Archiv der Kategorie: Bad Bentheim

Jahresrückblick 2013 (Teil II): Abgeschlossene Baustellen

Auch in den Zeiten nach der Finanzkrise mit einem Einbruch der Gewerbesteuer von 9 Millionen € auf 900.000 €, auch nach dringend notwendigen Investitionen wie dem Neubau der Grundschule und nach der Kreditaufnahme für die Beteiligung an der neuen Gesellschaft zur Energieversorgung konnten eine Reihe von Baustellen geschlossen werden. Bentheim hat sich weiter entwickelt, allen gerechtfertigten Spargeboten zum Trotz. Fünf Beispiele: Innenstadtsanierung mit städtebaulichem Denkmalschutz, Kindertagesstätte und Dorfgemeinschaftshaus, mit der DRK-Baumaßnahme Ärztehaus, Renovierung Burggymnasium durch den Landkreis und dem Erhalt des Verkehrsknotenpunktes Bahnhof.  Nicht alle, aber zahlreiche  erfolgreich abgeschlossenen Projekte können sich Rat bzw. die Ratsmehrheit und Stadtverwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze auf die eigenen Fahnen schreiben. Aber der Reihe nach, startend mit dem Amtsgericht:

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Leuchtendes Positivbeispiel für die Innenstadtentwicklung ist die Sanierung und neue Nutzung des ehemaligen Amtsgerichts in der Schüttorfer Straße. Die ehemalige Ruine strahlt wieder. Sie strahlt hoffentlich weiter aus auf weitere Projekte in der Innenstadt, die dringend einer Sanierung bedürfen. Ohne Privatinitiative wird es nicht gehen. Möglich geworden ist dieses Projekt  nur durch die Städtebauförderung, die noch einge Jahre den Aufschwung unterstützen wird. Die Erweiterung des Sanierungsgebietes um den nördlichen Bereich die Bahnhofstraße hinunter bis zum Bahnhof  weckt Hoffnungen. Das Franziskushospital macht deutlich, dass es sich hier nicht um eine Eintagsfliege handelt. An wichtigen Stellen in der Stadt gibt es nun einmal Entwicklungen, an anderen Stellen warten wir auf neue Baustellen. Bauruinen, Leerstände von Geschäftsräumen und Sanierungsbedarf an einigen Innenstadtgebäuden sind augenfällig. Perfekt renoviert dagegen das Dorfgemeinschaftshaus Waldseite mit Kita Löwenzahn:

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Ebenfalls nur durch Fördermittel zur Dorferneuerung möglich wurde die dringend  notwendige Sanierung des Gebäudes, das jetzt auch energetisch in einem guten Zustand ist und im Betrieb den Haushalt der Stadt nicht mehr unangemessen belastet. Eine ganz andere Baustelle wurde jedoch ebenfalls mit der Sanierung geschlossen, nämlich mit der Sanierung der Kindertagesstätte und mit der neuen Trägerschaft durch die Lebenshilfe. Endlich zumindest ein Einstieg in die Trägervielfalt bei den Kindertagesstätten. Reformierte und katholische Kirchengemeinden als Träger und ganz besonders dessen Personal leisten seit vielen Jahren hervorragende pädagogische Arbeit. Ein kirchlich unabhängiger Träger in der Kita-Landschaft fehlte jedoch. Trägervielfalt ist nicht nur eine Forderung in der Sozialgesetzgebung, sondern stärkt  vielmehr auch die Wahlfreiheit der Eltern. Diese Baustelle in Waldseite ist geschlossen, eine weitere Großbaustelle im Kita-Bereich ist in Vorbereitung und wird im Teil III des Jahresrückblicks in der kommenden Woche näher betrachtet.

Das DRK und alle Beteiligten haben tolle Arbeit geleistet mit dem Neubau und dem Betrieb des neuen Ärztehauses an der L 39 / An der Diana. „Kurze Wege für kurze Beine“ ist ein bekanntes Gebot aus der Pädagogik für Kinder. Beim Ärztehaus heißt es in der Abwandlung: „Kurze Wege für müde und kranke Beine“.    Die Nähe zu Senioreneinrichtungen und die räumliche Nähe verschiedener Gesundheitsdienste stellen ein Konzept für die Zukunft dar. Auch, aber nicht nur für Menschen in einer älter werdenden Gesellschaft. Glückwunsch an alle Beteiligten und alle Einwohner, die die vielseitigen Angebote dort nutzen. Nur Rat und Verwaltung haben sich im Vorfeld wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, lagen teilweise  mit sachfremden Argumenten daneben und haben unnötigerweise Sand ins Getriebe geworfen. Glücklicherweise erfolglos! Heute ist es Schnee von gestern, vielleicht eine Warnung bei künftigen Projekten. Freuen wir uns über eines unserer  Gesundheitszentren.

