Kunst für jeden Geschmack

Einen Besuch wert ist wieder einmal der Bentheimer Kunstmarkt an der Burg: Einmaliges Ambiente, Kunst für jeden Geschmack, Jazzmusik und gute Gastronomie werden geboten und sogar das Wetter scheint in diesem Jahr mitzuspielen. Hier mein persönlicher Favorit des Jahres, Künstler: Gerd Kleynen, Haaksbergen:

CIMG0068Angekündigt für das nächste Jahr sind Veränderungen. So könnte es vielleicht gelingen, das Programm zu erweitern, denn Platz genug ist auf der Wiese vor der Burg und zwischen den Burgtoren allemal. Vermutlich würden sich Kunstinteressenten, Tagesbesucher und Touristen aus Hotels und Ferienpark, Zufallsbesucher und auch die Einwohnerschaft gleichermaßen  über ein breiteres Angebot freuen. Die Schar der Besucher würde durch ein umfangreiches, zielgerichtetes und  rechtzeitiges Marketing wachsen und die Tourismuswirtschaft einen noch stärkeren Nutzen aus dem Topangebot ziehen. Gutes noch besser machen!

Das heute eröffnete Museum am Herrenberg trägt mit Sicherheit dazu bei. Alte Meister passen in jeder Beziehung in die Landschaft und das denkmalgeschützte Gebäude erstrahlt in neuem Glanz:

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Nichts ist so gut, dass es nicht weiter verbessert werden kann!

Als Attraktion mit hohem touristischem Potential erweist sich am heutigen Pfingstmontag einmal mehr die Gildehauser Ostmühle:

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Mühlenbesichtigung und Backhaus (beides ehrenamtlich betrieben), Gastronomie und schöne Natur am Mühlenberg und im Bürgergarten sind Trümpfe für den Tourismus am Ort und ohnehin immer einen Abstecher wert. Und zusammen mit Geologischen Freilichtmuseum und den Steinbrüchen wird Gildehaus der Auszeichnung als staatlicher Erholungsort gerecht. Die Problembereiche und somit die Areale mit Veränderungspotential liegen doch eher dazwischen, nämlich besonders an der Landesstraße mit den Gewerbeflächen und vor allem als städtebauliche Schneise mitten im Ort.

Stichwort Veränderungs- bzw. Verbesserungsbedarf. Der ist auch an der Ostmühle erkennbar, denn das PKW-Parken auf den Freiflächen südwestlich der Mühle  stört den hervorragenden Gesamteindruck doch enorm und verringert die Aufenthaltsqualität für Fußgänger, spielende Kinder und Picknicker. Und das bei ausreichend freiem Parkraum auf dem Parkplatz!

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Mit Steinen, natürlich aus Sandstein, könnte hier wie auf der anderen Straßenseite für Abhilfe gesorgt werden. Es ist nun einmal nichts  so gut, als das es nicht weiter verbessert werden kann! Und das sollte nicht nur für vergleichsweise kleine und kleinste Projekte am Ort  gelten. Soviel Anspruch sollte schon sein!

 

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„Ein starkes Stück Leben“ – Ein Fußballblog mit kommunalpolitischer Note und einem Bischof

„Fußball ist ein starkes Stück Leben“ ist ein Zitat des früheren Bischofs Huber aus dem WM-Jahr 2006, das nichts von seiner Aktualität verloren hat. Fußball ist mehr denn je Gesprächsthema, bewegt in jeder Beziehung Millionen und weckt Emotionen ohne Ende. Ein prima Beispiel dafür war der gestrige Champions-League-Abend im Bentheimer Warsteiner Treff, der bis zum letzten Platz mit Bayern- und Fußballfans gefüllt war. 50 Leute mit Blick auf die TV-Geräte, Bierchen in der Hand, staunend (Ribery) und kommentierend (Vidal, Tore). Und das in einer Bentheimer Kneipe am Dienstagabend um halb elf. Das macht Spaß und ist zumindest ein starkes Stückchen Leben!

