Festival 1974

Am 10. Juli habe ich in diesem Blog unter dem Titel „Atlantis in Bentheim“ eine kleine Serie mit Berichten zur Bentheimer Festivalgeschichte gestartet. Die Resonanz war ermutigend. Viele Leute, darunter etliche alte Bekannte und Freunde, zeigten großes Interesse am nostalagischem Rückblick. Und wie versprochen folgt jetzt endlich ein Beitrag zum Bentheimer Festival 1974.

Zunächst mal wieder eine kleine geschichtliche Einordnung. Was passierte 1974 in der Grafschaft?  Im Nordhorner Capitol läuft  am 8.8.1974 „Ob Dirndl oder Lederhos-gejodelt wird ganz wild drauf los“. Außerdem gibt es in Nordhorn Sorgen um den Abbruch des Jugendzentrums. In Bentheim wird das „Kur- und Erholungszentrum Funkenkamp“ der  Öffentlichkeit übergeben (heute einfach Schloßpark genannt). Und die „Palette“ (ein Getränkefachmarkt/wer erinnert sich noch?)  hat eine tolle  Marketingstrategie entwickelt und wirbt in den GN:  „Sonderangebot – 1 Kiste Union Siegel Pils + 1 Liter Schierhölter Korn – DM 19,50“. Ungelogen: 1 Liter, das Siegel-Pils will schließlich runtergespült werden!! (der Verfasser).

Das Festival 1973 auf der Freilichtbühne mit Altlantis und Earth & Fire war mit 2500 Besuchern ein guter Publikumserfolg. 1974 unterstützte  auch die Stadt Bad Bentheim die Neuauflage. Die Stadt trug das finanzielle Risiko für das „Open-Air-Festival“ auf der Bühne, das dann als Veranstaltung im Rahmen der  Deutsch-Niederländischen Kulturtage angekündigt wurde. Partner der Stadt war wieder der Stadtjugendring mit Helga Großkopf an der Spitze. Und die Freilichtbühne war ebenso beteiligt wie 30 jugendliche Ordner des Jugendrings. 2000 Besucher wurden erwartet und Radio Hilversum, der NDR und das Fernsehen des WDR zeigten sich interessiert. Investiert wurden „8000 Mark zuzüglich Werbungskosten“, schrieben die GN einige Tage vor dem Festival.

Erste Panne vor der Veranstaltung: „Triumvirat“, eine  hoch gehandelte Band,  sagte kurzfristig ab und musste durch „Stormy Monday“ aus Mönchengladbach ersetzt werden. Top-Act war „Birth Control“. Dazu kamen  „Alquin“ aus den Niederlanden (Deutsch-Niederländische Kulturtage) und „Preludium“. Hier das Plakat zum Festival 1974 mit einigen weiteren Detailinfos:

Peter Roeder begann seinen Festivalbericht am 9. September mit dem Satz „Wie sehr eine Überdachung der Zuschauerränge auf der Freilichtbühne fehlt, trat am Sonnabend beim Open-Air-Festival deutlich zutage: Insgesamt etwa 800 überwiegend jugendliche Musikliebhaber verbrachten bei hartem Rock und teilweise strömenden Regen einen stürmischen Abend.“  Wieder einmal stand unser Nordatlantiklima  einem rauschendem Festivalerlebnis im Wege. 1977 sollte es ähnlich sein, aber davon wird erst in einigen Wochen hier im Bentheim-Blog die Rede sein. Die Veranstaltung wurde jedenfalls zum Zusatzgeschäft für die Stadt. Der Stadtjugendring ging leer aus und es sollte für lange Jahre die letzte Open-Air-Veranstaltung des Stadtjugendrings sein.

Tatsächlich kann ich mich noch an „Stormy Monday“ erinnern, die Blues-Rock spielten und nach meinem Empfinden gar nicht mal  schlecht. Die GN schrieb:“ Die Band spielte lustlos. Auch die Mick-Jagger Masche des französischen Sängers Eric Bourgeois blieb farblos.“ Dafür bewies der Sänger Humor bei der Wahl seines Künstlernamens, finde ich.  Gelobt wurde in der Zeitung der Auftritt der Nordhorner Band „Preludium“. Ich kann mich nicht mehr erinnern und das lag nicht am „braunen Gerstensaft, der kistenweise auf die Freilichtbühne geschleppt wurde“ (GN vom 9.9.74).  Vielleicht können Leser dieses Blogs etwas zu Preludium berichten?

