner Sicht aus einem weiteren Grund. Mehr als jedes andere denkbare, vielleicht sogar eingekaufte Event verdeutlicht das Historienspiel vielleicht auch inhaltlich, stärker aber noch durch die Realisierung durch Bentheimer Bürger ganz besondere Werte: Bürgerengagement, Zusammenhalt, Gemeinsinn und kulturelle Aktivitäten sind gemeint. Werte, die gerade bei einem Stadtjubiläum herausgestellt werden dürfen, weil sie in die Zukunft weisen. Und mit dieser Intention und diesem Ergebnis lohnt sich dann auch ein Stadtjubiläum zu feiern. Mit irgendeinem, möglicherweise sehr populären Großevent wäre dieses Ergebnis niemals zustande gekommen.
Freuen wir uns auf die kommende Ausstellung zum Stadtjubiläum, die vielleicht -hoffentlich- ebenfalls nicht den Verlockungen des Nostalgischen erliegt, sondern Perspektiven eröffnet.
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Bad Bentheim 2014 – Ein lokalpolitischer Jahresrückblick

Unter den zahlreichen Themen, die in diesem Jahr für unsere Stadt von besonderer Bedeutung waren, möchte ich einige Punkte in einem kurzen Jahresrückblick nochmals herausstellen und kommentieren. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und aus meiner persönlichen Sicht sind das:

1. Städtebauliche Entwicklung Ochtruper Straße / Franziskusstraße: Endlich konnte der Straßenzug in Richtung Stadtmitte und das Tor zur Volksbank/Schloßstraße saniert werden. Mindestens genauso wichtig ist die Sanierung der Gebäude rund um das ehemanlige Franzikushospital und die Platzgestaltung in diesem Bereich. Konsequent ist der noch zu beratende Antrag der SPD-Stadtratsfraktion, der eine weitergehende Straßensanierung bis in den Bereich ehem. Steenweg fordert und hierzu Finanzmittel aus der geplanten Bahnhofstraßensanierung vorsieht. Die Stadtsanierung muss fortgesetzt werden!

2. Flüchtlingshilfe: Zahlreiche Einwohner haben sich vor einigen Wochen im Rathaus eingefunden, um die Flüchtlingshilfe in unserer Stadt zu intensivieren und sich persönlich daran zu beteiligen. „Bentheim – Ort der Vielfalt“ ist damit nicht nur ein Anspruch, den wir plakativ am Rathaus darstellen, sondern eine Herausforderung für die Menschen, die hier leben. Gut finde ich auch, dass in Fragen der Unterbringung von dezentralen Lösungen unter Verzicht auf Sammelunterkünften gesprochen wird und ganz hervorragend finde ich die Richtung, die unser Bürgermeister Volker Pannen dabei vorgegeben hat: „Jede Nachbarschaft muss bei uns in der Lage sein, eine  Flüchtlingsfamilie aufzunehmnen“.

3. Energieversorgung/Strom- und Gasrechnung: Bad Bentheim hat ein eigenes Stadtwerk und ich gehöre zu den ersten Kunden. „Wir freuen uns, dass Sie gemeinsam mit uns die Stadt Bad Bentheim zukunftsreif machen möchten. Gern werden wir Sie so schnell wie möglich mit Energie versorgen“, schrieb mir die ebb. Die Konditionen sind überaus günstig und daher hier der Kontakt für Wechselwillige: Telefon 7346 und persönlich donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr im Kundencenter direkt neben dem Rathaus.

4. Bürgermeisterwahl: Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl im Mai war sehr deutlich. Es ist ein persönlicher Verdienst des Bürgermeisters Dr. Volker Pannen für die Arbeit und für das Auftreten in den vergangenen acht Jahren. Das eindeutige Ergebnis ist meines Erachtens aber ebenso ein Auftrag für die kommenden Jahre, die Entwicklung unserer Stadt  weiterhin aktiv fortzusetzen.  Die Wähler haben gesprochen: Weiter so. Ich finde, sie  haben gut gewählt!

