Lesen verbindet!

„Bücher sind ein wichtiges Kulturgut“ und „Lesen verbindet“. Das sind  zwei Zitate aus einem Begleittext am neuen Bücherschrank  zwischen Badepark und Ferienpark.  Unter dem Motto „Lesen – Tauschen – Entdecken“ steht der offene Bücherschrank  Einwohnern und Gästen zur Verfügung. Eine tolle Idee, die auch an anderen Orten (vor zwei Wochen in der Heidelberger Fußgängerzone gesehen) funktioniert und hoffentlich auch in unserer Stadt auf ein lesehungriges Publikum trifft.

Mit vier ausgelesenen Schmökern habe ich meinen kleinen Beitrag für den Start geleistet. Wer bietet mehr? Noch ist genug Platz im Bücherschrank.

Und was erwartet den neugierigen Leser?  Neben bekannten Werken von Ingeborg Bachmann oder Susan Sonntag werden auch Fans von Konsalik oder Gordon („Der Rabbi“ und „Der Medicus“)  fündig. Auch das anspruchsvolle Sachbuch finden wir vor: „Die Zerstörung der Kultur durch die Konsumgesellschaft“ (wie passend in einem öffentlichen Bücherschrank!) von Paolo Pasolini.  Für Kinder gibt es beispielsweise Bücher aus der „Was ist was“ – Reihe.  Eine wirklich spannende Zufallssammlung!

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Internet gaga

„Radio gaga“ texteten und spielten Queen vor vielen Jahren. „Internet gaga“ würde es heute treffen. Jedenfalls mit einem Blick auf einige Onlineveröffentlichungen.

„Altkanzler atmet auf: Schmidt darf auch im Krankenhaus rauchen“, lese ich eben in der  Onlineausgabe der Hamburger Morgenpost. Typisch Boulevard, ich sollte mich dort lieber auf die HSV-Berichterstattung beschränken. Na ja, „echt gaga sowas“,  fällt einem im entsprechenden Jargon dazu ein.

Und das gilt auch für einige Kommentare von Lesern der Grafschafter Nachrichten in dessen Onlineausgabe zum Thema „Bilanz des Badeparks Bentheim“. Zwei Originalzitate mit hohem „Gagawert“:

„Möchte de Jugend in diesem Städtchen nict auch solche Aktivitaeten nutzen Koennen. Icj bin mir sicher, dass der badepark nich ein riesen plus fuer eure stadt bringen wird! Und dann meckert keiner mehr!“

„Ist denn der Badepark nicht geplant und gebaut worden um die Ferienhäuser besser verkaufen und vermieten zu können? Die Gewinne für die Investoren des Ferienparks und die Kosten und Verluste des Badeparks für die Stadt und damit für die Bürger. So hab ich das immer verstanden – falsch? Ups“

Alles falsch verstanden! Die Bentheimer wissen schon lange: das alte Freibad war marode und die Bäder in der Stadt hatten einen hohen Zuschussbedarf. Die Neuinvestition in den Badepark Bentheim ist zwar auch für den Tourismus ein wichtiger Faktor, aber natürlich auch für die Bürger.  Ein modernes Bad für Familien, Kinder und Jugendliche, für den Schulsport und den Freizeitsport ist entstanden. Und der touristische Aspekt trägt zum wirtschaftlichen Betrieb bei.  Der Zuschussbedarf wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach weiter sinken, ist geplant und vor allen Dingen vertretbar.

„Radio gaga“ von Queen beschrieb den Wechsel der Leitmedien vom Radio zum Fernsehen. Roger Taylor  ließ sich bei der Titelwahl von seinem kleinen Sohn inspirieren, der nur „radio ca ca“ verstand. Daran fühlt man sich dann im neuen Leitmedium Internet manchmal auch erinnert!

 

 

 

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Megatolle Projekte für die Bentheimer

Es ist ein Megaprojekt; jedenfalls für Bentheimer Verhältnisse. Immerhin werden knapp 5 Millionen Euro  investiert.  Einen Meganutzen werden in jedem Fall künftig die Kinder unserer Stadt haben. Die Rede ist vom Grundschulneubau in der Brennereistraße. Heute war Richtfest und die Freude auf das neue Schulgebäude beim Aufziehen des Richtkranzes den Kindern, Lehrern, Eltern sowie den Verwaltungs- und Ratsleuten deutlich anzusehen.