Top-Act war „Birth Control“.  Die Band trat erstmals 1968  in Erscheinung, und zwar mit dem Gründungsmitglied Hugo Egon Balder (späterer Moderator der Sendung mit den Länderpunkten und heutiger Gastronom in Hamburg, Zwick). Bereits 1969 übernahm Bernd „Nossi“ Noske den Platz am Schlagzeug, den er bis heute hält (dazu später). „Birth Control“ war schon zu jener Zeit bekannt für Rock ohne viel Schnörkel und für hervorragende Live-Qualitäten. Neben Noske waren unter anderem Bruno Frenzel an der Gitarre/Gesang und Bernd Held   an der Orgel/Gesang  dafür verantwortlich. Bekanntester Song war und ist „Gamma Ray“,  ein 20 – Minuten Stück, das auch auf der 74er Live-LP zu hören ist. In meinem Regal fand ich es eben zwischen den Beatles und den Beach Boys. Na ja, und trotzdem, das Zitat auf dem ansonsten immer noch geschmacklosen Cover trifft es: „Man sollte sie Rockarbeiter nennen“. Besonders auf Nossi Noske traf dies zu. Sein Solo auf Gamma Ray war und ist für mich immer noch ein Highlight des Deutsch-Rock jener Jahre.

Peter Roeder schrieb in den GN: „Die Zuschauer waren begeistert und tanzten plötzlich auf den Bänken…..Die Besucher erklatschten sich drei Zugaben.“   So habe ich es auch in bester Erinnerung. Ich gehörte zu denen , die bei Birth Control „in der Ecke stehend den Kopf auf und ab werfen“ („Record Mirror“  laut “ Rock in Deutschland“/Taurus 1975).  Nur mittendrin wars…

„Alquin“ war der holländischen Beitrag zum Festival im Rahmen der Deutsch-Niederländischen Kulturtage. Nachdem 1973 „Earth & Fire“ auf der Bühne dabei waren, sorgten jetzt „Alquin“ für Musik außerhalb des damaligen Rock-Mainstreams und „veranlaßten die Besucher zuzuhören. Die Kombination der Musikinstrumente (unter anderem Saxophon, Violine) wurde zuerst belächelt, dann jedoch mit starkem Beifall belohnt „, schrieben die GN.

Ein schönes Festival war es damals, trotz des Regens. Ein außergewöhnliches Ereignis in der ansonsten verschlafenen Kleinstadt, die jetzt  schon eine kleine Festivaltradition vorzuweisen hatte. Ein Highlight war es damals und eine schöne Erinnerung ist es  heute. Und ein bischen geprägt haben diese Events auch. Den Musikgeschmack und mehr noch das Lebensgefühl.

Nachtrag: Im letzten Jahr war ich in der Nordhorner Alten Weberei zugegen bei einem Doppelkonzert der Bands „Guru Guru“ (auf die Gurus komme ich in einigen Wochen bei meinem Bericht zum Festival 1977 zurück) und „Birth Control“. Und was „Birth Control“ zu bieten hatte, war aller Ehren wert. Mit einem Nossi Noske am Schlagzeug und  einigen  jüngeren  Musikern konnte die Band  begeistern.  „Gamma Ray“ erweist sich immer noch (mit einem fulminanten Schlagzeugsolo) als Renner des Konzerts. Respekt! Es lohnt sich, mal rein zu hören in eine der über 25 LP`s und CD`s  der Band oder auch einmal ein Konzert zu besuchen (nächste Woche in Lengerich/Info auf der Homepage), denn BC  ist immer noch agil. Und das ist auch gut so! Informieren kann man sich unter  birth-control.de      Viel Spaß dabei!

Über Kommentare und eigene Erinnerungen, Meinungen und Hinweise würde ich mich sehr freuen. Und die Leser wahrscheinlich ebenso. Danke dafür.