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Der Landkreis hat über Jahre das Burggymnasium saniert. Das war ebenso erforderlich wie der Bau des Forums vor einigen Jahren und jetzt der Neubau der Sporthalle. Doch damit nicht genug: weitere Investitionen sind notwendig. Beispielsweise die Ausstattung mit neuen Medien wie Activeboards (6.500 €/Stck). Ganze 50.000 € sollen für die Ausstattung von 68 Schulen im Kreisgebiet ausreichen. Der Landkreis Emsland, ebenfalls mit CDU-Mehrheit, macht es vor: 500.000 € betrug dort das Finanzvolumen im vergangenen Jahr. Zündstoff für die Haushaltsberatungen im Kreistag. Dennoch: die Investitionen in das Burggymnasium haben sich gelohnt. Bildungsinvestitionen sind Daueraufgaben auch in der Kommune, da bleibt eine Dauerbaustelle.

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„Es fährt ein Zug nach Irgendwo“, nur nicht nach Bad Bentheim. Das war vor einem Jahr das Negativszenario für unsere Verkehrsanbindung. Eine Toplösung für die gesamte Region hat sich herauskristallisiert, nämlich die Nahverkehrsanbindung der Strecke Neuenhaus über Nordhorn nach Bentheim mit direkter Umstiegsmöglichkeit in Bentheim. Und: der neue ICx wird wie der IC  in Bentheim halten, der Bahnhof wird entsprechend aufgerüstet. Kurz: Nah- und Fernverkehr laufen hier ideal zusammen, Baustelle „Erhalt des Verkehrsknotenpunkts“ erfolgreich geschlossen. Es bleibt uns erspart, künftig nur noch den Rücklichtern nachsehen zu müssen.

P1000315Nächste Woche folgt Teil III mit einer kleinen Auswahl der künftigen Baustellen in der Stadt. Zunächst: „Frohe Weihnachten“ den zahlreichen Lesern meines Bentheim-Blogs!

 

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Jahresrückblick 2013 (Teil I): Aktuelle Baustellen

Das Motto meines lokalpolitischen Jahresrückblicks in drei Teilen sind „Baustellen“. Der selbstverständlich subjektive und nicht vollständige  Jahresrückblick 2013 startet heute mit Anmerkungen und Fotos vom Tage zu den aktuellen Baustellen in der Stadt: Soziokulturelles Zentrum, Sporthalle, Baugebiet, Einzelhandelszentrum, Ochtruper Straße. An den kommenden Sonntagen geht es dann weiter mit den abgeschlossenen Bauprojekten und den künftigen Baustellen. In allen Folgen geht es um genau fünf ausgewählte Projekte. Und mit „Baustellen“ sind nicht nur Gebäude- und Flächenentwicklungen gemeint, auch soziale und kulturelle Themen sollen  betrachtet und gewertet werden. Los geht es mit der Baustelle in der Kirchstraße:

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Vielleicht können zur Zeit nur die Aktiven der Kulisse, die Jugendlichen aus der Konzertinitiative, die Macher des Kulturforums und der Kindertheatertage und einige weitere involvierte Leute ermessen, welche Bedeutung das im Bau befindliche Soziokulturelle Zentrum für die Einwohnerschaft haben wird. Das kulturelle Leben in der Stadt dürfte erheblich lebendiger, vielseitiger werden. Die Rahmenbedingungen für Theater, Konzerte, Lesungen und sogenannte Kleinkunst werden erheblich verbessert. Ich erwarte mehr Veranstaltungen und mehr Zuspruch in attraktiveren Räumlichkeiten. Und ein weitere Aspekt ist zukunftsweisend: für die verschiedenen Ziel- und Altersgruppen gibt es neue Ansätze und Möglichkeiten, es ist ein generationsübergreifendes Konzept! Für eine Stadt in unserer Größenordnung alles andere als selbstverständlich.