Einen wirklich nachhaltigen Nutzen  hat die neue Grundschule als Investition für die Familien und die Bildungschancen unserer Kinder. Und nachhaltig ist auch das Konzept für die Pläne und Projekte in der Marktstraße. Auch der Standort ist ganz offensichtlich richtig gewählt. Täglich realisieren wir den Abriss der Bauernhöfe in der Südstraße. Bald wird hier rege Bautätigkeit einsetzen und viele Familien werden ihr neues Haus beziehen. Die Grundschule ist nahe, wie übrigens auch der Kindergarten, die Sporthalle, die Fußballplätze, ein Supermarkt und vieles mehr. Kurze Wege für kurze Beine!

Zufrieden und vielleicht auch mit Erleichterung dürften heute  viele Bentheimer die Nachricht aufgenommen haben, dass der Landkreis die Pläne für die neue Sporthalle am Burggymnasium konkretisiert. Und damit nicht genug: die Tennisplätze nahe des Badeparks sind fast fertig und die neue Tennishalle hat ebenfalls ihr Dach bekommen. Ich meine, wir sollten  die Fertigstellung abwarten, um uns dann ein Urteil über die Optik erlauben zu können. Jedenfalls ist die Verlagerung der Tennisplätze vom Bad und von der Sägemühle ebenfalls eine Entscheidung mit großer Nachhaltigkeit. Das Bad kann sich entwickeln, in Gildehaus entstehen im Siedlungsraum neue Bauplätze und der Tennissport ist auch für die Gildehauser gesichert.

Beim Blick auf die Haushaltssituation wird die enorme Bedeutung des Begriffs „Nachhaltigkeit“ besonders deutlich. Investitionen müssen sich weiterhin „rechnen“, wenn wir wünschenswerte Projekte realisieren wollen. Spannende Zeiten!

 

 

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Eine Eislaufbahn in Bentheim? Warum nicht?

Der Tag nach Nikolaus. Es weihnachtet sehr, sollte man denken. Und wenn das feuchtnasse Wetter nicht mitspielt, dann sorgen doch in vielen Innenstädten Weihnachtsmärkte für den Hauch von Weihnachtsstimmung. So gesehen und erlebt  in der vergangenen Woche in Heidelberg und natürlich am Wochenende auf dem Bentheimer Herrenberg.

Es gibt durchaus Gemeinsamkeiten zwischen diesen Märkten. Der Bentheimer Weihnachtsmarkt überzeugt seit Jahren mit  Kunsthandwerk, einem erfreulicherweise begrenzten Angebot an Speisen und Getränken, einem attraktiven Programm und ausgezeichneter Atmosphäre im Schatten der Burg. Natürlich gibt es all das in Heidelberg ebenfalls zu erleben. Und zwar nicht geballt an einem Ort, sondern verteilt in der historischen Innenstadt und bei allem Kommerz doch keinesfalls  unangenehm. Das gilt jedenfalls für die Abendstunden an normalen Wochentagen. Heidelberg ist (nicht nur)  in der Vorweihnachtszeit durchaus eine Reise wert.

Eine Parallele zwischen den ansonsten arg verschiedenen Orten fehlt leider noch. Am Fuße des Heidelberger Schlosses finden Besucher und besonders Familien eine künstliche Eislaufbahn, umgeben von einer kleinen Budenstadt und insgesamt winterlich und publikumsfreundlich hergerichtet.  Eine tolle Attraktion für Einwohner und Gäste, die in unserer Stadt ebenfalls auf großes Interesse treffen würde. Ob nun in der Adventszeit oder im Januar, vielleicht „zwischen den Jahren“, im Schloßpark oder an anderer Stelle. Bentheimer und Touristen wären begeistert; da bin ich ganz sicher!

Die Idee wurde vor einigen Monaten an die Verwaltung und den Rat mit einem Antrag der Sozialdemokraten herangetragen, wurde freundlich aufgenommen – und vertagt. Vielleicht muss sich der Gedanke erst setzen, das Bild einer gut besuchten künstlichen Eisbahn im Schatten unserer Burg langsam entstehen und nicht zuletzt eine Finanzierung zunächst angedacht und dann in Angriff genommen werden.  „Wir müssen unser Potenzial noch besser nutzen“, hört man immer wieder.  In Vergessenheit geraten sollte der Vorschlag deshalb nicht, es wäre schade drum.

