Archiv der Kategorie: Bad Bentheim

Atlantis in Bentheim

„Allein, allein“ war heute Nacht (fast) der Schlusspunkt eines tollen  Festivalwochenendes. War nett anzuhören mit einem kühlen Weißwein bei angenehmen Temperaturen  im heimischen Garten. Beeindruckt bin ich immer noch vom ehrenamtlichen Engagement der Konzertinitiative und des Jugendhauses. Das erinnert schon ein bisschen an die frühen Tagen der Bentheimer Festivalgeschichte und aus diesem Grund möchte ich heute eine kleine  Serie starten. Zurückblicken möchte ich auf die Festivals in den 1970er  Jahren auf und an der Freilichtbühne. Den Anfang macht das Festival 1973.

Eine kleine lokalhistorische, persönlich eingefärbte Einordnung zu Beginn. In meinem Kalender (Roter Kalender 1973) finden sich beispielsweise Einträge zu den Freilichtbühnenpremieren.   Am 3. März spielte Omega in Gildehaus und am 8. September die Backwater Bluesband im Nordhorner Jugendzentrum. Im lutherischen Gemeindehaus in der Schüttorfer Straße wurden Filme gezeigt (Beispiel: „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“). Dann wurde in Gildehaus das Jugendzentrum eröffnet. Die Band Molotow spielte am 11. November in Schüttorf. Wenn ich mich richtige erinnere, dann war das nachmittags im ev-reformierten Gemeindehaus. Und im Februar  finden sich erste Einträge zum heutigen Blogthema:  Treffen SJR im Kindergarten / Musikausschuss.

Im Stadtjugendring, dem Zusammenschluss Bentheimer Jugendverbände, wehte frischer Wind. Einige ältere Jugendliche im Vorstand des SJR hatten sich auf die Fahne geschrieben, die Jugendkultur am Ort anzukurbeln. Die Idee eines unabhängigen Jugendzentrums wurde diskutiert und mündete bald in die Gründung einer Jugendinitiative.  Und es wurden Veranstaltungen organisiert. Ich erinnere mich an ein Konzert mit einem australischen Folksänger, Brian Mooney oder ähnlich,  im altreformierten Gemeindehaus. Und es wurden Pläne für ein Open-Air geschmiedet. Treffpunkt war der alte Kindergarten in der Brennereistraße. Die Stadt stellte einige Räume für Treffen zur Verfügung und so kam der progressive und bewegte Teil der Bentheimer Jugend dort zu geselligen Runden Samstag abends zusammen. Kopf der Gruppe war nach meiner Erinnerung Helga Großkopf, die sich besonders für das Festival engagierte. Der Kontakt zu einem angeblichen „Manager“ aus Rheine, der über Beziehungen in die Musikszene verfügte und finanzielle Mittel einbrachte, erleichterte die Sache etwas. Und so tauchten dann irgendwann im Frühsommer die ersten Plakate  auf Verteilerkästen und den Bäumen in der Bahnhofstraße auf:

Für mich war es eine Riesensache, denn ich war wahrscheinlich der größte Fan der Gruppe Frumpy weit und breit.  „Frumpy Live“ und „By the way“ liefen dauernd auf meinem Telefunkenplattenspieler.  Im Juni erwarb ich (übrigens meistens bei GOVI im Versand oder im Laden in der Wandsbeker Chaussee, wenn sich noch jemand daran erinnert)  dann „Atlantis“, die erste LP der Nachfolgeband von Frumpy. Als Headliner waren dann noch Earth & Fire aus Holland und Sandy Coast angekündigt. Daneben die lokalen Bands Omega aus Schüttorf/Bentheim und Moloch aus Rheine.

