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Ruisdal ist (endlich) wieder da!

Ruisdals bekanntes Burggemälde „Ansicht der Burg Bentheim von Nordwesten“ wird demnächst wieder in der Bentheimer Burg zu sehen sein. Das wertvolle Werk wird der Öffentlichkeit somit dort gezeigt, wo es nach Meinung vieler Beobachter besonders sinnvoll ist. Glückwunsch an alle Beteiligten zu dieser Entscheidung!

Die Präsentation erfolgt nun im Rahmen des raumsichten – Projekts. Die Kooperation mit „kunstwegen – raumsichten“ ist genauso vielversprechend wie  die Ankündigung, künftig regelmäßig zeitgenössische Kunst in der Burg präsentieren zu wollen.   Kunstinteressierte werden dann den Weg in die Ausstellungsräume ebenso finden wie der Bentheim- und Burgtourist. Das sind aus meiner Sicht wirklich interessante Konstellationen.

Und auch der  Gedanke, künftig ein Ruisdal-Stipendium aufzulegen, könnte sich als Glücksgriff erweisen. Erst vor einigen Monaten habe ich hier im Blog ( „Eine sehr empfehlenswerte Ausstellung…“ am 16. Oktober 2011 ) diese Form der lokalen Kunstförderung gepriesen. Für den schriftstellerischen Bereich wird es vielleicht eines Tages auch noch Lösungen geben.

Deutlich wird in diesem Kontext einmal mehr, dass die Verzahnung von Kultur und Touristik (stets wesentlich als Wirtschaftsfaktor gedacht) für unsere Stadt von großer Bedeutung ist. Nicht nur stimmige Konzepte wie hier bei Ruisdal/raumsichten, sondern ein abgestimmtes Gesamtkonzept wie das Touristische Leitbild des Landkreises bringt die Grafschaft insgesamt und Bentheim als touristischen Schwerpunktort weiter voran. Die Fortschreibung des Leitbildes steht auf der Tagesordnung und verdient breite Mitarbeit.

Außerdem: viele Orte informieren mit Infopunkten an markanten Entstehungsorten berühmter Kunstwerke und werben gleichzeitig damit für ihre Angebote.  So gesehen in Saint-Remy-en-Provence. Dort weisen Schilder genau an den Entstehungsstandorten auf bekannte Werke  van Goghs hin. In Dangast an der Nordsee (Kunstpfad unter anderem zu Werken Radziwills) oder am bayerischen Hintersee (Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts) sind solche Hinweise ebenso eine Selbstverständlichkeit.  Der nächste Schritt in Bentheim könnte ( sollte ) ein Hinweis auf den Entstehungsort „Ansicht der Burg Bentheim von Nordwesten“ sein. Eine Einbeziehung in Rad- und Wanderwege wäre logisch.

Allderdings soll es sich bei dem Vorschlag, die Herbers-Kurve umzubenennen in Ruisdal-Kurve um ein Gerücht handeln. Aber wer weiß schon?

 

 

 

 

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Kunst für alle – umsonst und draußen!

Das Bentheimer Kulturangebot kann sich sehen lassen! Bei einer GN-Umfrage wurde das Angebot mit 2,72 benotet.  Ein hervorragendes Ergebnis. Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren vieles getan, der frische Wind in der Stadt hinterläßt auch auf kulturellem Gebiet seine Spuren. Und andere kulturelle Aktivitäten gehören schon lange zum Standard in unserer Stadt.  Beispiele für die Vielfalt: Freilichtbühne und Kulisse, Rock- und Kneipenmusikfestival, Kurkonzerte, Chöre und Musikakademie, Kindertheatertage und Jugendkulturpreis, Galerien und Haus Westerhoff, Museen und Büchereien, Kulturforum und Zauberfestival. Und selbstverständlich gehört auch Kunst im öffentlichen Raum in diese Aufzählung. Nicht nur die ehrwürdigen Denkmäler, sondern vielmehr die Sandsteinskulpturen und aktuelle Projekte sind Teil eines vielfältigen kulturellen Lebens.

Es ist Kunst für alle (im Sinne des Kulturpolitikers und Praktikers  Hilmar Hoffmann) und zudem umsonst und draußen (und das gab es doch früher schon einmal auch in der Rockmusik). Zumindest räumlich gibt es keine Barrieren für den Zugang. Leider aber viele Hindernisse anderer Art wie zahlreiche Kommentare beweisen. Dabei kann es nur im Interesse von  Kunst sein, sich der öffentlichen Diskussion und Kritik zu stellen und dabei Ablehnung und auch Empörung zu riskieren. Aus meiner Sicht führte das in Samern glücklicherweise dazu, das Brückenprojekt zu verhindern. Glücklicherweise gab es diese Entwicklung, denn die Brücke hätte einen erheblichen und  öffentlich wahrnehmbaren Eingriff in die Landschaft bedeutet, der auch noch ohne ausreichende Bürgerbeteiligung geplant wurde.  Anders sieht es in Bentheim aus. „Das Bentheim-Schwein hats“, habe ich am 24. September mit voller Überzeugung in meinem Blog geschrieben. Ich höre seitdem zwar manche kritische und oft spöttische Kommentare. Aber von strikter Ablehnung  kann keine Rede sein. Der Hinweis auf die unterschiedlichen Geschmäcker und auf den touristischen Nutzen sorgt im Gespräch für größere Übereinstimmung.

Von vielen Bentheimer noch gar nicht richtig wahrgenommen wurden die neuen Objekte und Installationen am Bad. Die Lichtobjekte der Hamburger Künstlerin Gabriele Staarmann sind unübersehbar:

Hier die Objekte auf dem Teich und im Vordergrund einer der die bekannten „Steine aus Simbabwe“. Für die Kugeln auf dem Teich und für die weiteren Objekte an den Bäumen im Kurpark gilt natürlich gleichermaßen, dass sie  in der Dunkelheit  einen besonderen Reiz entfalten und gerade  für Bentheimer die allzu bekannte Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Licht erscheinen lassen:

Infos zur Künstlerin: staarmann.com

Die Raucherschutzhütte (Smoking Shelter) von Eva Grubinger am Badteich ist ein neues Objekt des raumsichten – Projektes.    Sehr hilfreich, wenn man sich damit beschäftigen will:

raumsichten.org oder evagrubinger.org

Nachtrag: mein persönlicher Favorit steht in Nordhorn, im Stadtpark in der Nähe des Cafes: „Confidence“ vom Belgischen Bildhauer Eugene Dordeigne.

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