 

 

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Kultur braucht Freiräume – und Räume!

Einen herzlichen und lang anhaltenden Applaus gab es am vergangenen Sonntagabend in der Kulisse. Das Erlebnistheater überzeugte und begeisterte einmal mehr sein Publikum. Die rasante Kriminalkomödie „Die Nervensäge“ war den Akteuren auf der Bühne wie auf den Leib geschrieben und inszeniert. Mein Glückwunsch an alle Bentheimer, die eine Karte ergattern konnten. Freut euch auf einen kurzweiligen, wahnsinnig  unterhaltsamen und lustigen Theaterabend! Infos unter badbentheimerkulisse.de

Wer hätte vor 12 Jahren gedacht, dass dieses kleine Theater heute immer noch (und immer mehr) sein Publikum begeistern kann? Die äußeren Bedingungen waren über viele Jahre im Haus Kirchstraße 10 jedenfalls alles andere als ideal. Zwar wurde mit Vorhängen, Stühlen und Bistrotischen, Beleuchtung und vielen liebevoll gestalteten Details  ein sehr angenehmer Rahmen für die Vorstellungen geschaffen. Das Gebäude an sich, die „Erlebnistoiletten“, Umkleiden, Bühnenzugänge, Probebedingungen und  die mangelnde Barrierefreiheit stellten und stellen sich jedoch als Belastung dar. Eigentlich ist ein Theater in diesem Gebäude ein Dauerprovisorium. Die Mehrfachnutzung mit anderen Vereinen stand Lösungen im Wege.

Durch den Umzug der Schützen in die Zeppelinstraße und des Türkischen Kulturvereins in die Hofstiege gibt es endlich neue Perspektiven für das Theater „Kulisse“ – und darüber hinaus. Die Idee, das Jugendhaus (das Gebäude in der Franziskusstraße ist marode) und die Kulisse gemeinsam in einem renovierten und erweiterten Gebäude in der Kirchstraße 10 unterzubringen, wird sich hoffentlich als großer Wurf für die Beteiligten und vor allen Dingen für die Bentheimer herausstellen.

Warum? Einerseits wird der  Haushalt der Stadt  durch die Zusammenlegung zweier Immobilien, die jede für sich betrachtet viel zu teuer im Unterhalt sind und außerdem nicht den Erfordernissen entprechen,  profitieren.  Das kulturelle Leben in der Stadt und somit der Einwohner wird vielseitiger, weil  die Kulisse entlastet um Umbauten und bereichert um attraktive Räumlichkeiten sich darauf konzentrieren kann, was das Publikum so sehr schätzt: tolles Theater spielen. Das Jugendhaus wird für Veranstaltungen für ein jugendliches Publikum verbesserte Bedingungen vorfinden. Hinzu kommt, dass das Kulturforum neben dem großen Forum am Gymnasium über einen attraktiven kleineren Veranstaltungssaal verfügen könnte. Hinzu kommen Nutzungen zum Beispiel durch den Kinderschutzbund (Bentheimer Kindertheatertage) und andere Initiativen, die sich erst unter besseren räumlichen Voraussetzungen entwickeln können und sich entwickeln werden. So wurde erst kürzlich von einem Bentheimer Künstler eine Kinder- und Jugendkunstschule ins Gespräch gebracht. Ein noch vielfältigeres Kulturangebot für die Einwohner könnte sich also entwickeln. Grund genug für den Autoren, mal wieder von einem großen Wurf in der Stadt zu sprechen (zuletzt war das im Zusammenhang mit dem Grundschulneubau der Fall). Kulturelle Viefalt in unserer Stadt, an der viele Menschen teilhaben können (besonders auch diejenigen, die weniger den Zugang finden), das ist eine prima Perspektive und keinesfalls eine Selbstverständlichkeit für unsere Kleinstadt.

Und das Jugendhaus? Ohnehin ist der offene Bereich von zugkräftigen Veranstaltungen abgesehen nicht mehr Anlaufpunkt für viele Jugendliche. Das Jugendhaus hat sich mehr zum Zentrum professioneller und unverzichtbarer Jugendarbeit in der gesamten Stadt entwickelt, in dem der offene Treff nur noch ein, wenn gleich unverzichtbarer Arbeitsbereich unter anderen ist.  Auch das Jugendhaus findet in den Räumen im Obergeschoss sowie dem zeitweise nutzbaren Veranstaltungsraum bessere Bedingungen vor und äußert sich entprechend positiv zu den Umzugsplänen.