5. Bauprojekte: Das Schloßparkcenter hat eröffnet, es gehört jetzt zum Stadtbild, der Einkauf dort für viele Konsumenten zum Alltag. Die Verkehrssitutaion ist in Ordnung und die Einzelhandelkonkurrenz bewegt sich. Die Aufregung hat sich auf ein anderes Projekt, nämlich die Wohnbebauung am ehemaligen Jugendhaus gerichtet. Die Stadtratsfraktionen haben bereits im Mai gemeinsam die Pläne für eine Wohnanlage gestoppt, die in ihren ursprünglichen Plänen weder zu Bentheim noch zur Franziskusstraße/Unterstraße passen würde. Zusätzlich hat eine Bürgerinitiative sehr öffentlichkeitswirksam ihre ablehnende Haltung deutlich gemacht und dazu beigetragen, dass jetzt nach Einschaltung geeigneter Stadtplaner ein gelungener und hoffentlich konsensfähiger Gestaltungsvorschlag auf dem Tisch liegt. Eine gute Entwicklung!

6. Kultur: Das Otto-Pankok-Museum überzeugt einmal mehr mit einer Ausstellung, aktuell mit „Für Grafschaft, Volk und Vaterland“. Die Freilichtbühne feiert erneut Besucherrekorde  mit einem populären Musical, der Kammerchor liefert das kulturelle Highlight für die Stadt im Jahre 2014: eine grandiose Aufführung der Carmina Burana in den Werkhallen an der Hilgenstiege. Bemerkenswerte Angebote  in einer Kleinstadt! Und besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass es sich nicht um eingekaufte und importierte Events handelt, sondern Menschen aus der Stadt mit ihrer eigenen Kreativität, mit Können und großem persönlichen Einsatz  am Werk sind und die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren. Und diese Tatsache sollten wir im Blick behalten, würdigen und unterstützen.

Auf ein wiederum spannendes, von  positiven sozialen, städtebaulichen und kulturellen Entwicklungen geprägtes Jahr 2015 in Bad Bentheim!

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Ihr Kinderlein kommet – Mein Weihnachtsblog

682.000 Kinder wurden 2013 in Deutschland geboren, etwa 120 davon erblickten in Bad Bentheim das Licht der Welt. Herzlich willkommen!
In spätestens zwei Jahren geht es in den Kindergarten, vielleicht vorher schon in die Krippe. 2019 folgt die Einschulung. Unser Bildungssystem mit seinen Stärken und leider auch all seinen Schwächen wartet schon.
In den vergangenen Jahren wurde kräftig investiert. Kindergärten wurden ausgebaut, erweitert oder saniert. Schulstandorte wurden zusammengelegt und eine neue Grundschule an der Brennereistraßé  gebaut. Prima Voraussetzungen für ein Aufwachsen in Bentheim, zweifellos!
Sind diese Ausbauten und die regelmäßige Unterstützungen in Millionenhöhe für den Bildungssektor ausreichend, um die Kinder, die Jugendlichen und auch ihre Eltern beim Wachsen und Erwachsenwerden bestmöglich zu begleiten? Keinesfalls!
Der Stadtrat hat vor einigen Tagen bei der Verabschiedung des Haushalts  weitergehende Akzente gesetzt.
So taucht im Haushalt 2015 eine Summe von fast 250.000 € (eine Viertel Millionen Euro pro Jahr!) für die Sportvereine auf, die diesen Betrag in erster Linie für die Pflege und Unterhaltung ihrer Fußballplätze verwenden werden. Angesichts vieler Kinder, die in den Sportvereinen und natürlich in erster Linie in den Fußballmannschaften Sport treiben, Zeit in einer Gemeinschaft verbringen und daran und damit kräftig wachsen können, ist das eine sinnvolle Unterstützung.
Eine Investition in die Zukunft und für die Kinder und Jugendlichen in der Stadt ist ebenfalls die jetzt vertraglich neu fixierte Unterstützung des Jugendhauses. In neuen, großzügigen Räumen in der Kirchstraße (Foto) untergebracht und mit einem Veranstaltungssaal im Gebäude versehen,  kann weiterhin Jugendarbeit betrieben werden. Wenn damit auch Jugendliche erreicht werden, die weder am Sport noch an der Jugendfeuerwehr oder Freilichtbühne Interesse haben, dann kann das wie die Unterstützung des Sports als angebracht und angemessen gesehen werden. Das Jugendhaus in seiner Aufgabenbreite und zudem mit dem Leuchtturmprojekt „Konzertinitiative Alternation“ ist wie der Sport ein wichtiger Faktor, ein Leistungsträger am Ort für die Kinder und Familien.
Dass es damit für unsere Gesellschaft in punkto Kinder- und Jugendarbeit sowie Familienhilfe und Sozialarbeit nicht getan sein darf, zeigt eine aktuelle Mitteilung aus dem Sozialministerium in Hannover. Projektmittel fließen auch in die Grafschaft, damit Kindern besser geholfen werden kann, die Opfer von Gewalt in der Familie geworden sind.
Unbeschwertes Fußballspielen, Zeit mit Freunden im Jugendhaus, Konzerte auf die Beine stellen, bei der Freilichtbühne mitspielen oder bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, all dies ist die eine Seite, die wir uns wünschen und die wir fördern. Gewalt in der Familie in allen Ausprägungen ist eine weitere Realität für viele Kinder.

