Ausgaben harmonisieren – Einnahmeseite aktivieren

Der städtische Haushalt 2012 wurde kürzlich vom Stadtrat verabschiedet. Letztendlich wurde nicht mehr debattiert, es wurde nach kurzen Statements beschlossen. Hier ein Lob für die Leistungen der Stadt und dort ein Tadel für mangelnden Sparwillen. Die bekannten Positionen der letzten Jahre eben.

Wirklich ärgerlich sind für mich die Äußerungen zum Badepark, die immer wieder lanciert werden. Die Kritik am aktuellen Zuschussbedarf  kann man sicher teilen. Hier sind weitere Anstrengungen erforderlich, um die erwarteten Ergebnisse zu erzielen. Konstruktive Vorschläge in diese Richtung hört man leider selten. Ärgern muss man sich  über das Negativimage, dass in diesem Zusammenhang aufgebaut wird. Das schadet unserem (!)  Badepark!

Zur Grundsatzdiskussion um den öffentlichen Haushalt hier ein aus meiner Sicht treffendes, aber eigentlich nicht auf unseren Haushalt gemünztes Zitat  einer außenstehenden Persönlichkeit:

„Dieses ständige Gerede ……., man müsse die Personalkosten reduzieren, ist ….. völlig unverständlich. Ich glaube, dass man beides tun muss: die Ausgaben harmonisieren, aber auch die Einnahmenseite aktivieren. Ich sehe …… ein bisschen sich kaputt sparen. So kriegen Sie kein Unternehmen saniert, wenn Sie nur auf sparen setzen.”

Wer kann sich so zu finanzpolitischen Fragen äußern?  In den nächsten Tagen werde ich natürlich das Rätsel lüften.

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Theater um Kinder – Theater für Kinder

Was fällt jedem Bentheimer sofort beim Begriff „Kindertheater“ ein? Natürlich die Freilichtbühne. Die Märchenaufführungen im Sommer auf der Bühne und das Wintertheater sind nicht nur für die Besucher der Aufführungen ein großes Vergnügen. Auch für die Aktiven jeden Alters  (in jungen Jahren gehörte auch der Autor dieses Blogs zur Spielschar) stellt die Bühne eine besonders schöne und kreative  Freizeitbeschäftigung dar. Die Freilichtbühne ist für Aktive und für Besucher ein echtes Bentheim-Highlight!

Theater für Kinder in anderer Form bieten die Kindertheatertage, die wir von der kleinen Bentheimer Gruppe des Deutschen Kinderschutzbundes alljährlich im Februar und März veranstalten. Am vergangenen Sonntag ging die diesjährige Serie mit einem Auftritt des Liedermachers Wolfgang Rieck aus Rostock zu Ende:

Puppen- und Figurentheater, Schauspiel und Comedy, Musik- und Zauberprogramme – die Bentheimer Kindertheatertage bieten die ganze Bandbreite des modernen Kindertheaters. Häufig sind die Veranstaltungen im Forum des Burggymnasiums mit 130 Besuchern ausverkauft. Mehr Karten gelangen nicht in den Vorverkauf, um den ganz jungen Theaterbesuchern ab vier, fünf Jahren ein besonders intensives Theatererlebnis bieten zu können. Mehrere hundert Besucher und damit verbunden eine größere Distanz zum Bühnengeschehen wären  hinderlich und werden daher nicht angestrebt. Die vielen Stammbesucher sprechen für das Konzept.

Kinder und Eltern  sind fast immer begeistert von den phantasievollen Aufführungen und der hohen professionellen Qualität der Künstler. Kindertheater stellt in diesem Zusammenhang eine ganz eigene Kunstform dar und ist ein Beitrag für die kulturelle Bildung und ästhetische Erziehung. Vor allen Dingen machen die Aufführungen Kindern und meistens auch den Eltern unheimlich viel Spaß. Künstler wie beispielsweise unsere Stammgäste Petra Nadolny und Wolfgang Fiebig vom Theater 1 + 1, die Figurentheater HalloDu, Buchfink, Gingganz und Filou Fox, Liedermacher wie Wolfgang Hering und Wolfgang Rieck und natürlich unser Zauberkünstler Heinz Siemering stehen  für das gewünschte professionelle, zeitgemäße und unterhaltsame Theatererlebnis für die ganze Familie.