Die neue Sporthalle am Burggymnasium steht im Rohbau. Für den Schul- und auch Vereinssport brechen nach der Schließung der Marktstraßenhalle und Sanierungsmaßnahmen an den Hallen am Schürkamp und in Gildehaus wieder bessere Zeiten an. Der Schulsport und somit unsere Kinder profitieren also nicht nur vom neuen Hallenbad im Badepark, sondern jetzt auch von einer neuen Halle. Kritisch sehe ich die Finanzierung des Bauherrn Landkreis mit einem PPP-Projekt, also mit privaten Partnern. Ob das auf lange Sicht wirklich günstiger für die öffentliche Hand, für uns alle also, wird?

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Das Einzelhandelszentrum „Schlossparkcenter“ an der L 39 bzw. Marktstraße wächst zur Zeit rasant. In Gesprächen und in Foren ist immer wieder die Rede von Konkurrenzsituationen mit dem Innenstadtbereich. Vergessen wird dabei, dass bereits in der Planungsphase einvernehmlich mit der Interessenvertretung der Innenstadtkaufleute (BBI) kooperiert wurde. Und natürlich werden die behördlichen Auflagen zu den genehmigten Verkaufsflächen und den anzusiedelnden Branchen im Einkaufscenter eingehalten. Um die aus der Innenstadt abwandernden Unternehmen und deren Geschäftsräume wird sich ebenfalls niemand sorgen müssen, denn die frei werdenden Geschäftsflächen werden rasch wieder belegt werden. Und einen Punkt sollten wir auch in Jahren nicht vergessen: eine neue und moderne Grundschule für viele Schülergenerationen konnten wir Bentheimer nur bauen, weil wir die Flächen für das Einkaufscenter gut verkaufen konnten. Also alles gut? Fast, denn eine vergleichsweise kleine Sorge bleibt bei mir  hinsichtlich der Gestaltung und des städtebaulichen Gesamtbildes am Rande des Schlossparks und der Allee Funkenstiege. Warten wir es ab,  Fortsetzung folgt.

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Die Ochtruper Straße als langjähriges Sorgenkind der Stadt erfährt erhebliche Aufwertung durch die noch laufende Renovierung des ehemaligen Franziskushospitals und der benachbarten Gebäude. Wenn dann auch noch die öffentlichen Flächen und insbesondere der Straßenraum neu gestaltet werden, wird ein wesentlicher Beitrag zur Innenentwicklung der Stadt und zum Wohnen im Zentrum geleistet. Möglich geworden nur durch die Förderung aus dem Städtebauförderprogramm und ein gewichtiges Argument gegenüber Stimmen, die die Ausweisung von Neubauflächen einseitig kritisieren und im gleichen Atemzug auf die fehlende Bestandspflege für das Wohnen im Zentrum verweisen. Im Gegensatz zur Vergangenheit sind solchen Projekte wie am Franziskushospital und am Amtsgericht durch das städtische  Engagement möglich geworden und weitere Initiativen werden folgen (müssen). Das Bauen von Einfamilien- und Reihenhäusern muss daneben gerade mit Blick auf junge Familien weiterhin möglich sein. Die Bautätigkeit an der Südstraße auf den Flächen der früheren Höfe Rolink und Bannecke verdeutlicht den Bedarf. Nur das Tempo und der Flächenbedarf im Außenbereich muss künftig differenzierter betrachtet werden .

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Und um sachliche und fundierte Betrachtung der gelungenen Projekte im ablaufenden Jahr werde ich mich auch am nächsten Wochenende bemühen. Unter anderem soll es ums Ärztehaus und um das historische Zentrum in Gildehaus gehen.

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Winterzauber wird sich etablieren

Der „Winterzauber“ auf der Burg hat tatsächlich das Potential für einen Publikumserfolg und dürfte im Wiederholungsfall zur Perle im Veranstaltungskalender der Stadt werden.

Nach dem guten Besuch am Vortag sind Burginnenhof und die Innenräume zum Beispiel in der Kronenburg und in der Katharinenkirche  das Ziel vieler Sonntagsausflügler und auch Bentheimer. Eine prima Wahl, wie die folgenden Aufnahmen von heute Mittag beweisen.

Und eine Extraerwähnung wert ist das  hervorragende Wildschweingulasch vom Ristorante Tonino sowie der Service des DRK-Ortsvereins  mit einem Bullitransfer  für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer.   Und wo gibt´s eigentlich sonst noch eine Mitmachaktion wie das Klettern am Pulverturm?