Ein gewisser Lesegenuss war in den vergangenen kalten Winterwochen die Beschäftigung mit aktueller Fußballliteratur. Die Lebenserinnerungen Theo Zwanzigers wurden überflogen, das war vollkommen ausreichend. Wesentlich mehr Substanz findet sich dagegen in Uli Borowkas Buch „Volle Pulle“, einer ausführlichen und eindringlichen Beschreibung seines Doppellebens als Fußballprofi und Alkoholiker. Und auch Rudi Assauers verblassende Lebenserinnerungen sind in etlichen Passagen packend, berührend und daher lesenswert. Und genau dies gilt erst recht für Ronald Rengs hervorragend geschriebene und sehr empfehlenswerte Biografie über Robert Enke (Ein allzu kurzes Leben), die der Autor eigentlich mit Robert Enke zusammen nach dessen Karriereende herausgeben wollte.

Alle genannten Bücher können übrigens in der Nordhorner Stadtbibliothek entliehen werden. Und Achtung, denn jetzt kommt der kommunalpolitische Background dieses Blogs: Auch beim Entleihen von Fußballliteratur durch Grafschafter Bürger drängt sich die Frage auf, warum der Landkreis Grafschaft Bentheim diese herausragende, unverzichtbare und überregional genutzte Einrichtung nicht anständig fördert. Gelegentlich soll hierzu eine Antwort versucht werden.

„Fußball ist ein starkes Stück Leben“ – und zum Leben gehört bekanntlich auch das Leiden. Der Autor dieser Zeilen glaubte einst, vor über drei Jahrzehnten das Schlimmste überstanden zu haben, nämlich eine vernichtende Niederlage gleich beim ersten Besuch eines HSV-Auswärtsspiels. Am 26.9.1971 verlor der HSV 8:1 bei Rot Weiß Oberhausen. Wer hätte das gedacht nach einer 1:0 Führung durch Bubi Hönig in der 7. Minute vor 16.000 Zuschauern im Niederrheinstadion, darunter ein kleiner großer HSV-Fan aus Bentheim? Immerhin gabs zum Trost gleich nach der Klatsche noch am Stadion eine kleine HSV – Fahne vom großen Bruder geschenkt und die empfindliche junge Fanseele wurde nicht nachhaltig geschädigt. Und wer hätte gedacht, dass nach über dreißig Jahren als Fan und Vereinsmitglied ein weiteres Bischofszitat nach einer vernichtenden 2:9 Niederlage die immer noch empfindliche Fanseele trösten sollte: „Wer nicht gewinnt, ist noch kein Versager. Auch wer beim Schritt vom Machen zum Gelingen zurückbleibt, soll aufrechten Hauptes vom Platz gehen“.

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Kein Fußballblog im Bentheim-Blog ohne Loddar-Zitat: „Wenn du tief im Leistungsloch steckst, holt dich nicht mal die Bergrettung raus.“

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Diskutieren reicht nicht, es müssen Lösungen gefunden werden

Wichtige Diskussionen und Entscheidungen in der Stadt- und Kreispolitik stehen bevor.  Es geht um Flächenentwicklungen, immer noch und immer wieder um die Abfallwirtschaft, um den auch für Bad Bentheim so wichtigen Schienenpersonenverkehr und um das Schulessen. Und das ist nur eine kleine Auswahl aus der breiten Themenpalette der Lokalpolitik. Themen, die uns sehr direkt betreffen und in die es sich einzumischen lohnt.

Das Thema Schulessen, genauer das Mittagessen an den Schulen, soll Thema im Bentheim-Blog gleich nach Ostern sein. Handelt es sich doch um ein zurecht auch emotional bewegendes Thema, das der Autor genauer betrachten und einordnen wird. Schließlich stehen hier Entscheidungen an, die besonders Kinder und Eltern betreffen, die sich selbst leider nur selten in die Diskussionen einschalten. Gleichzeitig bewegt die Diskussion um Kinder, die nicht am Schulessen teilnehmen, viele Menschen.  Das ist bestimmt gut so und lässt erwarten, dass die richtigen Entscheidungen für die Kinder getroffen werden.