So soll es weitergehen. Wir beginnen schon bald mit den Planungen für die sechsten Bad Bentheimer Kindertheatertage im Jahre 2013. Die Bentheimer Gruppe des Kinderschutzbundes  würde sich über weitere Unterstützer sehr freuen. In ungezwungener Atmosphäre, ohne Regularien und ohne jedes Vereinsbrimborium,   organisieren wir die Kindertheatertage, Ferienpassaktionen und mehr für Kinder und Eltern. Sprechen Sie uns (Gina Verwold, Birgit Blume, Bärbel Sokola-Vrieler und Friedbert Porepp) einfach an, wenn Sie gerne mitmachen möchten!

Übrigens: Über mehrere Jahre haben wir darüber hinaus zum Weltkindertag Puppentheater im DRK-Pflege- und Altersheim angeboten. Ein außergewöhnliches gemeinsames Erlebnis für die alten und für die jungen Leute!

Und hier noch zur Illustration und als Weiterempfehlung an andere Veranstalter einige Fotos von Künstlern (Theater 1 + 1, Heinz Siemering und HalloDu-Theater), die bei den Bentheimer Kindertheatertagen aufgetreten sind:

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Eine außergewöhnliche Ausstellung

„Die Radierwerkstatt lädt ein“, unter dieser Überschrift war am 8. Januar hier im Blog die Rede von der 12. Radierwerkstatt im Haus Westerhoff. Viele Kinder und auch etliche kreative Erwachsene haben in den vergangenen Monaten ihr Talent bewiesen und unter den Fittichen von Stefi Mann  ganz persönliche Meisterwerke geschaffen. Zahlreiche der ausnahmslos gelungenen Ergebnisse sind jetzt in einer Ausstellung, die am Freitag in besonders ansprechender und herzlicher Form eröffnet wurde, bis zum 1. April im außergewöhnlichen Ambiente des Künstlerhauses in der Heeresstraße zu sehen.

 

Der Ausstellung wünsche ich bis zum 1. April viele interessierte Besucher. Zeiten: Donnerstags von 15.00 – 18.00 Uhr, Samstags von 14.00 bis 18.00 Uhr und Sonntags von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

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Samstag ist Badetag

Samstag wird gebadet. So war es einmal und das gilt ganz offensichtlich heute immer noch für viele Einwohner und Gäste, denn unsere öffentlichen Bäder erfreuen sich größter Beliebtheit. Der Parkplatz am Badepark  bietet an so manchem Wochenende kaum genug Stellplätze und ist auch am heutigen Samstag gut gefüllt.

Das klare Profil des Bades und die Ausrichtung als Familienbad gehören zu den Trümpfen und sorgen für den Andrang. Und für gute Zahlen in den Büchern. In den  natürlich öffentlich zu führenden Haushaltsberatungen wird auch diese Tatsache deutlich zu machen sein, denke ich.

Attraktive Veranstaltungen im Badepark stehen an. Ein Candle-Light-Schwimmen wird ebenso angekündigt wie ein Aqua-Kino. Aktuelle Infos: www.badepark-bentheim.de

Die Bentheimer Mineraltherme am Bad ist ein weiterer  Trumpf. Während wir im Badepark viele Familien antreffen, sind es in der Therme Gesundheitsbewusste, die  Entspannung und Ruhe suchen. Das ebenfalls sehr attraktive Programm mit regelmäßigen Aqua-Nights und Aqua-Events stellt jedenfalls den Entspannungseffekt besonders heraus. Und auch zu den normalen Badezeiten lässt es sich prima im Solewasser planschen. Das gilt besonders, aber nicht nur für Badegäste, die  Streicherklänge, Musicalmelodien und James-Last-Sound goutieren. Gerade im Winter haben auch Kinder mal Spaß im  Außenbecken der Mineraltherme. Infos: www.bentheimer-mineral-therme.de

Ich meine, wir können uns als Bentheimer glücklich schätzen, zwei attraktive, gut geführte Bäder mit jeweils eigenem Profil am Ort zu haben. Die Bäder stellen attraktive Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt dar und sind ein echter Trumpf als Tourismusstandort.

In diesem Sinne: Man sieht sich – wenn man sich in Badesachen  erkennen sollte ;-))

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Von Perspektiven und einer Vision

Einen besonders trostlosen Anblick müssen wir zur Zeit einmal mehr an der Ortseinfahrt bei Lenzing ertragen:

Ganz besonders für die  Einwohner bleibt dieser Schandfleck  ein Ärgernis. Dem Image der Stadt,  dem Tourismusstandort und somit der wirtschaftlichen Entwicklung ist  der Schandfleck außerdem  alles andere als zuträglich.