Und ein Aufwachsen in materiell schwierigen Lebensverhältnissen ebenfalls. Wenn ortsansässige Restaurants dankenswerterweise ein üppiges Weihnachtsessen für diese Familien ausrichten, ist das zunächst einmal eine gute Tat. Der zweite Gedanke: ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Auch Kleinstadtpolitik ist aufgefordert,  dies für den eigenen Wirkunskreis zur Kenntnis zu nehmen und an weiteren, noch zielgenaueren Verbesserungen zu arbeiten.  Ein Anlass zum Nachdenken und eine Aufforderung zum Handeln über die Weihnachtszeit hinaus ist es allemal.

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Kein Schneckentempo in Bentheim

„Pannen will Stadtentwicklung verlangsamen“ betitelte am vergangen Samstag die Grafschafter Nachrichten den Bericht zur Finanzausschusssitzung. In dieser wurde unter anderem der Haushaltsentwurf der Verwaltung für 2015 vorgestellt. Weiterhin sparsam wirtschaften und an einigen Stellen kürzen war die zentrale Botschaft. Und weitere  Großprojekte nach Badepark, Energieversorgung und Grundschulneubau soll es vorerst nicht geben. Mit Bahnhofstraße, Bahnhofsgegend und Gildehauser Straße stehen noch wichtige Projekte im Rahmen der Stadtsanierung und somit hoch geförderte Sanierungen an. Und das war es dann mit der lange überfälligen und daher energisch betriebenen positiven Stadtentwicklung? Das wäre zu kurz gedacht, denke ich. Und für diese Einschätzung gibt es zwei zentrale Begründungen:

Erstens ist die Stadtentwicklung nicht ausschließlich von den städtischen Investitionen abhängig. Vielmehr sind auch oder auch ganz besonders die Investitionen und Projekte von privater Seite beziehungsweise von Unternehmen, Gesellschaften und Privatpersonen für die Stadtentwicklung bedeutsam. Beleg Nummer 1 für diese These sind die Pläne der Fachklinik Am Bade zum weiteren Ausbau der Reha in der Kardiologie. Beleg Nummer 2 sind die laufenden Erweiterungen im Bereich KCA/Bentec an der Hilgenstiege. Die wirtschaftliche Stadtentwicklung kann also überaus positiv eingeschätzt werden, Arbeitsplätze werden gesichert oder auch geschaffen.

Zweitens gibt es viele Signale für eine positive Stadtentwicklung im sozialen, kulturellen und auch sportlichen Bereich. Beispiel Nummer 1 ist das 50 jährige Bestehen des Kammerchores, das mit drei außergewöhnlichen Konzerten das kulturelle Leben in der Stadt einmal mehr belebt hat und mit der „Carmina Burana“-Aufführung in den Werkhallen der Bentec einen Höhepunkt hatte. Über 75 Chormitglieder verantworten dies. Die lange Bentheimer Musiknacht am vergangenen  Wochenende mit Beteiligung vieler Geschäftsinhaber, Wirte und Organisationen  ist Beispiel Nummer 2 für die kulturelle Entwicklung am Ort. Außergewöhnliche Orte wie leere Geschäftslokale oder die reformierte Kirche als Ort für das Eröffnungskonzert stehen für ungewöhnliche, überraschende, innovative Ideen und erfolgreich umzusetzende Konzepte. Weitere positive kulturelle Stadtentwicklungen: Die Freilichtbühne spielt erstmals im kommenden Jahr ein stadthistorisches Stück und viele Bentheimer werden sich daran beteiligen. Die Sportvereine  wie der SVB kündigen neue gesundheitsfördernde Sportangebote für alle Generationen an. Und mit den Familienberichten, die in den vergangen Jahren im Auftrage der Stadt  erstellt wurden, liegen Handlungsempfehlungen für die soziale Stadtentwicklung vor, die ohne ehrenamtliches Engagement überhaupt nicht umgesezt werden können.