Die GN titelten  am 5. Juni 1973 „Heißer Rock in Bentheim“. Der damalige Redakteur der GN in Bentheim, Peter Röder, hatte  stets ein großes Herz für die Jugendthemen am Ort und half mit einem ausführlichen Artikel: …“Der Stadtjugendring rechnet mit 2500 Besuchern. Ungefähr 30 Jugendliche stellen sich für den Ordnungsdienst zur Verfügung…. “ Und weiter: „Die im Grafschafter Raum bekannten Gruppen Omega und Moloch werden zu Beginn des Festivals die Zuschauer anheizen. In der Reihenfolge ihres Eintreffens werden dann die niederländische Band Sandy Coast, die Hamburger ex Frumpy Atlantis und die aus Den Haag kommenden Earth & Fire mit ihrer Light-Show konzertieren“.

Das Wetter spielte mit am 16. Juni, am Tag vor dem „Tag der deutschen Einheit“.  Peter Röder titelte einige Tage später in den GN wieder „Heißer Rock  auf Freilichtbühne“:

„Rund 2000 jugendliche Besucher, ideale Witterungsverhältnisse, zufriedene Gesichter beim Veranstalter und ein hervorragender Sound….Fünf teilweise weltberühmte Gruppen stellten sich dem Publikum… Den größten Erfolg buchten die Hamburger „Atlantis“ mit der Vocalistin Inga Rumpf für sich. Etwas enttäuscht zeigte sich das fachkundige Publikum von den Holländern „Earth & Fire“.

Genau so war es. Zunächst spielten Omega mit Rolf Menzinger, Hartmut Mayer, Wolfgang Klaas und Helmut  Reichel. Damals neben der Nordhorner Backwater Bluesband die angesagteste Band in der Grafschaft. War bestimmt eine große Sache für die Gruppe, vor großem Publikum und nicht immer nur bei Steggewentze  im Saal zu spielen. In guter Erinnerung behalten habe ich die Omegaversion von „Locomotive Breath“ und „Bouree“ jeweils von Jethro Tull.  Eigenkompositionen gehörten auch zum Repertoire.

Frumpy waren nicht nur für mich der Knaller, ein Riesenerlebnis, ein Besuch aus einer anderen Welt im biederen Bentheim.  In den Folgejahren habe ich Atlantis, später wieder Frumpy und Inga Rumpf mit anderen Projekten oft live gesehen. Meistens in Hamburg, aber auch irgendwann in der Scheune in Nordhorn. Nur die inzwischen legendären Konzerte im Michel habe ich leider verpasst.

Earth&Fire enttäuschten: Peter Röder schreibt dazu: “ Earth & Fire“ zeigten Staralluren. Erst durch ein mehrminütiges Pfeiffkonzert ließen sich die weltberühmten Holländer herab. Und was sie dann brachten, veranlaßte viele Besucher, nach Hause zu gehen… Sie übertrieben die technische Spielerei…Der einzige, der bei diesem Auftritt alle Register seines Könnens zog, war der Toningenieur, der Aktion auf seinen Schiebern vorspielte…“. So ähnlich habe ich es auch in Erinnerung. Nur der Hit der Band „Maybe tomorrow, maybe tonight“ überzeugte. Und die Light – Show war durchaus spektakulär, psychedelisch angehaucht.  In dem Zusammenhang: an Alkoholexzesse, Betrunkene und ähnliche Erscheinungen kann ich mich nicht erinnern, das war wohl kein Thema. Allerdings roch es manchmal harzig…. Ach ja, und bei den Konzerten und Festivals in jener Zeit kam man sich zwischenmenschlich schnell näher und zeigte das dann auch.

Die Auftritte von Sandy Coast und Moloch sind bei mir in Vergessenheit geraten. Möglicherweise zu Recht oder kann jemand etwas dazu berichten?

Das erste Open-Air auf der Bentheimer Freilichtbühne -übrigens noch vor Einbau der „neuen Sitzbänke“ und daher mit größerer Zuschauerkapazität – war für alle Beteiligten ein Riesenerfolg und gleichzeitig der Grundstein für eine jahrzehntelange Festivaltradition in der Obergrafschaft.  Demnächst werde ich über das Festival 1974 auf der Freilichtbühne schreiben, allerdings wird der Blog kürzer ausfallen. Die Reihe wird dann fortgesetzt.