Es geht auch anders! In der Schüttorfer Straße machte das ehemalige Finanzamtsgebäude in den vergangenen Jahren keinen guten Eindruck. Es verfiel langsam, aber stetig. Wesentlich verbessert  präsentiert sich heute der gesamte Straßenzug nach der Sanierung des Gebäudes, der neuen Nutzung als Ärzte- und Apartementhaus für Senioren sowie mit dem Neubau der großen Senioreneinrichtung der Bürgerhilfe. Hinzu kommen die neuen Wohnhäuser in der Schillerstraße, die teilweise seniorengerechtes Wohnen bieten.

Eine Entwicklung, die im Zusammenhang mit weiteren Projekten wie der Sanierung des Franziskushospitals und der Umfeldgestaltung dort, Hoffnung macht für die weitere Stadtentwicklung. Positiv ist das nicht nur, weil das Erscheinungsbild ganzer Straßenzüge und somit der Stadt insgesamt  gewinnen wird. Vielmehr sollten auch die wirtschaftlichen, finanzpolitischen und sozialen Zusammenhänge betrachtet werden. Bezahlbarer Wohnraum für Senioren in Innenstadtnähe, verdichtetes Bauen im Stadtbereich und damit Verzicht auf Flächenverbrauch im Außenbereich, Impulse für die heimische Wirtschaft und damit Sicherung von Arbeitsplätzen sowie Stärkung des Wirtschaftsfaktors Tourismus sind nur einige Aspekte. Nicht zu vergessen mögliche Optimierungen der Verkehrswege mit besseren Gehwegen und Verkehrsberuhigungen.

Bei soviel positiven Perspektiven sollte die Beseitigung des ärgerlichsten Schandflecks der Stadt keine Vision bleiben!

 

 

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Die Radierwerkstatt lädt ein

Die alljährliche Radierwerkstatt im Haus Westerhoff, Heeresstraße, erfreut sich großer Beliebtheit. Zurecht! Stefi Man gelingt es immer wieder, Kinder und auch manche Erwachsene für das kreative Arbeiten mit Radiernadeln und Tetrapacks, mit Farben und mit der Handpresse zu begeistern und zum gelungenen Ergebnis zu begleiten. Hier zwei Beispiele aus Radierwerkstätten der vergangenen Jahre:

Zum gelungenen Event für alle Beteiligten, vor allen Dingen für die stolzen Kinder und deren Eltern, wird dann die Präsentation der Ergebnisse in einer Ausstellung, die in diesem Jahr am 2. März um 19 Uhr eröffnet wird. Viele neue Werke der Bentheimer Künstlerinnen und Künstler werden dann in gerahmter Form in den urigen Räumen des Hauses Westerhoff zu sehen sein.

Die Radierwerkstatt ist immer Donnerstags (15 – 18 Uhr), Samstags (14 – 18 Uhr) und Sonntags (11 – 18 Uhr) für alle Interessierten geöffnet. Wie gesagt: Mitmachen lohnt sich und die Stippvisite beim Wochenendspaziergang ebenfalls.

 

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Bentheim 2011: Ein Rückblick und die Perspektiven

Zum Jahresende 2011 erscheint heute eine persönlich gefärbte und ganz individuelle Bentheim-Bilanz im Bentheim-Blog. Angereichert wird der Beitrag mit  teilweise tagesaktuellen Fotos, die den Stand der Dinge bei einigen Projekten dokumentieren sollen.  Anmerkungen, Kommentierungen  und Ausblicke auf 2012 sollen nicht fehlen. Und los gehts natürlich mit dem

Schützenfest

Das großartige Stadtfest ist ein echtes Pfund für die Stadt. Monatelange Vorbereitungen in den Nachbarschaften und eine intensive Festwoche prägen nicht nur das Stadtbild nach außen. Das Stadtschützenfest hat vielmehr eine enorme soziale, da integrative  Bedeutung für die Stadt. Neu hinzugezogene Einwohner und Alteingesessene, junge und alte Leute – egal, man lernt sich kennen, „arbeitet“ in den Bogengemeinschaften zusammen und feiert gemeinsam. Die Tradition wird fortgesetzt. Gut so!