Hier schon einmal vorweg eine Einschätzung, die ich argumentativ und mit Fakten untermauern werde: Kein Kind hungert an den Schulen, aber die mögliche Mangel- und Fehlernährung zahlreicher Grafschafter Kinder erfordert unser Handeln auch auf politischer Ebene. Und darüber hinaus geht es noch um ganz andere Aufgaben, die über Ernährungsfragen weit hinausreichen und in diesem Zusammenhang deutlich werden, diskutiert und einer Lösung näher gebracht werden müssen. Wir haben es endlich einmal wieder mit einem sozialpolitischen  Thema zu tun, das nicht mal eben so am Rande abgearbeitet werden kann, sondern für längere Zeit in den Fokus der Öffentlichkeit gerät. Das allein ist schon einmal positiv. Aber jetzt müssen Lösungen her.

Zunächst wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs trotz, oder gerade wegen des gewöhnungsbedürftigen Wetters frohe Ostern!

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Hasi hopp!

Das Bild zum Sonntag: Der bibbernde Osterhase sucht das wärmende Kaminfeuer. Minus 9 Grad werden für heute Nacht in Bentheim gemeldet, da bleibt ihm keine andere Wahl. Bleibt das Prinzip Hoffnung: möge er in einer Woche wieder hüpfen!

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Wer lacht, der sündigt nicht! Und ist auch noch klar im Vorteil.

Nur knapp kommentiert (weil für sich selbst sprechend )  hier einige wundersame, skurile, humorige  Zitate der Woche. Zufällig gefunden, bewusst zusammengestellt und  irgendwie bezeichnend für das Zeitgeschehen.

„…muss der Bürgermeister seinen Tatendrang in den Griff bekommen“, ist ein Zitat der Bad Bentheimer CDU aus den GN vom 28. Februar. Und dazu passt aus eben diesem Artikel noch „…kommen kleine Investitionen, die ebenso wichtig sind,  zu kurz“.  Aber wo bleiben sie nur, die Ideen für die kleinen Investitionen? Lächerlich, meine ich.

„Die Jagd ist kein Arbeitersport“, sagte der DKP-Kreistagsabgeordnete Herbert Ranter Donnerstag im Kreistag. Zuruf aus der CDU-Fraktion in Anspielung an den früheren Arbeiter- und Bauernstaat:“Honecker war auch Jäger“.

Weniger humorig der Beitrag des FDP-Kreistagsabgeordneten Rudolf Kreft im GN Online Forum am 28.2. um 23.43 Uhr: „Ich erbitte mir eine fernmündliche Rücksprache mit dem Chefredakteur, Herr G. Dörr“. Herr Kreft, im Forum wird in aller Regel unqualifiziert gemotzt, Rücksprachen und andere wünschenswerte  Diskussionsformen sind dort nicht vorgesehen. Aber Respekt für den Mut, sich ab einem gewissen Alter noch in den neuen Medien zu tummeln.

„Beschützt eure Töchter“, schreibt die Süddeutsche Online am 1. März in der TV-Kritik zu „Germanys Next Topmodel“ mit einer Teilnehmerin aus Schüttorf. Den GN fiel dazu nur „Schüttorferin will Topmodel werden“ ein. 1 : 0 für die Süddeutsche! Aber immerhin: Dafür bemerkt der medienkritische GN -Leser Knut Knutsen mit Blick auf die Teilnehmerinnen:“Danach kommt nur noch das Dschungelcamp und Promidinner“. Geht ja doch mit dem Forum!

„Clown ist ein ehrenwerter Beruf“, sagt Zirkusdirektor Bernhard Paul in der FAZ vom 1. März mit Blick auf das Clownszitat des  Per Steinbrück (Wahlkampstratege und Klartexter) und ergänzt: „..wer lache sei nicht mehr in der Lage, Böses zu tun“. Wenn das kein Motto fürs Wochenende ist!

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Bentheim im Wandel

„Bentheim im Wandel“ war heute ein Kommentar bei Facebook zum Abriss der Schule in der Marktstraße. Wandel und gleichzeitig Kontinuität wird dem Autor in diesen Tagen auf einem ganz anderen Gebiet deutlich, nämlich in der Kinder- und Jugendkultur. Es gab ein kleines Jubiläum zu feiern: Das Figurentheater „Fantasia“ in Person von Stephan Teuber aus einem Dorf bei Kappeln an der Schlei war zu Gast. Bei den Bad Bentheimer Kindertheatertagen spielte er sein Stück „Dicke Freundschaft-dünner Faden“ in der neuen Grundschule zur großen Freude der Kinder und auch der Eltern, die die einstündige Figurentheatervorstellung sichtlich vergnügt und am Ende applaudierend genossen. Hier ein kleiner Eindruck der Hauptpersonen (Foto: Teuber):