Übrigens: an Fotomaterial oder anderen Zeugnissen des Festivals bin ich sehr interessiert. Ich habe jetzt gehört, dass  sogar Filmmaterial existieren  soll. Und Kommentare und eigene Erinnerungen sind in meinem Blog immer sehr willkommen!

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Gerne wieder „Rock am Pool“

Sehr gelungen war aus meiner Sicht gestern “ Rock am Pool“.  Und diese Einschätzung wird ganz offensichtlich von vielen Bentheimern geteilt, denn der Zuspruch war doch erstaunlich gut und die Stimmung ebenfalls. Das Wetter spielte auch noch mit. Das war in den letzten Jahren nicht immer so, freut mich aber für alle Beteiligten um so mehr.

Einfach klasse ist die Tatsache, dass so viele junge Leute das Festivalwochenende auf die Beine stellen und mit viel Geschick, guten Ideen und Fleiß durchziehen. Übrigens ganz ähnlich wie  bei der Freilichtbühne, die auch vom ehrenamtlichen Engagement lebt.

Die Auswahl der Bands stimmte ebenfalls: Rockstuff diesmal mit einem Kurzauftritt und anschließend die Lokalmatadoren The Gents. Ein Glücksgriff war aus meiner Sicht AveNew mit einem Funk, der in die Beine geht. Das wäre doch ein Headliner fürs nächste Jahr, oder nicht? Dazu dann vielleicht die Santanarevivalband meines alten Freundes Franko Frankenberg aus Osnabrück.

Während ich diese Zeilen schreibe, nimmt das Stonerock nebenan seinen Lauf. Über viele zufriedene Jugendliche, die Spaß an einem langen Samstag beim Festival haben, würde ich mich freuen. Nach meinen Nachbarschaftserfahrungen steigt das Niveau der Bands stündlich. Nachher mache ich mir es  im Garten gemütlich und feier ein wenig mit. Das Erlebnis teile ich dann mit den Lesern des Blogs aus dem Osten und Süden der Stadt 😉

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Schönes Wochenende!

Ereignisreiche Tage in Bad Bentheim für Jung und Alt. Gestern  gab es  für die Kinder Zeugnisse, erste Familien starteten gleich in den Urlaub. Für die „Daheimgebliebenen“, zu denen ich auch gehöre, gibt es in diesen Tagen jedoch einige Trostpflaster in Form von attraktiven Veranstaltungen.

Für die Kleinen gehören die Ferienpassveranstaltungen dazu. Montag geht es wieder in den Ketteler Hof nach Haltern. Wie immer organisiere und begleite ich diese Fahrt zusammen mit Anke für die Bentheimer SPD. Ich freue mich schon wieder auf das Grillen für 120 Leute! Karten gibt es übrigens noch bei der Stadtverwaltung, genauer bei Ute Jasniack-Collet in der Apotheker-Drees-Straße. Montag werde ich im Bentheim-Blog in Wort und Bild über diese Fahrt berichten.

Samstag dann das Stonerock-Festival für die Jugendlichen. Ich bin begeistert, dass die Festivaltradition in Bentheim fortgesetzt wird und für Jugendliche dieses Angebot besteht. Dabei hoffe ich in diesem Jahr auch auf entspannte Gesichter in der Nachbarschaft. Was solls, ist zwar laut an diesem Wochenende, aber eben nur an  d i e  s  e  m  Wochenende!

Und morgen, Freitag, steht dann die Pool-Party auch auf meinem Programm. Die Idee, das Stonerockfestival mit einem Fest für die etwas ältere Generation am Freitag zu verbinden, hat sich aus meiner Sicht bewährt. Ich würde mich freuen, wenn wieder viele Bentheimer und Alt-Bentheimer der Generation 40 + den Weg Richtung Badepark finden würden und wir uns dort treffen.