Wo könnte denn der Haken sein, nachdem die Kulisse, das Jugendhaus sowie Politik und Verwaltung das Projekt in der Kirchstraße 10 so überaus positiv sehen? Natürlich muss die Finanzierung auf die Beine gestellt werden. Voraussetzung für das lebendige Kulturzentrum ist eine umfassende Sanierung. Die Zeit der Provisorien in diesem Gebäude muss ein Ende haben. Es müssen also Zuschüsse hereinkommen, Eigenmittel eingesetzt werden (beispielsweise aus dem Verkauf des jetzigen Jugendhauses)  und im städtischen Haushalt ein erheblicher Betrag zur Verfügung gestellt werden.  Der große Wurf für das kulturelle Leben in der Stadt ist gleichzeitig eine große Herausforderung für den Stadtrat. Das soll gelingen, meine ich!

Und natürlich müssen die direkten Anwohner in allen Phasen des Projektes mitgenommen werden. Ihre berechtigten Interessen müssen  gewahrt bleiben. Auch das sollte gelingen.

Schließlich profitieren Nachbarn und Bentheimer gleichermaßen nicht nur vom verbesserten Kulturangebot, sondern auch von einer Sanierung des Gebäudes. Beim Betrachten des Fotos fällt auf: eine bessere Optik wird dem gesamten Umfeld gut tun. Nicht zuletzt ein weiteres Argument für das „Haus der Kultur“  oder für ein „Soziokulturelles Zentrum“ in der Kirchstraße: Optische Verbesserungen in historisch gewachsener und geprägter  Umgebung sind auch ein Kulturgut.

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Stones im Rathaus

„The times, they are changing“, sang einst und singt heute immer noch Bob Dylan. „Alles fließt“, wussten schon die alten Griechen. „Wir unterliegen einem raschen soziokulturellen Wandel, die Strukturen unserer Gesellschaft und die Psychologie der Menschen ändern sich“, sagen die Soziologen, zum Beispiel im Sinus-Institut –   sinus-institut

Einige Beobachtungen aus dem Alltagsleben bestätigen den Wandel. Bei allen sozialen Mängeln und Schieflagen in unserer Gesellschaft gibt es aus meiner Sicht diese positive Entwicklung. Bei Ausflügen ebenso zu beobachten wir am eigenen  Ort. Die Gesellschaft wird offener, vielseitiger, bunter, weniger festgelegt oder programmiert:  Bei einem Konzert mit der französischen Sängerin ZAZ feiern kürzlich zwölfjährige Kinder, Studenten, ganze Familien und Pensionäre gemeinsam ein Fest der guten Laune. Bei einem Bundesligaspiel wird der Alltag und die  Herkunft gleich ausgeklammert und es zählt nur noch der eigene Verein. Und beim Stadtschützenfest rocken nach Mitternacht  Best-Ager ab. Im Stadtrat sitzen auch Niederländer und weitere Beispiele auch für den Wandel des heimeligen, aber langweiligen Beamtenstädtchens zum lebendigen Ort der Vielfalt lassen sich schnell finden.

Und einen fast unglaublichen Beleg für den Wandel am Ort finden wir ausgerechnet im………WC des museumsreifen Bentheimer Rathauses:

Früher unvorstellbar, jetzt Realität:  Der Hirsch röhrt im Ratssaal, die Stones erfreuen am stillen Örtchen. „Winds of Change“ in Bentheim.

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Dauerthema für alle Bentheimer: Seniorengerechtes Wohnen

Älter werden in Bad Bentheim war bereits am 23. Juli ein Thema im Bentheim-Blog. Es wird darüber hinaus ein Thema bleiben, mit dem wir uns auf verschiedenen Ebenen beschäftigen müssen. Ganz aktuell legt nun die Bertelsmann – Stiftung eine neue, detailierte Bevölkerungsvorausberechnung bis 2030  auch für Bad Bentheim vor: wegweiser-kommune.de

Vorausgesagt wird unter anderem ein Anstieg des Durchschnittalters in unserer Stadt von jetzt 44,9 Jahren auf 50,6 Jahren. Eine weitere interessante Zahl:  Der absolute Anteil der ab 80-Jährigen steigt von 840 auf 1370.

