So schön ist unsere Landschaft: Rapsgelbes Feld am Gildehauser Südhang unterhalb des Bürgergartens und Lavendelblau so weit das Auge reicht südlich des Tüschenbrooks.


So schön ist unsere Landschaft: Rapsgelbes Feld am Gildehauser Südhang unterhalb des Bürgergartens und Lavendelblau so weit das Auge reicht südlich des Tüschenbrooks.


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Anstelle vieler Worte oder eines Hebbel-Gedichts folgen heute in meinem Blog wenige Bentheimer Herbstimpressionen und ein Liedtext von Jim Morrison (Morrison Hotel/1970). Der hatte möglicherweise den Indian Summer in New England oder auch etwas ganz anderes im Sinn. Melodie und Text passen gleichwohl ideal zum herrlichen Tag:
„……
I love you, the best
Better than all the rest
That I meet in the summer
Indian Summer
….“



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VfL WE Nordhorn : SV Bad Bentheim. Das ist an diesem Wochenende eines von zahlreichen Lokalderbys im Grafschafter Amateurfußball. Oder wie wäre es mit TuS Gildehaus : GSV Ringe-Neugnadenfeld? Egal, ob 25 oder 250 Zuschauer kommen werden, es sind bescheidene Zuschauerkulissen im Gegensatz zu den Bundesligastadien. 62.000 werden es in der Schalker Veltins Arena sein oder vermutlich 46.000 im Hamburger Volksparkstadion beim Zweitligaknaller HSV : Jahn Regensburg. Die Begeisterung für den Fußball ist (fast) ungebrochen.
Wer bei diesen Spielen den Glauben daran bewahren möchte, ein Spiel fange mit 0 : 0 an und es folgt ein einigermaßen fairer Wettstreit, der ist zwar bei unseren Grafschafter Lokalderbys gut aufgehoben. Auf gar keinen Fall sollte der gutgläubige Fußballfan eines oder gar beide der folgenden Bücher lesen:
„Der Abstieg – Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ von Daniel Jovanov (Spiegel Online, TAZ, Die Zeit) und Tobias Escher (Spielverlagerung.de, 11 Freunde) ist erst vor zwei Wochen bei Rowohlt zum Preis von 12,99 € erschienen. Für HSVer ist das Taschenbuch eine Pflichtlektüre und den nicht wenigen HSV-Hassern geht das Herz auf. Aber Vorsicht: Wer sich bisher kaum oder gar nicht mit den Hintergründen und der Vereinspolitik beschäftigt hat oder nur die „journalistische“ Begleitung von Abendlatt, Mopo, Rautenperle & Co. kennt, der wird „seinen“ Verein künftig mit anderen Augen, nämlich wesentlich kritischer sehen. Beleuchtet wird die Negativspirale der letzten neun Jahre seit den legendären Begegnungen gegen Werder Bremen. Vor allen Dingen der Anteil vordergründig großzügiger Investoren wie dem Logistik-Milliardär K.M. Kühne, dessen „uneigennützigen“ Beratern Callmund und Struth und natürlich der erhebliche Anteil des aus meiner Sicht leider ungekrönten „King of Disaster“ Dietmar Beiersdorfer wird (entgegen meiner emotionalen Attribute) sachlich und ohne Polemik beschrieben. Fehlentscheidungen sportlicher Entscheidungsträger, personelle und finanzielle Entwicklungen und eine desaströse Personalpolitik sind weitere Inhalte eines Sachbuchs, das sich wie ein Krimi in wenigen Stunden lesen lässt.
Zur Desillusionierung der Fußballanhänger hat im laufenden Jahr „Football Leaks-Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball“ (Spiegel-Buch, 10,00 €) beigetragen. Der Spiegel-Reporter Rafael Buschmann, Michael Wulziger und weitere 60 Journalisten aus ganz Europa haben die geleakten Dokumente der Enthüllungsplattform aufgearbeitet. Auch dem schon vorher misstrauischsten Fußballfan gehen die Augen über angesichts der hier offenbarten Vertrags- und Vermarktungsdetails, der Machenschaften von Spieleragenten, Vereinsbossen und Profiteuren aller Art. Wir dürfen uns bestätigt fühlen: Spitzenfußball ist hochkorrupt. Vorsicht: Die Lektüre zerstört Illusionen. Liest sich ebenfalls kurzweilig wie ein Krimi.
Mein Tipp: Wer regelmäßig Zeit und Geld für Stadionbesuche oder Sky-Abos ausgibt sollte die eher bescheidenen Kosten und den Zeitaufwand für diese Bücher nicht scheuen. Erkenntnisgewinn mit einem geschärften Sinn für die Realitäten im Profifussball ist garantiert! Garantiert ist auch der Spaß am nächsten Spiel – mindestens auf dem heimischen Fußballplatz.