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Stürmischer Auftakt zum Winterzauber

Die Wetteraussichten für das Wochenende sind prima. Es soll trocken bleiben und sogar die Sonne soll sich zeigen. Ideale Bedingungen für den Besuch des ersten „Winterzaubers“ auf der Burg, den ich den Lesern  bestens empfehlen kann.

Im Burginnenhof und in vielen stilvollen Räumlichkeiten erwartet den Besucher weit mehr als das übliche Weihnachtsmarktangebot. Handwerkliches, Kulinarisches und Unterhaltung sind garantiert. Und die Küche kann zuhause kalt bleiben, denn die Angebote an Speisen sind verführerisch. Für die Kinder gibt es Mitmachaktionen. Und die größte Attraktion gibt den Rahmen: die Burg im funkelnden Lichterschmuck.

Viel Spaß beim Ausflug auf die Bentheimer Burg, man sieht sich!

Hier einige erste Impressionen:

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Ein Soziokulturelles Zentrum für die Bad Bentheimer

Heute war es endlich soweit. Der offizielle Startschuss für den Bau eines soziokulturellen Zentrums (Jugend- und Kulturzentrum), genauer Umbau zu einem solchen Zentrum wurde mit einer Bauschildenthüllung gefeiert. Lange Jahre sind ins Land gegangen seitdem die Kulisse einer deutliche Verbesserung des Saals in der Kirchstraße  und des Umfeldes angemahnt hat. Vor fast 15 Jahren wurden im Kulturausschuss Alternativpläne diskutiert, in denen die ehemalige Landwirtschaftliche Schule in der Schüttorfer Straße eine Rolle spielte und natürlich auch schon eine Exklusivnutzung des Gebäudes in der Kirchstraße. Die Dinge haben sich anders entwickelt und das ist gut so!

Einiges ist jetzt zusammen gekommen, damit die Optimallösung umgesetzt werden kann. Die Komplexität langfristiger Entscheidungsprozesse bei solchen Projekten wird deutlich, wenn einige der wesentlichen Bausteine aufgezählt werden: Zunächst mussten die bisherigen Mitnutzer des Gebäudes Kirchstraße 10 wie beispielsweise der Schützenverein Bauerschaft adäquat andernorts untergebracht werden. Dies konnte schließlich nur im Zusammenhang mit einer ebenfalls fälligen Umsiedlung der Kleintierzüchter aus der Funkenstiege realisiert werden. Eine geeignete Immobilie musste mit dem Gebäudekomplex in der Gutenbergstraße gefunden und ausgebaut werden. Auch für den Moscheeverein musste eine Alternative gefunden werden, die sich in der ehemaligen Johannesschule fand. Diese wiederum musste vorübergehend bis zur Auflösung im Schulgebäude Marktstraße untergebracht werden. Auch für das ehemalige Jugendhaus in der Franziskusstraße musste aufgrund des maroden Zustands und der immensen Unterhaltskosten nach einem neuen, besseren Standort gesucht werden. Es galt zudem, das alte Gebäude zu veräußern und vorher erst einmal die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Schließlich wurden diese Entwicklungen und Handlungsstränge zusammengeführt und die Idee eines Zentrums für die Jugend und für die Kultur entwickelt. Nachdem auch die Kirchengemeinde Zustimmung signalisierte, galt es eine Finanzierung für das ehrgeizige Projekt auf die Beine zu stellen. Mittel aus dem Stadtsanierungstopf und weitere Gelder aus speziellen Landesfonds, Kreis- und Sparkassenstiftungsmittel mussten eingeworben werden, um schließlich mit einer Bausumme von 1,5 Millionen Euro und einem Eigenanteil von nur 20 % das Projekt umzusetzen.

Unbestritten ist, das dieses Zentrum  etliche Mütter und Väter haben wird, gerade auch aus dem ehrenamtlichen Bereich. Aber wer glaubt, dieses Projekt wäre unter den beschriebenen komplizierten und für Außenstehende verwirrenden Umständen ohne  Führung durch den amtierenden Bürgermeister auf die Erfolgsschiene zu setzen gewesen, der irrt sich gewaltig. In 27 Wochen werden wir wählen und vorher an dieser Stelle noch viele weitere Gründe für eine kluge Wahlentscheidung  lesen können.