Kultur

Meine Bentheimer Kulturhighlights 2011? Da muss ich nicht lange überlegen, denn selten habe ich soviel Spaß gehabt  und  gelacht bei einer Ausstellung wie beim Betrachten der  Hühnerzeichnungen und weiterer Cartoons von Peter Gaymann. Im Mai zeigte einer der bekanntesten und erfolgreichsten Cartoonisten Deutschlands eine Auswahl seiner Arbeiten im  Altstadthaus in der Wilhelmstraße. Genial!

Und auch die Kulisse lief 2011 zur Höchstform auf. „Die Nervensäge“ passt ideal ins kleine Theater an der Kirchstraße und ist darüber hinaus den Schauspielern, allen voran Ernst Schröder und Heiko Arnink, auf den Leib geschrieben.

Hoffen wir, dass sich die Ausbaupläne, die Zusammenlegung der Kulisse und des Jugendhauses  in der Kirchstraße, realisieren lassen. Bereits jetzt bewerten die Bentheimer ihr Kulturangebot am Ort überduchschnittlich hoch (siehe GN-Umfrageergebnisse vom September). Mit besseren räumlichen Voraussetzungen dürften Quantität und Qualität des Bentheimer Kulturangebotes  noch weiter zu steigern sein.

Stadtentwicklung

Die neue Grundschule in der Brennereistraße wird wohl pünktlich im Sommer fertig werden. Am 9.9. war Grundsteinlegung und am 9.12. Richtfest.  Zwischen den Feiertagen ruht der Bau, ein gutes Zeichen. Tolle Aussichten, durchaus mehrdeutig gemeint, für künftige Grundschulkinder! Und das der Neubau einer Sporthalle am Burggymnasium in den Haushaltsplan des Landkreises aufgenommen wurde, ist eine weitere gute Entwicklung im Bildungsbereich.

Sehr erfreulich ist, dass kurz nach der Finanzkrise und den Schwierigkeiten der öffentlichen Kassen ausgerechnet jetzt in Bentheim wichtige Objekte saniert werden. Im Franziskushospital haben die Vorbereitungen begonnen. Die geamte Umgebung wird davon profitieren. Das alte Amtsgericht wird folgen und das alte Finanzamt  strahlt in neuem Glanz – und mit neuer Nutzung. Am Herrenberg wird ebenfalls durch einen Privatinvestor ein dringend sanierungsbedürftiges Haus saniert. Eine fast unglaubliche Entwicklung auf diesem Gebiet, die der gesamten Stadt nützen wird.

Weniger euphorisch müssen wir in die Wilhelmstraße blicken. Die Gastronomie profitiert vom Tourismus, von Entwicklungen im Einzelhandel ist trotz einiger Neueröffnungen noch nicht genug zu sehen. Auch öffentlich werden konkrete Maßnahmen diskutiert, die hoffentlich realisiert werden können.

Einige Nostalgiker bedauern vielleicht den Abriss der Bauernhöfe an der Südstraße. Aber landwirtschaftliche Betriebe, die von Wohngebieten umgeben sind und dort keine Zukunft gesehen haben, können besser an anderer Stelle fortgeführt werden und Platz machen für die innerstädtische Entwicklung. Flächenverbauch im Innenbereich, verdichtetes Bauen und Schonung landwirtschaftlicher Flächen im Außenbereich sind die Stichworte. Die Bagger sind angerollt. Zahlreiche Familien können sich über das attraktive Baulandangebot freuen und die Stadt verfranst nicht weiter. Das passt, meine ich.

Weniger erfreulich ist der Zustand vieler Straßen und besonders der Gehwege im gesamten Stadtgebiet.  Davon betroffen sind besonders weniger mobile Einwohner wie zum Beispiel Senioren. Auch da besteht Handlungsbedarf.

Soziales

Über die Jugendarbeit wird zu Recht oft und intensiv diskutiert in unserer Stadt:  Mit einer besseren Beteiligung wird die öffentliche Jugendarbeit neu und zeitgemäß ausgerichtet, die Unterbringung des Jugendhauses ist ein Thema und vom besseren Kulturangebot profitieren besonders junge Leute.