Die Ergebnisse verdeutlichen aus meiner Sicht einmal mehr die Herausforderungen auf allen Politikfeldern und darüber hinaus. Und zwar konkret für unsere Stadt. Soziale Aspekte müssen ebenso beachtet werden wie finanzielle Gesichtspunkte.  Das Wohnen im Alter habe ich am 23. Juli angesprochen und dabei  den wegweisenden Bentheimer Familienbericht erwähnt. Diesen kann man auf der Homepage der Stadt nachlesen. Und in diesem Bereich, dem Wohnen im Alter, gibt es Neuigkeiten. Beim „Tag der offenen Baustelle“ konnte kürzlich die neue Wohnanlage mit integriertem Ärztehaus im ehemaligen Finanzamt besichtigt werden. Wie nahe Investoren und Betreiber am Bedarf planen, zeigte sich am starken Publikumsandrang

Schon um halb drei nutzten sehr viele Einwohner die Gelegenheit  zur Besichtigung.

Übrigens: Ein ärgerlicher Leerstand wird beendet und das Wohnumfeld und Stadtbild profitiert von der Sanierung und neuen Nutzung.

Auch die beiden weiteren Wohnhäuser in diesem Bereich stehen vor der Fertigstellung. Wir können uns also über neuen, innenstadtnahen Wohnraum freuen, der auch für Senioren attraktiv und offensichtlich bezahlbar  ist. Und das gilt für die verschiedenen Ansprüche vom selbstständigen Wohnen im Alter über betreutes Wohnen bis hin zur Pflegeeinrichtung.

Über den letztgenannten Bereich heißt es im „4. Pflegebericht 2009/2010″  des Landkreises:“….Für die Zukunft bedeutet dies, dass sich in Bad Bentheim ein erhebliches Überangebot an Pflegeplätzen entwickeln wird. Als Folge ist mit Auslastungsproblemen und damit verbundenen  Schwierigleiten beim wirtschaftlichen Betrieb der bestehenden Einrichtungen zu rechnen.“

Also kein weiterer Bedarf in dieser Beziehung!? Oder sorgt auch hier das Angebot für stärkere Nachfrage? Wie gesagt:  Seniorengerechtes Wohnen muss Thema bleiben!

Und auch die Gehwegsanierung zur Innenstadt muss weiter angegangen werden, damit Senioren und Menschen mit Gehbehinderungen problemloser den Stadtbereich erreichen können. Nicht nur zum  Einkaufen.

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Keine Angst, Herr Ballack!

Michael Ballack hätte sich nicht fürchten müssen! Am Samstagabend lief er im Heimspiel gegen den HSV mit einer Schutzmaske auf, spielte eine ausgezeichnete Partie und verließ nach 90 Spielminuten das schnuckelige Stadion leicht grollend, aber gesund. Hier sehen wir den maskierten MB in einer Spielszene:

Es hätte auch anders kommen können. Die körperliche Unversehrtheit der Bayerelf stand auf dem Spiel. Doch der Sicherheitsdienst am Stadion war auf Zack und fand bei der Eingangskontrolle mit Leibesvisitation der HSV – Fans tatsächlich ein mutmaßliches Wurfgeschoss, das dem Capitano a.D. oder einem seiner Werkskollegen hätte gefährlich werden können. Aus den Tiefen des Anoraks eines elfjährigen Mädchens aus Bad Bentheim förderten die freundlichen Sicherheitsfrauen ans  Tageslicht:

eine Kastanie (hier ein Duplikat), braun, glänzend und ein Erinnerungsstück an einen Herbstspaziergang auf dem Gildehauser Mühlenberg.  Hätte dieses Geschoss den Weg auf das Spielfeld gefunden…kaum auszudenken…da hätte kein Aspirin geholfen (um noch ein Klischee zu bedienen).

