Ein Bentheimer Stammtisch sorgt in Zusammenarbeit mit dem städtischen Servicebetrieb für begehbare Wanderwege im Leberich, einem beliebten Naherholungsgebiet für Touristen und Einheimische gleichermaßen. Das ist ein großartiger Einsatz für das Gemeinwohl und verdient ebenso Anerkennung wie das Engagement vieler Einwohner in Vereinen, sozialen und kulturellen Einrichtungen. Mit kleinen Plakaten wirbt der Stammtisch und die dazugehörige Bogengemeinschaft um Unterstützung für den nächsten Arbeitseinsatz. Das unterstütze ich hier sehr gerne:

Das genaue Gegenteil betreiben einige wenige, vermutlich nicht ortsansässige Besitzer von innerstädtischen Immobilien. Sie lassen Gebäude verwahrlosten, lagern Abfall und Sperrmüll auf ihren Grundstücken. Einige aktuelle Beispiele möchte ich nennen.
Da wäre zunächst das stadtbekannte Gebäude „Wilhelmstraße 69/71“, das in vielerlei Beziehungen Mängel aufweist. Die Vermietung von Wohnungen in dem verwahrlosten Gebäude ist offensichtlich rechtssicher und Privatsache des Vermieters. Ob dies auch für die wilde Müllkippe auf dem Hof gilt? Es wird nicht nur dauerhaft Sperrmüll gelagert, sondern allerhand Unrat und Müll. Der Blick auf den Müll bei der Anfahrt auf die Stadt ist keine gute Werbung für den Tourismusstandort. Das allein wird kein Argument für weitergehende Maßnahmen sein, schließlich war der frühere Bauernhof auch kein städtebauliches Highlight. Der Schädlingsbefall wird an dieser Stelle vermutlich hoch sein. Wer möchte in dieser Umgebung wohnen, wer möchte dort Wohneigentum schaffen? „Da kann man ordnungsrechtlich nichts machen“, hieß es oft. Das sollte erneut überprüft werden, meine ich. Hier ein aktuelles Foto der „Mutter aller Bentheimer Schrottimmobilien“ mit Ansichten von der Wilhelmstraße und aus Richtung L 39:



Ganz in der Nähe fällt immer wieder die Müllentsorgung des „Bentheimer Eckhotel“ (schon der Name wirft Fragen auf), auch Rattenbefall wurde öffentlich von Nachbarn beklagt. Von Abfallentsorgung, wie sie nicht vorgeschlagen, sondern vorgeschrieben wird, kann hier keine Rede sein:

Gar nicht weit entfernt, in der Gildehauser Straße gegenüber der Einmündung der Hofstiege, stellt sich das Bild seit Jahren (!) unverändert so dar:

Hier dürfen sich ebenfalls nicht nur die Nachbarn ärgern (auch nicht der Gästeführer mit Gästen im Schlepptau), sondern auch die wirklich zahllosen Touristen aus dem Ferienpark, denn sie passieren diese Stelle fast zwangsläufig auf ihrem Weg zwischen Ferienpark und Innenstadt und Burg.
Ergänzung: Nach Aussage von Bewohnern des Hauses handelt es sich nicht um Jahrelange Mülllagerung (siehe Kommentar). Ich lasse das unkommentiert, weil es für sich spricht.
Etwas abgelegener befindet sich eine weitere Immobilie mit Potential zur Schrottimmobilie Nr. 2 bzw. Nr. 3 in Bad Bentheim. „Am Bahnhof“ verfällt nicht nur das Gebäude, was ja schlussendlich Privatsache des Eigentümers ist, sondern es sorgt hier eine wilde und gemischte Müllkippe für den unerfreulichen Anblick bei gleichzeitig optimalen Lebensbedingungen für Nager. Das alles auf dem Weg vom Bahnhof in Richtung Funkenstiege/L 39, also ebenfalls eine von Gästen der Stadt vielbenutzte Wegstrecke:

Die ästhetischen Beeinträchtigungen und die Anti-Werbung für den Gesundheits- und Tourismusstandort Bad Bentheim sind die eine Seite. Die Gefahr für Mensch und Natur wiegen mindestens ebenso schwer. Es wird interessant sein, ob und wie bei einer (erneuten) Initiative die zuständigen Behörden nun argumentieren und gegebenenfalls reagieren!