Ich meine: Trotz des regen Seniorenbeirats mit guter Öffentlichkeitsarbeit sollten die Seniorenthemen stärker in den Vordergrund treten. Bessere Gehwege sind ein Punkt, der Bedarf an seniorengrechten und bezahlbaren Wohnungen ein weitere gewichtiger Aspekt. Die neue Wohnanlage der Bürgerhilfe an der Schüttorfer Straße schließt eine Lücke. Der Bedarf dürfte darüber hinaus gehen. Und das Thema Altersarmut müsste uns künftig stärker beschäftigen. Der neu eingeführte Bentheimer  Familienpass richtet sich in der ersten Phase an Kinder und sollte künftig auch anderen Personengruppen bessere Teilhabe bieten.

Politik

Die Kommunalwahlen im September machten es deutlich: für die Wähler sollte es so bleiben wie es ist. Die SPD hat einen Sitz an die Grünen abgegeben und ansonsten gab es keine Veränderungen. „Und das ist auch gut so“, behaupte ich mit Blick auf die auch in diesem Jahresrückblick gewürdigten Entwicklungen in unserer Stadt. Ach ja, und der Verfasser dieser Zeilen bedankt sich bei den Wählern für über 1500 Kreuzchen bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen, weil dieses Ergebnis eines der Topergebnisse in Bentheim darstellt und die engagierte Weiterarbeit im Stadtrat und Kreistag möglich macht.

Sport

Bei den Sportvereinen in der Stadt schnurrt es offensichtlich. Die Arbeit dort und besonders in den Jugendabteilungen läuft in bewährter Manier. Ein Kunstrasenplatz in Bentheim würde sicher helfen, aber wird die Finanzierung jetzt wirklich zu stemmen sein?

Mit einem Kraftakt haben die Tennisvereine des TUS und  Rot-Gelb Bentheim fusioniert und eine neue Anlage geschaffen. Auch hier gilt: beste Aussichten für Sportbegeisterte und für den Nachwuchs. Ach ja: herzlich willkommen in Bentheims „Neuer Mitte“. Der Wohn- und Freizeitwert Bentheims wird noch besser.

Wermutstropfen: Künftige Baumaßnahmen zwischen den Ortsteilen müssen aus meiner Sicht sehr kritisch betrachtet werden. Die Halle stellt einen soeben noch akzeptablen Eingriff in die Landschaft dar. In diesem Bereich geht nichts mehr, darf nichts mehr gehen. Obwohl: ein Golfplatz wäre noch eine Bereicherung, oder nicht?

Eine tolle Perspektive zeigt aus meiner Sicht übrigens der Vorschlag des zweiten Vorsitzenden des SVB, Gerd Heilen, auf. Ein FC Grafschaft könnte für höherklassigen Fußball in der Grafschaft stehen und das Angebot in den örtlichen Vereinen sinnvoll ergänzen. Eine klasse Idee! 2012 wird sich zeigen, ob Innovationen beim üblichen Kirchturmdenken eine Chance haben.

Zum Ende

Über Kommentierungen, Kritik und Zustimmung zu diesem individuell zusammen gestellten Jahresrückblick freut sich der Autor. Die Kommentarfunktion kann dafür ebenso genutzt werden wie der Telefonhörer, Outlook oder das persönliche Gespräch. Guten Rutsch!

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Frohe Weihnachten

Liebe Leser des Bentheim-Blog!

Ich wünsche Euch und Euren Familien ein fröhliches und friedliches Weihnachtsfest!

Für den Besuch des Blogs, für Online- und persönliche Kommentare und Hinweise bedanke ich mich herzlich. Gleich nach dem Fest geht es weiter mit Themen aus Bentheim. Einige Highlights des ablaufenden Jahres sollen nochmals beleuchtet werden und der nostalgische Rückblick auf das Festival 1977 wird endlich folgen. Reinschauen soll sich lohnen!

Herzliche Grüße

Friedbert Porepp

Das Foto wurde heute (24.12.) aufgenommen. Der Weihnachtsspaziergang wird in unserer schönen Kleinstadt auch bei milden Temperaturen Spaß machen. Vielleicht sieht man sich ja?

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Hat Top-Fußball in der Grafschaft eine Chance?

An hochklassigen Fußball in der Grafschaft können sich nur noch ältere Semester erinnern. Abgesehen von Regionalligastippvisiten der Nordhorner Eintracht begnügen wir uns  mit  unterklassigem  Amateurfußball, der aber immerhin in vielen Orten und immer mit großem Engagement, Begeisterung, erheblichem  Know-How im Hintergrund und vor allen Dingen seriös betrieben wird. Der FC 09, SVB, VfLWE und Union Lohne sind beste Beispiele dafür. Und jetzt erfahren wir nach längerem Hin und Her vom Insolvenzantrag des Oberligisten  Eintracht. Schlechte Aussichten für hochklassigen Fußball in unserer Gegend?