Beispiele genug für meine These: Die positive Stadtentwicklung steht und fällt  nicht nur mit der Finanzlage, sondern mit aktiven, gut aufgestellten und zukunftsorientierten Unternehmen und Einrichtungen am Ort und vor allen Dingen mit einer engagierten, kreativen Einwohnerschaft, die sich in Vereinen und Initiativen wiederfindet. Und wenn der städtische Haushalt (vorübergehend) nicht die hohen Summen für Großprojekte ausweisen kann, so können Rat und Verwaltung doch immer noch ein positives Umfeld für Unternehmen,Einrichtungen, Vereine und Bürgerinitiativen schaffen. Bentheim kann sich unabhängig von  städtischen Rekordinvestitionen weiterhin positiv entwickeln!

Kurzer Nachtrag: Die Finanzplanung sieht als erste Rate für den Neubau einer Sporthalle  in Gildehaus  für 2017 den Betrag von 600.000 € vor.

Die Fachklinik expandiert weiter:

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Nur gute Nachrichten für Bad Bentheim

Eine Woche  mit guten Nachrichten für Bad Bentheim geht zu Ende. Die Fachklinik am Bad kündigt den weiteren Ausbau der Kardiologie an, die Freilichtbühne ist gut im Plan bei den Vorbereitungen für das stadthistorische Stück 2015 und die Pläne zur Umgestaltung der Bahnhofstraße werden konkreter und öffentlich. Letztgenanntes Thema soll zu einem späteren Zeitpunkt  auch an dieser Stelle näher betrachtet werden. Dafür soll eine weitere Meldung der Woche, nämlich die Eröffnung des Schlossparkcenters, mit allen positiven Facetten nochmals hervorgehoben werden.

Der Rückblick in wenigen Stichworten verdeutlicht die komplexen Zusammenhänge und vor allen Dingen den Mehrwert für die Stadt insgesamt und genauer auch und gerade  für die Kinder, Familien und für das Vereinswesen: Zusammenlegung zweier Grundschulen am Standort Marktstraße, lukrative Veräußerung des bisherigen total veralteten Schulkomplexes mit Sporthalle von 1958, Abriss der Schrottimmobilien Möbelhaus und Kleintierzüchterheim, Neubau einer Grundschule und damit Schaffung eines zukunftsfähigen Schulzentrums, Sanierung eines Gebäudes für Kleintierzüchter und andere Vereine, Schließung des bisherigen K+K Marktes in der Johann-Krabbe-Straße und damit kein Verkehr mehr in der Wohnstraße, in der dafür attraktive Baugrundstücke entstehen und schließlich als Ergebnis und Konsequenz dieser Ereigniskette der Neubau des Schlossparkcenters durch private Investoren.

Positiv gewertet wird in der Öffentlichkeit zudem die Tatsache, dass der Kaufkraftabfluss in Nachbarorte gestoppt werden kann. Weitere positive Folge  des neuen Einkaufszentrums ist die größere Konkurrenz im Einzelhandel am Ort. Konkurrenz stärkt den Kunden! Ein anderer Aspekt ist der neu geschaffene Wohnraum über den Einzelhandelsflächen. Mietwohnungen in äußérst attraktiver innenstadtnaher Wohnlage sind eine weitere Bereicherung für das in Umbau befindliche Quartier Marktstraße.  Und schließlich sind für die entsprechenden Innenstadtgeschäftsflächen  Nachfolgeregelungen angekündigt und schon teilweise vollzogen. Weitere Leerstände soll es dort also nicht geben.

Städtebaulich und architektonisch passt sich das Center aus meiner Sicht erstaunlich gut der Umgebung an und stellt im Gesamtzusammenhang eine Aufwertung dar. Sogar die Eingangssituation in die historische Funkenstiege ist akzeptabel. Insgesamt durchaus gelungen, wenn man bei einem Einkaufszentrum davon sprechen kann.  Die Verkehrsproblematiken  werden zu lösen sein und auch die Anzahl der Behindertenparkplätze dürfte sich bei Bedarf erhöhen.

Wir dürfen uns in diesen Tagen also nochmals über viele herausragende Projekte, die alle im Zusammenhang mit dem Schlossparkcenter stehen freuen; vom neuen Schulzentrum mit Grundschule bis zum Haus für Vereine. Es gibt wenig Gründe zu meckern und diese Einschätzung wird ganz offensichtlich allgemein geteilt. Erstaunlich 😉

Fazit: Wochen wie diese mit Entwicklungen solchen Kalibers gibt es nicht allzu oft. Die Freude darüber trübt das nicht.

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