In einigen Wochen werde ich in meinem Blog über das Festival 1977 an der Freilichtbühne schreiben. Vorher gibts mal wieder eine kleine Preisfrage zu diesem Ereignis. Reingucken lohnt sich also.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

Bentheim hat gewählt

Bentheim hat gefeiert. Reichlich sogar in den letzten Tagen und Wochen. Und Bentheim hat gewählt, dabei jedoch leider weniger Begeisterung gezeigt.  Nur 51,34 % der Wählerinnen und Wähler haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das ist enttäuschend, weil es Desinteresse an Dingen zeigt, die in unserem unmittelbaren Wohnumfeld von Bedeutung sind. Es ist wohl auch ein Misstrauensbeweis gegenüber Politik allgemein und Ausdruck von Politikverdrossenheit.  Schade ist es, weil die Wähler eine der Möglichkeiten zur Einflussnahme nicht nutzen. Und es ist  eine wachsende Hypothek für die Gewählten, deren Entscheidungen die breitere Verankerung in der Bürgerschaft fehlt. Transparenz der Politik am Ort  und weitgehende Bürgerbeteiligung bleiben Daueraufgaben, um künftig wieder mehr Bürger mobilisieren zu können. Und auf die jungen Leute wird man dabei besonders achten müssen.

Meine Prognose war noch am Sonntag um 18 Uhr unspektakulär. Es bleibt im Stadtrat, wie es ist, habe ich gesagt und damit die Sitzverteilung im Rat mit 14 (CDU), 13 (SPD), 2 (Grüne), 1 (FDP) + Bürgermeister (SPD) gemeint. Ganz am Ende des Wahlabends kam es dann doch noch anders und die Grünen konnten einen Sitz zu Ungunsten der SPD hinzugewinnen. Das ist nach meiner Einschätzung und ausführlicher Auswertung der Wahlkreisergebnisse dem Bundestrend entsprechend passiert und wäre vor einigen Monaten noch deutlicher geworden. Entgegen dem Bundestrend hat die SPD in Bad Bentheim fast 40 % der Wählerstimmen erringen können und das ist dann auch wieder nicht schlecht.

Jetzt kann wieder an den wichtigen Themen für unsere Stadt gearbeitet werden: Investitionen in Bildung, für Familien und die weitere Stadtentwicklung stehen ganz oben auf der Liste. Und dabei gilt es, die Finanzen stets  im Blick zu haben.  Erfreulich beim Wahlergebnis ist übrigens die Tatsache, das viele neue Ratsfrauen und Ratsherren hoffentlich  mit neuen Ideen und Schwung zu guten Resultaten beitragen werden.  Und es gilt, wie bereits beschrieben, die Einwohner der Stadt  einzubinden.

Persönlich möchte ich mich auch auf diesem Weg bei den Menschen bedanken, die mir mit ihrer Stimmabgabe  das Vertrauen geschenkt haben. Herzlichen Dank!

Mit meinen sehr  guten Wahlergebnissen im Rücken will ich mich  im Stadtrat und im Kreistag engagieren. Für Hinweise, Hilfen und Unterstützung, für  Wünsche, für Meinungsäußerungen  und auch Kritik bin ich offen.

In diesem Blog werde ich neben kulturellen, sportlichen und anderen Themen auch immer wieder das politische Geschehen aufgreifen. Über Leser und deren Meinungen freue ich mich. Und das versteht sich dann auch, allerdings nicht nur, als Beitrag gegen Politikverdrossenheit.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

Ein Anlass zu großer Freude

„Ich wünsche ein großes Klassenzimmer für uns“, „Ich wünsche saubere Toiletten für uns“, „Ich wünsche einen tollen Schulhof mit Klettergerüsten wie am Gymnasium für uns“. Das sind einige der Wünsche Bentheimer Grundschüler, die sie heute im Namen ihrer Klassen bei der offiziellen Grundsteinlegung vortragen konnten.

Es gibt in diesen Tagen viel zu feiern in unserer Stadt, egal ob Schützenfest oder private Feiern dafür verantwortlich sind. Die Grundsteinlegung am Neubau in der Brennereistraße ist ein weiterer Anlass zur Freude, besonders für alle Kinder und Eltern.