Übrigens: Am Wochenende werde ich hier Erinnerungen an die Bentheimer Festivals in den 1970er Jahren auffrischen. Im Teil I geht es dann um die Jahre 1973 und 1974. Reinschauen lohnt sich!

Und hier eine kleine Preisfrage dazu: Wer war Headliner beim Festival 1973 auf der Freilichtbühne? Jeder, der die Frage bis morgen 20 Uhr mit der Kommentarfunktion richtig beantwortet, kann mit mir morgen Abend bei der Pool-Party anstoßen. Auf meine Kosten, auf die guten alten Zeiten und auf das Hier und Heute!

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Warum Kommunalpolitik?

Heute erschien sie in der Zeitung, die SPD-Liste für die Stadtrats- und Kreistagswahlen am 11. September. Ich bin wieder dabei und bewerbe mich für den Stadtrat und den Kreistag.

Warum eigentlich?  Frage ich mich auch manchmal. Versuch einer knappen Antwort: vor knapp 20 Jahren bin ich in die Kommunalpolitik eingestiegen, dann Stadtrat geworden und  in verschiedenen Funktionen dabei geblieben. Weil man tatsächlich Einfluss nehmen kann auf die Entscheidungen am Ort, weil man gemeinsam mit anderen etwas bewirken kann.

Einige Beispiele:  In diesen Tagen haben wir den Grundstein für eine neue, schönere Grundschule gelegt. Vor kurzem wurde in Bentheim der Familienpass eingeführt. Jetzt können zum Beispiel auch Kinder aus Familien mit geringem Einkommen Unterricht an der Musikakademie nehmen. Und es wurde entschieden, dass junge Leute in Bentheim besser beteiligt werden und eigene Ideen umsetzen können. Die Kulisse bekommt endlich bessere Räumlichkeiten, die Wilhelmstraße ist jetzt eine Fußgängerzone. In der Bahnhofstraße wurden neue Bäume gepflanzt und keine Parkbuchten gebaut. Die Aufzählung könnte ich lange fortsetzen…

An diesen und weiteren Entwicklungen mitzuwirken macht für mich Sinn, auch wenn manchmal zu viel Zeit dafür aufzuwenden ist und ab und an  mal Ärger damit verbunden sein kann.

Sich einmischen, mitgestalten, das ist nun mal mein Ding. Früher in der Jugendinitiative, später im Stadtjugendring und dann in verschiedenen sozialen Vereinen.

Dieser Blog soll nun aber keineswegs die kommunalpolitischen Themen in den Vordergrund stellen. Dafür gibt es andere Seiten, die ich noch verlinken werde. Kommunalpolitik gehört nun mal dazu, weil es unser Lebensumfeld direkt betrifft. Diese  Themen will ich aufgreifen, sie sollen aber nicht diesen Blog dominieren.  Denn in Bentheim gibt es aus meiner Sicht glücklicherweise genug aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, einfach auch Unterhaltsames zu kommentieren. Das werde ich tun.

PS: Vielen Dank für die positive Resonanz!

 

 

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Freude schöner Götterfunken

Wenn das kein Grund zur Freude ist:

Heute wurde der Grundstein für unsere neue Grundschule an der Brennereistraße gelegt und es wurde das Bauschild enthüllt. „Freude schöner Götterfunken“ war der passende Beitrag der drei Rathaustrompeter.

Und große Freude war den vielen Grundschülern aus der Marktstraße, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Schulleitern, Planern, Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern deutlich anzusehen. Die Mienen hellten sich dann bei den meisten Gästen dann noch weiter auf als unser Bürgermeister neue Zahlen präsentierte. Der Kostenrahmen wird so weit unterschritten, dass jetzt auch noch der Schulhof gestaltet werden kann.