Dabei weiß doch jeder deutsche Fußballfan mit funktionierendem Gedächnis: wir HSV – Fans werfen doch nicht einmal (mehr) mit

Papierkugeln (hier eine nachgestellte Szene) um uns 😦

Ironie der natürlich wahren Geschichte: Die Kastanie wurde eingezogen und landete in der Tonne.  In beiden Fanblöcken wurde jedoch kurze Zeit später Pyrotechnik beziehungsweise Bengalos gezündet:

Nachtrag: Obwohl persönlich ein großer Anhänger von Traditionsvereinen mit Mitgliederrechten und der 50 + 1 – Regelung möchte ich feststellen, dass es Bayer 04 gelungen ist, ein sympatisches, sicheres und fanfreundliches Umfeld zu schaffen. Die Besichtigungen mit Kinder- und Jugendgruppen und auch der Aufenthalt als Anhänger des  Gastvereins ist in diesem Umfeld ein Vergnügen. Gerne immer wieder!

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Der Kreistag tagt

Gestern tagte erstmals  nach den Wahlen im September der neue Kreistag. Die konstituierende Sitzung mit vielen Regularien, Wahlen,  Ausschussbesetzungen, Benennungen für Gremien in vielen Einrichtungen und mit Ehrungen dauerte fast fünf, mit vorheriger Fraktionssitzung und Andacht weit über sieben Stunden. Die Dauer ist geschenkt, ist demokratischen Regeln geschuldet, die glücklicherweise   unser Leben mitbestimmen.

Es wurde gestern sehr deutlich, dass es im Kreistag bald zur Sache gehen wird. Die Lage und Zukunft des Klinikums und der Themenbereich Abfallwirtschaft werden ab sofort im Mittelpunkt der Diskussionen auf dieser Ebene stehen. Und das kann aus meiner Sicht nur begrüßt werden, weil es hier um die Zukunft zweier Bereiche geht, die für die Einwohner des Landkreises von hoher Bedeutung sind. Ein gut funktionierendes, zuverlässiges, allseits anerkanntes, Vertrauen genießendes und wirtschaftlich gesundes Klinikum ist wichtig für unseren Lebensstandard in der Grafschaft. Das Ringen um die besten Lösungen muss gute Ergebnisse bringen.  Und auch die Abfallwirtschaft berührt die Interessen der Einwohner. Und zwar nicht nur mit Blick auf die Gebühren für die Haushalte, sondern unter anderem auch in Hinsicht auf Umweltaspekte. Spannende Themen!

Zukünftig werde ich neben meiner Mitgliedschaft in der Fraktion  unter anderem im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus und  im Kulturausschuss Schwerpunkte meiner Arbeit im Kreistag haben. Im Bentheim-Blog werde ich jedoch zu allen Themen, die mich als Kreistagsmitglied beschäftigen, schreiben und diskutieren.

Bemerkenswert in der ersten Kreistagssitzung war für mich die Gruppenbildung von „Pro Grafschaft“ und den „Linken“. Frei nach einem bekannten Filmtitel kommentiere ich: „Eine verhängnissvolle  Affäre“. Für wen wohl?

Gerne gewählt habe ich gestern übrigens trotz anderer Parteizugehörigkeit den Bentheimer Heinrich von Brockhausen als neuen Kreistagsvorsitzenden. Und gerne gewählt habe ich als zweite Stellvertreterin des Landrats meine Parteifreundin Liesel Günther. Aber da fehlte dann leider  auf der anderen Seite des Tisches trotz aller anderslautender Bekenntnisse die Konsequenz. Die zweitgrößte Fraktion (also die SPD) an dieser Stelle einzubinden, zumal mit einer anerkannt befähigten Kandidatin, war dann doch eine Herausforderung, der man nicht gerecht werden konnte.

Themen aus dem Kreistag werden an dieser Stelle häufiger behandelt. Das gilt erst erst recht, wenn sie einen inhaltlichen Zusammenhang mit unserer Stadt haben.  Und für uns Bentheimer ist das doch fast immer der Fall. Soviel Selbstbewußtsein sollte schon sein!

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Indian Summer – Teil II

Den „Indian Summer“ können  können wir in diesen Tagen als „Indian Autumn“ genießen. Ein Flugticket nach Kanada oder in die USA ist nicht erforderlich, denn auch in den heimischen Laubwäldern oder  im Baumpark de Lutte (am 9. Oktober habe ich dazu geschrieben) erleben wir die Farbpracht. Oder vor der eigenen Haus- beziehungsweise Terrassentür:

Wer noch ein Plätzchen im Garten frei hat und sich für diesen Ahorn interessiert:

Acer palmatum “ Osakazuki“, wird bis 6 m hoch und hat einen Jahreszuwachs von ca. 15 cm.

Viel Spaß beim Sonntagsspaziergang!

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