Die Kinder erhalten endlich eine moderne Grundschule und die Lehrer damit beste Voraussetzungen für ihre Arbeit. Optimalere  Bildungschancen für unsere Kinder also,  und das wünschen wir uns doch alle.

Die Entscheidungen im Stadtrat, die übrigens nicht immer eindeutig ausfielen, erweisen sich als richtig. Schließlich wäre  eine zeitgemäße Sanierung der alten Schule in der Marktstraße ebenso teuer gewesen wie der Neubau. Der Einsatz aller Beteiligten lohnt sich, das wird aus meiner Sicht schon jetzt deutlich.

Und so präsentiert sich die Baustelle am heutigen Tage. Es wird schnell voran gehen und es wird – um im Bilde dieser Tage zu bleiben – Freude machen, den Baufortschritt im Auge zu behalten.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

50 Dinge, die ein Bentheimer einmal getan haben könnte

Am 31. August habe ich eine kleine Serie unter dem Titel „50 Dinge, die ein Bentheimer einmal getan haben könnte“ gestartet. Hier kommt nun Teil II:

7. Sonntag zur Wahl gehen

Sonntag wird ein neuer Landrat (oder eine Landrätin), ein neuer Kreistag und ein neuer Stadtrat gewählt. Der Verfasser dieses Blogs wirbt um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in Bentheim und kandidiert erneut für den Stadtrat und den Kreistag. Die Fortsetzung der engagierten Arbeit für unsere Stadt wird ebenso zugesichert wie ein stets offenes Ohr für Anliegen aus der Einwohnerschaft.

„Nur wer wählt, darf nachher meckern“ war heute die Überschrift eines Leserbriefes in den GN. Es bleibt zu hoffen, das viele Wahlberechtigte sich diese Aufforderung zu Herzen nehmen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen und sich auch sonst wo immer sie es für richtig halten einmischen.

8. Mal wieder ins Sandsteinmuseum gehen

Zur Zeit gibt es dort neben der Dauerausstellung „Sandstein“ eine Sonderausstellung zum Stadtschützenfest, genauer zur Geschichte des Bentheimer Schützenfestes  zu sehen. Informativ, unterhaltsam und nebenbei unterstützt man mit seinem Besuch noch das gute Museumsangebot in der Funkenstiege.

9. Schützenfest feiern und sich dabei gesund ernähren

Umzüge durch die Stadt, Tanz, Unterhaltung und der Genuss diverser  Getränke in Zelt und Sektbar erfordern in diesen Tagen eine zielgerichtete Nahrungsaufnahme unter Berücksichtigung des aktuellen Bedarfs  an Salzen und Fetten.  Für meinen Favoriten in der Schloßstraße mache ich gerne etwas Werbung.

10. Sonntag die Kinder in der Bücherei anmelden

Die öffentlichen Bibliotheken  in Bentheim und Gildehaus  sind ein tolles Angebot für Leseratten, das übrigens ehrenamtlich geleistet wird.  Sonntag früh besteht in Bentheim wieder die Chance fürs Ausleihen.

11. Die Konferenz

Samstag rollt der Ball wieder in der Liga. Richtig Spaß machen kann die Konferenz in großer Runde, zum Beispiel in dieser bekannten Bentheimer Lokalität.

Teil III der „50 Dinge…“ folgt demnächst. Über Vorschläge per E-Mail oder Kommentarfunktion freut sich der Verfasser.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

Bentheim feiert – und wie!

(Fast)  ganz Bentheim ist in Feierlaune! Und wieder einmal war der Montag ein Höhepunkt der Festwoche beim Stadtschützenfest.

Gut gelaunt ging es um 8.00 Uhr für die Lötkenträger zum Bad.

Bereits zu früher Stunde war die Anteilnahme der Bevölkerung groß. Das galt dann um so mehr beim Bunten Zug durch die Stadt in den Nachmittagsstunden.