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Gleichzeitig war dieser Auftritt ein Jubiläum der besonderen Art, denn vor fast ganz genau 25 Jahren spielte Stephan Teuber genau dieses Stück schon einmal in Bad Bentheim. Am Sonntag, den 17. April 1988 um 16.00 Uhr gastierte Teuber im Saal der heutigen Kulisse in der Kirchstraße. Der Stadtjugendring hat damals eingeladen und in den GN am 22.2.1988 hieß es: „Der Stadtjugendring will mit diesen Veranstaltungen abseits des Medienkonsums der Kinder einen Kontrapunkt setzen. Er verspricht dabei viel Spaß und Aktion im Theater. Die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, daß dieses Konzept ankommt. Der Stadtjugendring hofft, daß diejenigen Kinder, die seine Theaterangebote bisher nicht angenommen haben, auch durch ihre Eltern angespornt oder von ihren Eltern begleitet werden“. Aktueller geht es ja kaum einschließlich des Hinweises auf den Medienkonsum. Und auch die Hoffnung auf theateraffine Eltern, die ihre Kinder zum Theater hinführen und sie begleiten, ist aktuell, denn einige Plätze blieben am Sonntag an dem tollen Aufführungsort in der Grundschule leider leer. Schade, dieses Figurentheater hätte ebenso wie die anderen Aufführungen der Kindertheatertage sicher Kinder und Eltern gleichermaßen begeistert. Die nächste Chance gibt es am 10. März. Titel des Figurentheaterstücks ist dann: „Albin und Lila – oder: können Schweine Hühner lieben?“ Wenn das nicht vielversprechend ist! Karten gibt es schon in der Touristinformation und bei Spielwaren Bonikowski.

Einen Hinweis konnte der Autor sich bei der Begrüßung der Besucher am Sonntag nicht verkneifen, nämlich die Frage, ob unter den Eltern von heute vielleicht auch die Kinder vom April 1988 seien. Es hat sich keiner gemeldet, aber wer weiß schon?

„Bentheim im Wandel“, auch auf kinder- und jugendkulturellem Gebiet, das war die Ausgangsfrage. Demnächst sollen  hier im Bentheim-Blog einige Aspekte dazu beleuchtet werden. Dann geht es um einen früheren „Briefmacker“, der regelmäßig in Bentheim zu Gast war. Um einen Kabarettisten, der später einmal Stadionsprecher im größten deutschen Fußballstadion werden sollte und vorher Theater-Comics für die Bentheimer Jugend servierte und um den späteren Megaseller „Knister“, der ebenfalls zu Beginn seiner Karriere in Bentheim auftrat. Der Vergleich mit der heutigen Jugendkultur ist interessant. Eines vorweg: Es gibt -so soll es sein-  den Wandel und es gibt Kontinuität.

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Fürs Leben lernen – und das in der Schule!

Gelungene Premiere für die sechsten Bad Bentheimer Kindertheatertage und für die neue Grundschule am letzten Sonntag. Heinz Siemering eröffnete die Veranstaltungsreihe mit seinem Kinderprogramm. Über 150 Kinder und ihre Eltern waren einmal mehr begeistert von den Zaubereien, die Heinz auf unnachahmliche Art präsentierte.

Die Aula der neuen Grundschule erwies sich dabei als hervorragender Veranstaltungsort. Die Größe der Aula und natürlich die gesamte Atmosphäre in der Schule bieten bis auf weiteres  den idealen Rahmen für das Kindertheater.

Die Schule als Lebens- und Erlebnisraum weit über den reinen Schulunterricht hinaus, das wird für die jetzige und für künftige Schülergenerationen mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Nicht nur Deutsch und Mathe werden gelernt, sondern etwas, was als unerfüllter Anspruch seit Ewigkeiten genannt wird: Fürs Leben wird in der Schule gelernt. Im Unterricht am Vormittag, bei Hausaufgabenbetreuungen, in AG´s und Gruppen im Nachmittagsbereich und bei Projekten und auch bei Veranstaltungen wie eben den Kindertheatertagen oder vielleicht bald dem Musikschulunterricht. Die werden zwar nicht von der Schule angeboten, sondern vom Kinderschutzbund und von der Musikakademie. Aber wenn alles, was in der Schule geboten wird, den Kindern ähnlich viel Spaß macht, dann ist Schule ein toller Lebensort geworden. Wer hätte noch vor wenigen Schülergenerationen davon zu träumen gewagt? Der Autor dieser Zeilen war jedenfalls immer froh, wenn er das Gebäude mit dem Adler über der Tür hinter sich lassen konnte.