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Seit 10 Jahren bekennt sich die Stadt nach einem Ratsbeschluss im Rahmen der bundesweiten Initiative „Ort der Vielfalt“ zu Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Absolut passend wurde heute bei einer Kundgebung, zu der alle Ratsfraktionen eingeladen haben, das unmissverständliche Statement bekräftigt und Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Rechtsextremismus verurteilt. Sehr erfreulich bewerte ich die große Resonanz, die diese in jeder Beziehung angemessene und gelungene Kundgebung in der Einwohnerschaft fand.
Angemessen waren die kurzen Wortbeiträge der Fraktionssprecher, die Musikeinspielungen und der kräftige Applaus aller Anwesenden für die Kernaussage der Veranstaltung. Die Presse und viele Facebookeinträge werden darüber heute und in den nächsten Tagen berichten.
Ergänzend noch ein Zitat von Erich Kästner, auf das mich mein Kreistagskollege Jöne Strenge am Anschluss an die Kundgebung hinwies und das ich hier in meinem Blog als weiteren persönlichen Beitrag nennen möchte: „Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muß den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat.“


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Am Samstag war es mal wieder soweit: Über 1100 Grafschafter Kinder wurden eingeschult. „Der Ernst des Lebens“ durfte beginnen. So wurde zumindest vor über 50 Jahren geredet, als ich erstmals durch diese Tür (Foto) eine Schule betreten durfte. Einiges hat sich seitdem in der Schullandschaft getan und dennoch sind wir von einer Schule, die den Kindern, Eltern, der Gesellschaft und auch den Lehrern gerecht wird weit entfernt. Mehrfach habe ich in meinem Blog den meines Erachtens enormen Reformstau in der Bildungslandschaft beschrieben, so beispielsweise am 31. Mai 2013. In dem Blogeintrag unter der Überschrift „Mit Visionen in die Schule gehen“ habe ich auf die „19 Thesen zur Zukunft der Schule“ des Frankfurter Bildungsrates hingewiesen. Erschreckend wenig hat sich seitdem getan. Einige Beispiele:
Kindern aus bildungsfernen Schichten und/oder mit Migrationshintergrund müssten bessere Chancen gegeben werden, Begabungen müssen stärker ausgeschöpft werden. Das ist ein dringendes soziales, ethisches, bildungspolitisches und ökonomisch bedeutsames Erfordernis. Es bleiben viel zu viele Bildungsverlierer zurück. Und begabte und besonders begabte Kinder müssen aus denselben Erfordernissen stärker gefördert werden.
Fächerübergreifende Kompetenzen werden wichtiger gegenüber dem Spezialwissen in einzelnen Fachgebieten. Schlüsselqualifikationen, die ausgebaut werden können, gewinnen an Bedeutung.
Das gegliederte Schulsystem muss verbessert werden. Ganztagsschulen mit einem umfassenden Angebot, das neben dem Wissenserwerb in Schulfächern die Kinder im künstlerischen, sportlichen, kulturellem und sozialen Bereich fördert sollte die Zukunft gehören. Schule, die Spaß macht und auf das Leben vorbereitet müsste das Ziel sein. Wir sind erschreckend weit davon entfernt! Stattdesssen gilt trotz aller begrüßenswerten Verbesserungen noch der eingangs erwähnte Spruch vom „Ernst des Lebens“.
Und natürlich müssten Lehrer auf diesem Weg mitgenommen werden. Stundenausfälle, Abordnungen, Zeitverträge, unzureichende Entlohnung im Primarbereich, unbesetzte Leitungsstellen-es gäbe viel zu tun.
Sind das unrealistische Erwartungen? Utopien oder Visionen? Bildungspolitische Träumereien, die ohnehin nicht am Ort umzusetzen sind? In einigen Bereichen bedauerlicherweise schon, in anderen Bereichen lassen sich auch am Ort Weichen für eine bessere Zukunft der Schule stellen. Immerhin schicken wir uns in Bentheim an, eine neue Sekundarschule zu bauen, nachdem wir erst vor einigen Jahren eine neue Grundschule gebaut haben und der Landkreis erheblich in ein modernes Burggymnasium investiert hat. Somit besteht immerhin die Chance, wesentlich verbesserte Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Schule schaffen zu können. Natürlich können wir am Ort am Rädchen mitdrehen! Der große Schwung müsste aus anderer Richtung kommen, wird jedoch vorausichtlich ausbleiben und durch eine Politik der kleinen Schritte ersetzt. Ein Millardenprogramm hier und zusätzliche Einstellungen dort. Aber Kinder, die sich auf die Schule freuen, dort wirklich für ihr Leben lernen und einen Abschluss erreichen, der ihren Begabungen und Interessen entspricht-das bleibt eine Vision.