Der Königsball im Festzelt dürfte alle Erwartungen an einen  feierlichen Ball erfüllt haben. Das Zelt in Bentheimer Farben prächtig geschmückt und proppevoll mit gut gelaunten Bentheimern. Und die  Band verstand es hervorragend, jedem Musikgeschmack   gerecht zu werden. Da begann dann schon einmal ein Set mit einem Tango und endete mit einem Stonessong. Das war gekonnt und eine ständig so gut gefüllte Tanzfläche habe ich selten erlebt. Bis weit in den Dienstag hinein wurde gefeiert…

Zeit zum Ausruhen gibt es nun bis zum Königsbier für die Lötkenträger am Donnerstag. Um diesen Herrenabend herum gibt es ja die ein oder andere Anekdote. So sollen sich schon häufiger Frauen mit allerlei List und Raffinesse Kenntnis vom Treiben der ausgelassenen Männerschar beim Herrenabend verschafft haben. Ob sich der Aufwand lohnt, will ich hier nicht verraten.  Aber einen Einblick in die ansonsten im verborgenen liegende Männerwelt an diesem Abend vermittelt ein indiskreter Blick aus luftiger Höhe in den speziellen Herrenbereich, der sich mit vorrückender Stunde immer größer werdender Beliebtheit erfreut:

Und um hier noch ein Geheimnis zu lüften: auf Augenhöhe findet sich an jedem dieser benutzerfreundlichen, hochmodernen und  aus den Niederlanden stammenden Urinale  eine Halterung fürs Bierglas. Wenn das kein Service ist!

Das Foto entstand beim Familientag am Sonntag von der neuen Drehleiter unserer Feuerwehr aus. Danke an die Feuerwehr für diesen Einsatz, an dem besonders die Kinder viel Spaß hatten und danke an Berthold, der uns seine Kamera für dieses schöne Motiv überließ.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

Der Countdown läuft

Eine der jüngsten Bentheimer Bogengemeinschaften hat es geschafft. Der erste Bogen in der Rosa-Luxemburg-Straße  ist pünktlich zum Stadtschützenfest fertig geworden. Als Motiv entschied man sich für die sogenannte „Tittenpyramide“. Das Original fand erst kürzlich wieder seinen Platz als Teil eines Forstparks am Badweg zwischen Bahnhof Nord und dem Bad. Und so präsentiert sich  der Nachbau am Wendehammer der Rosa-Luxemburg-Straße:

Eine ausführliche Erläuterung zur jungen Geschichte der Bogengemeinschaft und zur Historie der „Tittenpyramide“  finden Besucher an der Gemeinschaftshütte im Wendehammer.

Allen Bentheimern viel Spaß beim Start ins Schützenfest!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

50 Dinge, die ein Bentheimer einmal getan haben könnte

„Es lebt sich gut in Bad Bentheim“, sagen (nicht nur) die Bentheimer. Und jeder Bentheimer hat seine guten Gründe für dieses Bekenntnis. Der Autor dieses Blogs selbstverständlich ebenfalls.

Für Alteingesessene und Neubürger gleichermaßen habe ich nach bekannten Vorbildern („1000 Orte, die man gesehen haben sollte“, „100 Meisterwerke“ und so weiter) eine individuelle Liste mit „50 Dingen,die ein Bentheimer einmal getan haben könnte“  zusammengestellt. Natürlich mit einem Augenzwinkern, aber auch mit durchaus ernst gemeinten Tipps und Links.

Weitere Vorschläge der inzwischen zahlreichen Leserinnen und Leser dieses Blogs sind übrigens herzlich willkommen. Bitte die Kommentarfunktion nutzen oder per E-Mail Kontakt aufnehmen.

Heute geht es los mit sechs  Themen; die Serie wird dann in den nächsten Tagen und Wochen fortgesetzt:

1. Einmal vom Dreier springen

Jede Bentheimerin und jeder Bentheimer sollte  mal vom Dreier in unserem Naturfreibad gesprungen sein. Noch ist das Bad mit dem Sprungturm aus Bentheimer Sandstein geöffnet.

Achtung: je nach Körpergrößen sprechen wir von einer persönlich wahrgenommenen Sprunghöhe von 4, 70 bis 4,90 m. Nur Mut!

www.badepark-bentheim.de

2. Eis essen auf dem Pariser Platz

Ein leckeres Eis auf dem Marktplatz bei Due Mila erstehen, an Ort und Stelle schlecken und sich auf die Neugestaltung des Platzes freuen. Ein doppelter Genuss, denn bald wird sich endlich etwas zum Guten tun auf diesem Platz.