Nicht unbedingt, denn Ideen gab und gibt es genug. Zunächst wurden Fusionspläne verschiedener  Nordhorner Vereine diskutiert, die aktuell  wohl nicht mehr zu realisieren sein dürften. Besonders interessant ist aus meiner Sicht der Vorschlag von Gerd Heilen, dem zweiten Vorsitzenden des  SV Bad Bentheim, der einen neuen Fußballverein auf Grafschafter Ebene, getragen von verschiedenen Vereinen und bestückt mit besonders talentierten Spielern, ins Gespräch brachte. Mit neuer  Begeisterung, Sponsoren, dem Know-How unserer Traditionsvereine  und mit großer Unterstützung des Grafschafter Publikums, das sich mit einem neuen Verein identifizieren würde, sollte  die Idee vom hochklassigen (Regionalliga-?) Fußball Wirklichkeit werden können. Das schlägt Gerd Heilen vor und dieser Vorschlag wird in den Vereinen und auf übergeordneter  Ebene geprüft und auf Realisierbarkeit abgeklopft, hoffe ich. Kirchturmdenken, Fantasielosigkeit und Egoismus  haben dabei keinen Platz. Das  hoffe ich ebenfalls, allerdings mit einer Portion Skepsis.

Das Thema muss breit diskutiert werden. Zu den aktuellen Problemlagen gehört auch der demographische Wandel. Die Sportanlagen  müssen langfristig genutzt und gesichert werden. Die Sportvereine stehen in Konkurrenz zu vielen Ansprüchen, die an Kinder und Jugendliche herangetragen werden. Nicht zuletzt sind es die schulischen Anforderungen und der Ganztagsschulbetrieb, den es zu berücksichtigen gilt.  Und die besten jungen Spieler können nicht vor Ort gehalten werden, da ihnen die Herausforderung und die Förderung  fehlt.

Andererseits gibt es auch in unserer Gegend eben diese besonderen Talente, denen mit einem „FC Grafschaft“ ein gutes Angebot gemacht werden könnte; und zwar zur Freude der Grafschafter Fußballfans. Das Angebot in den einzelnen Vereinen dürfte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Nicht zuletzt die soziale Funktion des Sports in der Nachbarschaft gilt es zu erhalten und weiter zu stärken. Der FC Grafschaft wäre in diesem Sinne das  Sahnehäubchen.

Freuen wir uns auf 2012!  Auch im Hinblick auf diese spannenden Entwicklungen.

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Werbung für den Familien-Pass

Ein gelungenes Weihnachtskonzert erlebten Samstag zahlreiche  Eltern, Großeltern und Geschwister im Forum des Gymnasiums.  Schülerinnen und Schüler der Musikakademie sowie zwei Musikklassen des Burggymnasiums spielten kurze oder auch längere Musikstücke und erhielten den verdienten Applaus für ihre Leistung.

Anerkennung verdient auch die Musiakademie. Die Leitung und die Lehrkräfte leisten aus meiner Sicht tolle Arbeit.

Bodo Wolf wies in der Begrüßung auf die Tatasache hin, dass die Gebühren für den Unterricht ein wichtiger und unverzichtbarer Faktor sind. Das ist gut nachvollziehbar.

Bedenken müssen wir, dass es viele Familien in der Stadt gibt, die ihren Kindern aus finanziellen Gründen keinen Musikschulunterricht ermöglichen können. Die Gebühren sind  für sie einfach zu hoch. Mit dem Familien-Pass, der im vergangenen Jahr in Bentheim eingeführt wurde, konnten bereits einige Kinder erreicht werden, die jetzt Instrumentalunterricht erhalten.  Dieses Förderinstrument „Familien-Pass“ noch bekannter zu machen und somit noch mehr Kindern den Unterricht zu ermöglichen, ist eine Arbeit, die es weiter zu intensivieren gilt. Wenn wir am Ort einen Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit leisten können, sei er auch insgesamt noch so klein, für den Einzelnen jedoch möglicherweise ein wichtiger Schritt, dann sollten wir die Möglichkeit nutzen. Zielgerichtete Werbung für den Familien-Pass ist wichtig!

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