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Ritterspiele, Mittelalterlicher Markt, Kunstmarkt, Musical Night, Oldtimertreffen, Stonerock, Aktionstheater am Ritterstein oder das Food Truck Festival am vergangenen Wochenende. Die Liste der Veranstaltungen am Ort ließe sich leicht fortsetzen. Gäste und Einwohner können sich gleichermaßen über das attraktive und vor allen Dingen zu der Stadt passende Angebot freuen. Aus meiner Sicht erfreulich: Rämmi Dämmi, billige Animation, reine Werbe- und Verkaufsveranstaltungen sind nicht dabei. So kann es weitergehen!
Eher im Verborgenen glänzt ein ganz neues Angebot für Kinder und teilweise auch für Jugendliche. Gemeint sind Kreativwerkstätten im Haus Westerhoff. Die zwölf eintägigen Workshops laden zum Arbeiten mit Speckstein oder Pappe ein. Silberschmiede- und Druckworkshops finden sich im Programm wie auch Fadenkunst und Acrylmalerei. Das Angebot der Musikakademie Obergrafschaft und der Stadt Bad Bentheim ist vielseitig und findet in den sehr geeigneten und aus den etablierten Radierwerkstätten bekannten Räumlichkeiten statt. Vor allen Dingen werden den Kindern und Jugendlichen im besten Smartphone-, Computer- und Spielkonsolen- und heraufziehenden Netflixalter Freiräume für kreatives Gestalten angeboten. Wer immer das stundenlange, einseitige und vereinzelnde daddeln und konsumieren an und mit diesen Medien kritisch sieht, kann sich über die Kreativwerkstätten an den Wochenenden im Haus Westerhoff freuen und seinen Einfluss, sofern noch vorhanden, nutzen und die Kinder dort anmelden, gegebenenfalls für Fahrdienste zur Verfügung stehen und sich einfach auch interessieren. Bei einem Mutter-Tochter Kurs „Silberschmiede“ ist auch Mitmachen angesagt.
Eigentlich sollte die Nachfrage groß sein, denn bei Ferienpassangeboten im Kreativbereich können sich andernorts die Anbieter über mangelnde Anmeldezahlen besonders der jüngeren Kinder und Jugendlichen nicht beklagen. Sehr erfreulich ist aus meiner Sicht auch die Tatsache, dass Familien mit niedrigem Einkommen über Gutscheine für Bildung und Teilhabe und den Bentheimer Familienpass die teilweise nicht sehr günstigen Teilnehmergebühren erheblich senken können. Kein Kind muss aus finanziellen Gründen draußen bleiben!
Info für die Leser/-innen dieses Blogs: Ausführliche Beschreibungen und Daten gibt es bei der Stadt auf der Homepage (Rathaus-Seite), in den vielerorts ausliegenden Flyern und Anmeldungen nimmt die Musikakademie entgegen.