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Hurra, wir werden weltberühmt!

Okay, vielleicht nicht so ganz. Aber etwas Ruhm könnte dabei für uns auch herauskommen. Nämlich von der Verwandtschaft zu einem künftigen Weltkulturerbe.

Gemeint ist die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in Hamburg. Seit etlichen Jahren wird mit großem Aufwand an diesem Welterbeprojekt mit  universellem Wert gearbeitet. 2014 soll der Antrag dem Welterbekomitee vorgelegt werden. Und wenn es dann tatsächlich geklappt hat mit der Anerkennung, dann freuen wir uns nicht nur für Hamburg, denn bereits eine Nominierung ist mit handfesten Vorteilen für den Tourismus und damit für Arbeitsplätze verbunden. Auch für uns wird das ein Grund zur Freude sein.

Und damit kommen wir zu unseren Verwandtschaftsverhältnissen, die in der Arbeit des Baumeisters Fritz Höger (1877 – 1949) begründet sind. Der Baumeister und Architekt baute nicht nur das fantastische Bauwerk Chilehaus, das jetzt Teil des Weltkulturerbeantrags ist, in Form eines großen, steinernen Schiffes ganz in der Nähe der Speicherstadt und des historischen Hafens. Höger war auch verantwortlich für Bauten in zahlreichen anderen Städten, darunter Berlin, Meppen und…..Bentheim. Sein „norddeutscher Backsteinexpressionismus“ findet auch Ausdruck am Verwaltungsgebäude der Bentheimer Eisenbahn am Bahnhof sowie an unserem Rathaus in der Innenstadt. Beide Högerbauten mit den typischen Backsteinen und gedrehten Ziegeln können ihre Verwandschaft mit dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus wahrlich nicht verheimlichen. Die drei aktuellen Fotos zeigen, dass Höger tatsächlich seinen Stil durchzog, unverkennbar, unverwechselbar:

P1000059P1000192P1000191Was sollen wir  dann anfangen mit unserem  Ruhm als direkter Verwandter eines Weltkulturerbes? Sicher, das „Bentheimer Gold“ als hiesiger typischer Baustoff wird weiter im Vordergrund stehen. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, Högers expressionistischen Baustil mit gebrannten Backsteinen  stärker hervorzuheben. Dazu gehört es, das Bewusstsein zu schärfen für diese außergewöhnliche Architektur am Beispiel der beiden Bentheimer Gebäude in Verbindung mit dem Weltkulturerbe Kontorhausviertel und dem Werk Högers. Die Stadt Meppen macht es vor. Dort wird mit dem „sehr interessanten Högerhaus“ geworben. Das können wir besser machen mit guten Hinweistafeln (am BEB-Gebäude finden wir bereits etwas versteckt etwas zur Historie) am BEB-Gebäude und Rathaus, mit publizistischer Arbeit und Veröffentlichungen in Werbematerialien und Publikationen und bei thematisch entsprechend ausgerichteten Stadtführungen für ein interessiertes Publikum. Die Gebäude sind mit stadtbildprägende, bemerkenswerte und erhaltenswerte (!) Gebäude. Letztgenannter Punkt ist neben einer verbesserten Vermarktung der Architektur Högers in der Stadt Bad Bentheim eine weitere Verpflichtung an Rat und Verwaltung: beide Gebäude müssen erhalten werden! Die neue, langfristig geplante Nutzung durch die RWE ist dabei überaus hilfreich. Und um das Rathaus werden wir uns auch unten den in diesem Blog genannten Aspekten beschäftigen müssen.  Der guten  Verwandtschaft sei gedankt!

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Prominenz am Ort

Das war einmal eine Überraschung! Hoher Besuch im Niedersächsischen Hof heute Vormittag. Die SPD Bad Bentheim hatte zur Nominierung des Bürgermeisterkandidaten geladen und alle kamen. Bundestags- und Europaparlamentsabgeordnete ebenso wie unsere Rats- und Parteimitglieder und etliche Sympathisanten. Und plötzlich stand er am Rednerpult, begeisterte mit fundierten Kenntnissen und pointierten, meinungsstarken Statements. Eine höchst lebendige Mahnung an alle Politiker,  niemals das zu sagen, was sie wirklich meinen. Und eine Mahnung an uns alle,  genau hinzuhören und nicht auf Floskeln hereinzufallen. Auch leicht verschwommen einfach klasse:

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Ganz konkret geht es bei der Bürgermeisterwahl im Mai nächsten Jahres darum, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen: Die Stadt  nicht nur zu verwalten, sondern zu gestalten. Der Klimawechsel, der 2006 eingeleitet wurde und unsere Stadt aus der Lethargie geholt hat, soll nachhaltig sein. Und dafür braucht es weiterhin einen energischen und engagierten Bürgermeister Volker Pannen an der Spitze. Wer gute Gründe dafür hören möchte, wird sich auch in meinem Bentheim-Blog in den nächsten Monaten mit den lokalen Themen beschäftigen können. Es sind noch 28 Wochen bis zum Wahltag. Und im Bentheim-Blog wird es wöchentlich einen entsprechenden Beitrag geben. Auf Wiederlesen!

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„Still got the Rock“ – 40 Jahre nach dem ersten Bentheimer Open-Air

16. Juni 1973, Freilichtbühne Bentheim: Das erste Open-Air Festival in Bentheim begeistert  2000 Leute auf der Freilichtbühne. Top-Act: „Atlantis“ (Ex „Frumpy“) mit der Sängerin Inga Rumpf. Für mich ein prägendes Schlüsselerlebnis meiner frühen Jugend (ausführlicher Bericht hierzu: siehe 11. Juli 2011 hier im Blog). Um so größer die Freude über einen Zufallsfund in den Tiefen meiner Fotokisten. Die vier Aufnahmen zeigen Inga Rumpf an jenem lauen Sommerabend zusammen mit der Atlantisbesetzung Dieter Bornschlegel (git), Karl-Heinz Schott (bass), Ringo Funk (dr) und Jean-Jaques Kravetz (keyboards). Im Letztgenanntem hatte Inga Rumpf in jenen Jahren  bei den City Preachers, Frumpy und Atlantis einen kongeninalen Partner bei Studioaufnahmen und den damals üblichen 20 Liveauftritten im Monat. – Die Auftritte sind inzwischen seltener geworden, an Qualität haben sie keinesfalls verloren. Das ist jedenfalls mein Eindruck nach dem gestrigen Konzert Inga Rumpfs im neuen Jovel, Münster. Begleitet von KK`NZ (der BAP-Band) und wieder mit einem Ausnahmeinstrumentalisten (dem BAP-Gitarristen Helmut Krumminga) an ihrer Seite, standen auch die Frumpyklassiker „Indian Rope Man“, „How the Gypsie was born“ und „Mr. Bigshot“ (Atlantis) auf der Setlist. Still got the Rock!

Hier zunächst die vier Aufnahmen von 1973 und daran anschließend vier aktuelle Fotos vom 11. Oktober 2013 im Jovel:

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EILMELDUNG: Die Nerven liegen blank

Opfer einer Panik- und Angstattacke  kurz vor dem Wahltag wurde gestern ein liberaler Wahlhelfer an der Stellwand am Bentheimer DRK-Heim. Der Aufforderung seines Vorsitzenden zu einer massiven Zweitstimmenkampagne kam er mit 150 prozentigem Einsatz nach:

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„Don´t panic, Sonntag ist alles vorbei, und zwar so oder so“, möchte man dem Mann mit der Papierrolle und dem Kleistereimer da zurufen!

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Ein Super-Flohmarkt

Als weiteres Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt  erweist sich heute einmal mehr der Flohmarkt im Schloßpark. Bei idealem Flohmarktwetter schoben sich schon am frühen Vormittag Besuchermassen vorbei an den mehr oder wenigen originellen Flohmarktständen

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Der solide und souverän veranstaltete Flohmarkt ist zweifellos ein Gewinn für die Stadt, eine interessante Veranstaltung vor der Haustür und ein Tourismusmagnet. Gleichwohl könnten die positiven Effekte für Stadt und Einwohnerschaft noch größer sein, schließlich stellt besonders der Verkehr auch eine Belastung dar. Der Marktplatz, der Herrenberg und die Funkenstiege könnten mit entsprechenden Angeboten einbezogen werden und das müsste keinesfalls zwangsläufig ein Flohmarktangebot sein.  Mit frischen Ideen sollte da mittelfristig am Gesamtevent gearbeitet werden können. Warum Gutes nicht noch besser machen?

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