Es sah nicht immer so aus, als ob das Projekt Grundschule, man könnte auch „Projekt Schulzentrum“ sagen, tatsächlich realisiert werden könnte. Im März 2010 lag es einzig und allein an der kanppen rot-grünen Ratsmehrheit. Hier stand das komplette Projekt mit vielen Komponenten wie Einzelhandelstandort Marktstraße, Verlagerung K+K aus der Johann-Krabbe-Straße, Abriß des Schandflecks Ecke Funkenstiege, Aufgabe der maroden Turnhalle Marktstraße kurz vor dem Aus. Drei Stimmen Mehrheit gaben dann den Ausschlag. Bei den Folgeabstimmungen gab es dann wieder deutlichere Mehrheiten. Gut so, denn eine so weitreichende Entscheidung verdient breite Unterstützung.

Die alte Schule entspricht aus meiner Sicht nicht mehr den Ansprüchen, die wir an eine moderne Bildungseinrichtung für unsere Kinder stellen sollten. Kinder, Lehrer und Eltern haben besseres verdient. Zudem wäre die alte Schule nach den notwendigen Sanierungen viel zu kostspielig im Unterhalt geworden. Also eine Gefühls- und Vernunfteintscheidung für die neue Grundschule!

Vielleicht wird es einigen Lesern dieses Blogs so gehen wir mir, wenn der Abrissbagger in der Marktstraße anrückt: etwas Wehmut, weil man mit der  früheren  Realschule viele Erinnerungen verbindet. Aber eben auch Freude darüber, dass die Kinder heute bessere Voraussetzungen vorfinden.

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Endlich wieder Stadtschützenfest Bentheim

Unser Stadtschützenfest wirft seine Schatten voraus. Das Lötkengießen machte den Anfang. Zwei mal war ich  dabei und die Vorfreude war allen Beteiligten und Gästen dabei deutlich anzumerken.

Was wäre das Schützenfest ohne Bogengemeinschaften? Überall in der Stadt wird geplant, werden Hütten aufgebaut und die ersten geselligen Treffen finden statt. Auch in „meiner“ Straße laufen die Vorbereitungen. Und besonders stolz können wir in unserer Bogengemeinschaft auf unseren Anschlagkasten sein. Was unsere Handwerksexperten da geschaffen haben, ist außergewöhnlich.

Ein Anschlagkasten mit allen Rafinessen, super anzusehen und technisch ganz auf der Höhe der Zeit, nämlich mit Solarlampen.

Was können wir in diesen Wochen noch einmal quer durch alle Lager hören: die Energiewende beginnt in den Kommunen. Volle Zustimmung mit der Ergänzung „und in den Bogengemeinschaften“.

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Gute Nachrichten aus der Politik

Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende! Politisch, genauer lokalpolitisch, hat sich viel getan. Der Reihe nach:

Montag, Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses im Rathaus bei gefühlten 50 Grad, Dauer: 3 Stunden. Aber mit guten Ergebnissen wie ich finde. Der Familienbericht von Frau Orth zum Themengebiet Senioren in Bentheim gibt viele Anregungen für die nächsten Monate und Jahre. Und der SPD-Antrag zur besseren Jugendbeteiligung in der Stadt fand nach ausführlicher Diskussion große Mehrheit. Und dann wird auf unsere (SPD) Anregung hin bald der Spielplatz am Brunnenweg saniert, natürlich mit Kinderbeteiligung.

Mittwoch dann Ratssitzung mit einigen ganz wichtigen Themen. Der Weg ist jetzt frei für den Bau der Tennisanlage zwischen den Ortsteilen und der gesamte Bereich wird überplant. Außerdem laufen die Planungen für das Fachmarktzentrum am Standort der heutigen Grundschule an der Marktstraße auf Hochtouren und um neue Bauflächen in Gildehaus gab es kontroverse Meinungen.

Und gestern dann die Versammlung der SPD mit Programmdiskussion (muss schon sein bei der SPD und ist auch gut so) und Listenaufstellung im Fürstenhof. Sehr gelungen und harmonisch  (das war auch nicht immer so). Das macht Mut für den Wahlkampf.

Über alle angesprochenen und über weitere Themen schreibe ich in den nächsten Tagen ausführlicher.