3. Schützenfest feiern

Dazu gehört unbedingt, zusammen mit den Nachbarn in einer Bogengemeinschaft  eine schöne Zeit zu verbringen. Übrigens: die teilweise sehr schönen Internetseiten der Bentheimer Bogengemeinschaften lassen sich leicht mit Google und auch hier  finden:

www.bg-dichterviertel.de

4. Brombeeren pflücken

Jetzt im Spätsommer findet man noch reife Brombeeren, die prima zu Gelee verarbeitet werden können. Tipps für die besten Plätze? Wird nicht verraten, suchen macht auch den Kleinen  Spaß und lohnt sich!

www.chefkoch.de/rezepte/

5. Karten für die Kulisse besorgen

Morgen ist Vorverkaufsbeginn für die neue Spielzeit der Kulisse mit dem Stück „Die Nervensäge“. Den Vorverkaufsbeginn sollte man nicht verpassen, sonst guckt man in die Röhre statt sich in unserem kleinen Theater köstlich zu amüsieren.

www.badbentheimerkulisse.de

 

 

 

 

 

6. Mal wieder klettern

Mit den Kindern mal wieder klettern gehen, „in den Bergen“ oder an der Freilichtbühne. Heimatkunde mit Erlebnischarakter.

Vor allen Dingen macht es Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Endspurt für die Bogengemeinschaften

Das Schützenfestfieber in Bentheim steigt und die Aktivitäten der Bogengemeinschaften werden im Stadtbild sichtbarer.  Nach Monaten der Vorbesprechungen, Planungen, Vorbereitungen und Arbeiten in den Nachbarschaften geht es jetzt auf die Zielgerade. Einen kleinen Eindruck vermitteln die brandaktuellen Fotos aus der Bogengemeinschaft Rosa-Luxemburg-Straße:

Es werden Pfähle gestrichen, Fähnchen und Tücher in Bentheimer Farben vorbereitet und -man erkennt es in Hintergrund und auf dem folgenden Foto-  Sturmschäden ausgebessert:

Sehr gefreut hat sich eine der jüngsten Bentheimer  Bogengemeinschaften  heute über den Besuch der Offiziere und besonders über  den netten und informativen Kontakt  bei dieser Visite. Und auf den Besuch unseres Bürgermeisters Volker Pannen (er besucht in diesen Tagen alle Bogengemeinschaften) am Freitag freuen wir uns in der Rosa-Luxemburg-Straße ebenso.

Da machen wir sogar ein Fass auf!

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

Feuerwerke

Ein Feuerwerk war wieder  Höhepunkt des gestrigen Lampionsfestes am Bade. Nachdem in den letzten Wochen das Veranstaltungsprogramm  in unserer Stadt für junge Leute (Stonerock-Festival) und für jung gebliebene Leute (Rock am Pool, Beatles-Coverband) so manches Highlight bot, wurden jetzt auch andere Bedürfnisse bedient. Für jeden Geschmack ist etwas dabei im Veranstaltungskalender und so sollte es auch sein, finde ich.  Am Bad finden sich auch immer sehr viele Gäste ein; gut für den Tourismusstandort Bad Bentheim. Und wenn demnächst beim Weinfest auf dem Herrenberg wieder kräftig geschunkelt wird, dann kann man sich mitfreuen über die allseits gute Laune. Vom alten Fritz war in der letzten  Woche in den Medien die Rede, er wurde umgebettet. Zu Lebzeiten prägte er den zutreffenden Satz „Jeder soll nach seiner Facon selig werden“. So isses!