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Die Zukunft der Hauptschule und der Realschule, die Einrichtung einer Oberschule und ein Standort für den Sekundar I – Bereich sind bekanntlich aktuelle Topthemen in Bentheim. Die Meinungen, und das ist grundsätzlich ja gar nicht so schlecht, gehen auseinander. Grundlagen für anstehende Entscheidungen müssen überhaupt noch ermittelt werden. Fakt ist, dass seitens der CDU/FDP die Einführung einer Oberschule (noch) abgelehnt wird während die SPD sich klar pro Oberschule positioniert hat. Soweit und auch im folgenden ist die Situation objektiv beschrieben.
Als seriösen Beitrag zur Debatte möchte ich aus der Drucksache 17/6899 des Niedersächsichen Landtags, 17. Wahlperiode, einige Passagen zitieren und zum Raten einladen. Wer hats gesagt? Auflösung am Ende der zitierten Drucksache!
„Im März 2011 hat der Landtag die Einführung der Oberschule in Niedersachsen beschlossen. Bereits im Jahr ihrer Einführung, zum Schuljahresbeginn 2011/2012, gingen mehr als 130 Oberschulen an den Start. Im laufenden Schuljahr 2016/2017 arbeiten landesweit 256 öffentliche Oberschulen – ihre Zahl hat sich damit fast verdoppelt….Mehr als jeder zehnte Schüler in Niedersachsen besucht inzwischen eine Oberschule….Im Schuljahr 2015/2016 entschieden sich 21.7 % der Fünftklässler im Anschluss an die Grundschule für den Besuch einer Oberschule. Damit ist die Oberschule nach dem Gymnasium die zweitbeliebteste weiterführende Schulform in Niedersachsen.
Die Oberschulen leisten einen besonders großen Beitrag zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in den weiterführenden Schulen und zur Integration von Kindern ausländischer Herkunft…
Der Landtag stellt fest:
Die Oberschule ist ein Erfolgsmodell.
Zu den Stärken dieser Schulform zählt:
…… ………. …….
Der große Erfolg der niedersächsischen Oberschule innerhalb der ersten Jahre nach Einführung dieser Schulform zeigt, dass das angebotene Modell sowohl die Wünsche und Erwartungen von Kommunen als Schulträger auf der einen Seite als auch die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern bzw. ihrer Eltern auf der anderen Seite erfüllt…… In der Praxis haben die ersten fünf Jahre seit Gründung der ersten Oberschulen in Niedersachsen gezeigt, dass das Grundmodell der Schulform den an sie gestellten Anforderungen in vollem Umfang gewachsen ist…………“
Soweit das Zitat.
Auflösung des Rätsels: Es handelt sich bei diesem flammenden Apell pro Oberschule um den Antrag der CDU – Landtagsfraktion vom 15.11.2016 unter dem Titel „Die niedersächsiche Oberschule – Erfolgsmodell mit Zukunft“, unterschrieben von Björn Thümler, Fraktionsvorsitzender.
Ein weiterer Kommentar zur lokalen Debatte erübrigt sich an dieser Stelle.
Nur ein Hinweis: Auf der Seite des Niedersächsischen Kultusministeriums gibt es umfangreiche und selbstverständlich sachliche Informationen für Interessierte.

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„Mitmachen und selber Künstler werden“, das können heute und morgen Besucher des Kunstmarktes an der Bentheimer Burg. Die Veranstalter laden natürlich nicht nur zum kreativen Malen ein, sondern haben einmal mehr für ein abwechselungsreiches Ausstellungsangebot gesorgt.
Mein Favorit: Sandsteinarbeiten auf der Wiese vor dem ersten Burgtor mit Burg-, Katzen-, Schweine- und anderen Motiven. Toll, allerdings preislich angemessen.
Der Bentheimer Kunstmarkt ist in jedem Fall einen Abstecher und Besuch wert. Ein weiteres Highlight im lokalen Kulturangebot!

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Bentheimer Urwald, Totenwald, so nannten wir vor etlichen Jahren das Waldstück nördlich des Kurbades. Hute- und Schneitelwald ist jetzt (wieder) die zutreffende Bezeichnung für das 45 Hektar umfassende Gebiet. Frisches Grün an den geschneitelten Buchen, Baumruinen, dazwischen mächtige Eichen und Totholz, der Hute- und Schneitelwald im Bentheimer Wald ist in diesen Tagen ganz besonders einen Abstecher wert:


Und für die Nicht-Ortskundigen:

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