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Goodbye Schule Marktstraße

Mit etwas Wehmut begleiten einige Zeitgenossen den Abriss der Schule in der Marktstraße. „Da werden Erinnerungen wach-gute und schlechte“, wird bei FB gepostet. Oder auch „Ist doch irgendwie traurig“. Finde ich überhaupt nicht. Drei tagesaktuelle Fotos verdeutlichen  100 Jahre Bentheimer Grundschulgeschichte:

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Das bisschen Wehmut vergeht bei mir sehr gut, wenn ich mir jetzt die neuen, hellen, freundlichen, zeitgemäßen Klassenzimmer für die Grundschüler in der Brennereistraße ansehe. Was für eine Entwicklung vom Ursprungsgebäude aus dem Jahre 1909 bis zum Neubau 2012. Hier das Gebäude in der obereren Brennerreistraße. Immerhin noch nett anzusehen, aber für Grundschulzwecke nicht mehr geeignet. Und dann die Marktstraße: Goodbye fensterlose Flure, schlecht heizbare Klassenzimmer, immer feuchte und unfreundliche „Aula“, tschüß Turnhalle aus den 50ern mit aufgemalten Toren und Pappen vor den Fenstern! Tschüß Schulgebäude Marktstraße mit „Adler“ über dem Eingang! Der Adler fürs Museum und für die Kinder nur das Beste in der neuen Schule in der Brennereistraße und für uns Realschuloldies ein paar gute Erinnerungen. Ende gut, alles gut!

 

 

 

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Leben mit dem Restrisko

Ein Jahr geht schnell vorüber! Zum Jahreswechsel wird es uns einmal wieder so richtig bewusst, wie schnell die letzten 12 Monate und wie rasend schnell die Jahre vergangen sind. Eben noch ein junger Spund, eine junge Maid, und heute schon ein Senior. Dazwischen liegen nur noch wenige Jahre, ein Wimpernschlag der Geschichte, wenn man beispielsweise einer Programmankündigung des Theaterpädagogischen Zentrums Lingen Glauben schenken möchte. Da wird  tatsächlich im Programmheft 2013 auf Seite 14 ein Theaterworkshop für uns Senioren beworben. Wir mögen doch mitmachen beim „Seniorentheater Restrisiko, für Menschen ab 50+“. Und worum gehts für die munteren 50-jährigen Senioren, die das Restrisiko nicht scheuen? Um die „gemeinsame Erarbeitung von Theaterstücken und das sozialkritische Hinterfragen unserer Lebenssituation“, schreiben die Programmmacher in bestem Sozialpädagogendeutsch der 70er-Jahre. Und ergänzend werden aktuelle Programmtitel des Seniorentheaters Restrisiko für uns ab 50 mitgeteilt, nämlich „Pflege, eine gewaltige Aufgabe“ und „Alter als Sackgasse, keine Wendemöglichkeit?“. Direkt aus unserem Leben gegriffen, diese Themen. Das spricht sofort emotional an und wer will bei diesen vielversprechenden Stücken dann nicht sofort begeistert die Bretter, die die Welt bedeuten erstürmen? Soweit das mit 50+ noch möglich ist 😉

Da wünsche ich doch allen Altersgenossen nachdenkliche Reststunden (im alten Jahr natürlich), einen gesicherten und guten Rutsch ins neue Jahr und guten Appetit beim Seniorenteller auf der Silvesterfete oder am Neujahrstag!

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Nachtrag: Der „Seniorenteller“ ist (nicht grundlos) wieder von den Speisekarten der Restaurants verschwunden. Mag sein, dass auch die Theatergruppe „Restrisiko“ ihren Text künftig als Realsatire kennzeichnet und wir diese lustige Programmankündigung für „Restrisiko“ nur noch im Archiv finden?

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