Ein musikalisches  Feuerwerk erlebten  am Freitag   6500 Menschen, darunter zwei Bad Bentheimer, beim Open-Air in der Bonner Museumsmeile. Die französische Sängerin ZAZ begeisterte und bezauberte in einem vielumjubelten Konzert. Gypsy Jazz, Chanson, orientalische Einflüsse und Pop und Rock waren die Zutaten für ein unvergessliches Konzerterlebnis. „Piaf des Blues“  ist der Versuch einer Einordnung, trifft es aber nicht. Zu vieleitig, viel zu unverwechselbar  und eigen ist ZAZ.  Viele kennen  ihren bekanntesten Song „Je veux“, der an diesem Abend gleich zwei Mal gespielt wurde. Die Energie dieser Musik und die damit verbundene gute Laune wird in diesem Stück besonders deutlich, finde ich.

Das Publikum  war bunt wie die Musikmischung. Musikbegeisterte aller Generationen von der 12-Jährigen, Jugendliche bis zu ganzen Familien liessen sich in den Bann der Sängerin und ihrer ausgezeichneten Band ziehen.  Die nächsten Gelegenheiten, um in den Genuss eines ZAZ-Konzertes zu kommen sind am 31. August in Hamburg (Trabrennbahn Bahrenfeld) und am 5. November in Leverkusen.  Voraussetzungen für einen großen Konzertabend: Sinn für diese Musik und gute Laune. Französischkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich, denn ZAZ-Konzerte sind universell.  Vielleicht sieht man sich ja!?

Interessant auch unter anderem wegen der Musikeinspielung: www.zazofficial.com/de

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim

Auch das Stadtschützenfest rückt näher

Gesprächsthemen sind in diesen Tagen  je nach Interessenlage: das  Stadtschützenfest (Bögen, wer wird König?), die Kommunalwahlen (wer kandidiert für den Stadtrat?)  und …… natürlich  das Wetter (mies). Die tröstenden Worte „gut für den Garten“  erreichen mich inzwischen nicht mehr. Was zuviel ist,  ist zuviel! Hier ein Eindruck aus der Ochtruper Straße, aufgenommen heute morgen um 9 Uhr:

Die Vorbereitungen auf das Stadtschützenfest in Bentheim  laufen sichtbar auf Hochtouren. Die Konturen der Bögen werden deutlicher- Zunächst  standen in vielen Bogengemeinschaften an diesem Wochenende Grillfeste auf dem Programm. Die Bogengemeinschaft Rosa-Luxemburg-Straße (die Bogengemeinschaft mit dem modernsten Anschlagkasten- siehe Blog am  3. Juli )  traf sich in einer schön hergerichteten Doppelgarage. Alteingesessene Bogengemeinschaften verfügen bekanntlich über  wetterfeste Räume, die gerade in diesem Sommer nützlich sind.

Hier  einige aus meiner Sicht besonders gelungene Beispiele, ebenfalls heute früh im Regen aufgenommen. Zunächst die „bescheidene Hütte“ der Bogengemeinschaft Heimstätte (www.bg-heimstaette):

An der Ecke Stegehoek/Südstraße (www.laed.com/stegehoek) finden wir diese schöne Unterkunft:

Und die Bogengemeinschaft An der Müst trifft sich an traditioneller Stelle:

Auch der Wahlkampf  für  die Stadtrats- und Kreiswahlen nimmt allmählich Fahrt auf. Samstag Vormittag waren SPD und CDU mit Infoständen am K+K-Markt in der Südstraße vertreten. Es gab Prospekte, Kugelschreiber und Süßigkeiten für die morgendlichen Einkäufer, die durchweg freundlich auf das massive Auftreten der Kandidaten reagierten. Das wird hoffentlich so bleiben. Bei allem Verständnis für eine weit verbreitete Politikverdrossenheit bleibt es doch festzustellen, dass es bei den Kommunalwahlen um die Themen aus unserer nächsten Umgebung geht. Um den Grundschulbau, Kindergärten, Ausbesserungen der Straßen und Gehwege und ähnliche Themen, die uns direkt betreffen.

Infostände gehören nun einmal dazu. Sie verdeutlichen Standpunkte, machen die Kandidaten bekannt und sorgen für eine hoffentlich gute Wahlbeteiligung.

Sehr gefallen hat mir trotzdem die Aussage eine älteren Bürgerin: „…aber glaubt mal nicht, dass sich die Leute von einem Infostand in ihrem Urteil beeinflussen lassen“.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bad Bentheim