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Der alltägliche Wahnsinn in der Ochtruper Straße

Bei meiner Sprechstunde heute im SPD-Bürgerbüro  wurde es mir wieder bewusst: die Ochtruper Straße ist eine Katastrophe. Besonders für die Anlieger, aber auch für alle vernunftbegabten Verkehrsteilnehmer. Wenn einige Autofahrer, besonders die Ortsfremden mit dem Teilstück zwischen Unterstraße und Stadtmitte überfordert sind, dann kann ich das noch verstehen. Aber an die Raser, die mit weit überhöhter Geschwindigkeit und einem Höllenlärm in diesem „Tunnel“  will ich mich nicht gewöhnen.

Fast 20 Jahre habe ich an der Ecke Ochtruper Straße /  Am Wasserturm und Am Kathagen gewohnt und den gelegentlichen Krach aus dem Schalltunnel Ochtruper Straße ertragen. Und jetzt bekomme ich das wieder mit, diesmal im SPD-Bürgerbüro, in dem ich wöchentlich etliche Stunden verbringe. Der Krach ist die eine Sache, die Unfallgefahr eine andere.

Seit vielen Jahren suchen wir eine Lösung für die Ochtruper Straße und  ich bin heute mehr denn je davon überzeugt, dass wir sie finden müssen. Die Auffahrt an der Suddendorfer Straße auf die B 403 ist ein Ansatz, die Umgestaltung der Ochtruper Straße ein anderer Punkt. Die Verkehrsplanung gehört wieder auf die Tagesordnung des neuen Stadtrats. Auch, aber nicht nur im Interesse der direkten Anlieger.

 

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Erinnerungen an die Brennereistraße

Schweiß und Tränen, daran kann ich mich noch im Zusammenhang mit der alten Turnhalle in der Grundschule Brennereistraße erinnern. Schweiß, weil wir als I-Männchen mit Tambourinklängen durch die Halle hüpfen mussten und Tränen, weil Mitschüler, die Ihr Turnzeug vergessen hatten, doch tatsächlich in Unterwäsche mitmachen mussten. Fast 50 Jahre ist das nun her. Unglaublich in jeder Beziehung!

Heute durfte ich an einer Besichtigung der alten Halle teilnehmen. Welch ein Unterschied: jetzt ist dort ein Musikraum eingerichtet worden, in dem auch Bands üben können. Einfach toll, ideal für diesen Zweck, mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Kein Anlass mehr für Tränen.

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Ein Dank und ein Wunsch an die Freilichtbühne

Alle Jahre wieder: Freilichtbühnenpremiere. „Der Mann mit der eisernen Maske“, mir bekannt aus der Verfilmung und jetzt mit jungen, vielversprechenden Schauspielern auf „unserer“ Bühne. Dazu angenehmes Wetter, ein kühler Weißwein in der Pause, viele bekannte und vor allen Dingen entspannte und freundliche Gesichter im Zuschauerraum – was will man mehr?

Es bleibt der Wunsch, dass viele Bentheimer den Weg zur Bühne finden und damit auch die engagierte Spielschar unterstützt wird.

Da fällt mir ein, dass ich vor einigen Jahren den Verantwortlichen einen Vorschlag für die Stückwahl unterbreitet habe, den ich immer noch für gut halte. Gerade, weil jetzt junge und talentierte Spielerinnen hinzugekommen sind: „Der arme Cyrano de Bergereac“ nach  Edmond Rostand., ein fantastisches romantisches Versdrama. Vielen ist der Cyrano aus der Verfilmung mit Gerard Depardieu bekannt. Das Bühnenstück wird zur Zeit eher selten gespielt, ich habe es vor etlichen Jahren an den Städtischen Bühnen Münster gesehen und war und bin immer noch begeistert.  Anspruchsvoll für die Schauspieler , unterhaltsam und ein Genuss für die Zuschauer. Vielleicht ja irgendwann auch einmal auf unserer Bühne.

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