Wir zahlen die Zeche für die Maut

„Zwei Schritte vorwärts, ein Schritt zurück.“ Die Umkehrung des alten Leninzitats beschreibt treffend die Tricksereien des Bundesverkehrsministers mit seinen Mautplänen. Zunächst nur für Autobahnen, dann für alle Straßen gefordert wird jetzt zurück gerudert und die Maut nur für Autobahnen eingeführt. Da sollen wir uns doch freuen, wenn sich unsere Proteste auszahlen und die übrigen Straßen von Gebühren ausgenommen werden 😉

Wir freuen uns aber nicht. Die Gründe:

Generell lässt dies zusätzliche Bürokratie und Kontrollaufwand bei gleichzeitig geringem Ertrag erwarten.

Und was kann konkret die Maut auf Autobahnen für uns Grafschafter bringen? Nichts Gutes. Die Befürchtung liegt nahe, dass wir mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen rechnen müssen, wenn besonders Niederländer die Autobahnen meiden und ihren Weg beispielsweise nach Ochtrup, Rheine, Lingen, Münster oder Osnabrück auf Schleichwegen abseits der Autobahnen durch die Grafschaft suchen.

Auf überlastete Straßen und Ortsdurchfahrten können wir gut verzichten, denn es konterkariert unsere Bemühungen um Rückbauten und mehr Sicherheit. Und wer bezahlt eigentlich die zusätzliche Abnutzung unserer Straßen? Richtig, ganz überwiegend wir selbst und weder der Bund, der dafür die neuen Gebühren einstreicht und auch nicht die Bayern mit ihren Wahlversprechen, die sie jetzt einlösen wollen.  Und für Koalitionsvereinbarungen sollten wir uns auch nicht haftbar machen lassen.

Die Mautpläne sind nach wie vor ein Schildbürgerstreich. Wir wollen sie weder auf Autobahnen noch auf den weiteren Straßen. Widerstand auf allen Ebenen ist gefragt.

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Kein Schneckentempo in Bentheim

„Pannen will Stadtentwicklung verlangsamen“ betitelte am vergangen Samstag die Grafschafter Nachrichten den Bericht zur Finanzausschusssitzung. In dieser wurde unter anderem der Haushaltsentwurf der Verwaltung für 2015 vorgestellt. Weiterhin sparsam wirtschaften und an einigen Stellen kürzen war die zentrale Botschaft. Und weitere  Großprojekte nach Badepark, Energieversorgung und Grundschulneubau soll es vorerst nicht geben. Mit Bahnhofstraße, Bahnhofsgegend und Gildehauser Straße stehen noch wichtige Projekte im Rahmen der Stadtsanierung und somit hoch geförderte Sanierungen an. Und das war es dann mit der lange überfälligen und daher energisch betriebenen positiven Stadtentwicklung? Das wäre zu kurz gedacht, denke ich. Und für diese Einschätzung gibt es zwei zentrale Begründungen:

Erstens ist die Stadtentwicklung nicht ausschließlich von den städtischen Investitionen abhängig. Vielmehr sind auch oder auch ganz besonders die Investitionen und Projekte von privater Seite beziehungsweise von Unternehmen, Gesellschaften und Privatpersonen für die Stadtentwicklung bedeutsam. Beleg Nummer 1 für diese These sind die Pläne der Fachklinik Am Bade zum weiteren Ausbau der Reha in der Kardiologie. Beleg Nummer 2 sind die laufenden Erweiterungen im Bereich KCA/Bentec an der Hilgenstiege. Die wirtschaftliche Stadtentwicklung kann also überaus positiv eingeschätzt werden, Arbeitsplätze werden gesichert oder auch geschaffen.

Zweitens gibt es viele Signale für eine positive Stadtentwicklung im sozialen, kulturellen und auch sportlichen Bereich. Beispiel Nummer 1 ist das 50 jährige Bestehen des Kammerchores, das mit drei außergewöhnlichen Konzerten das kulturelle Leben in der Stadt einmal mehr belebt hat und mit der „Carmina Burana“-Aufführung in den Werkhallen der Bentec einen Höhepunkt hatte. Über 75 Chormitglieder verantworten dies. Die lange Bentheimer Musiknacht am vergangenen  Wochenende mit Beteiligung vieler Geschäftsinhaber, Wirte und Organisationen  ist Beispiel Nummer 2 für die kulturelle Entwicklung am Ort. Außergewöhnliche Orte wie leere Geschäftslokale oder die reformierte Kirche als Ort für das Eröffnungskonzert stehen für ungewöhnliche, überraschende, innovative Ideen und erfolgreich umzusetzende Konzepte. Weitere positive kulturelle Stadtentwicklungen: Die Freilichtbühne spielt erstmals im kommenden Jahr ein stadthistorisches Stück und viele Bentheimer werden sich daran beteiligen. Die Sportvereine  wie der SVB kündigen neue gesundheitsfördernde Sportangebote für alle Generationen an. Und mit den Familienberichten, die in den vergangen Jahren im Auftrage der Stadt  erstellt wurden, liegen Handlungsempfehlungen für die soziale Stadtentwicklung vor, die ohne ehrenamtliches Engagement überhaupt nicht umgesezt werden können.

Beispiele genug für meine These: Die positive Stadtentwicklung steht und fällt  nicht nur mit der Finanzlage, sondern mit aktiven, gut aufgestellten und zukunftsorientierten Unternehmen und Einrichtungen am Ort und vor allen Dingen mit einer engagierten, kreativen Einwohnerschaft, die sich in Vereinen und Initiativen wiederfindet. Und wenn der städtische Haushalt (vorübergehend) nicht die hohen Summen für Großprojekte ausweisen kann, so können Rat und Verwaltung doch immer noch ein positives Umfeld für Unternehmen,Einrichtungen, Vereine und Bürgerinitiativen schaffen. Bentheim kann sich unabhängig von  städtischen Rekordinvestitionen weiterhin positiv entwickeln!

Kurzer Nachtrag: Die Finanzplanung sieht als erste Rate für den Neubau einer Sporthalle  in Gildehaus  für 2017 den Betrag von 600.000 € vor.

Die Fachklinik expandiert weiter:

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Nur gute Nachrichten für Bad Bentheim

Eine Woche  mit guten Nachrichten für Bad Bentheim geht zu Ende. Die Fachklinik am Bad kündigt den weiteren Ausbau der Kardiologie an, die Freilichtbühne ist gut im Plan bei den Vorbereitungen für das stadthistorische Stück 2015 und die Pläne zur Umgestaltung der Bahnhofstraße werden konkreter und öffentlich. Letztgenanntes Thema soll zu einem späteren Zeitpunkt  auch an dieser Stelle näher betrachtet werden. Dafür soll eine weitere Meldung der Woche, nämlich die Eröffnung des Schlossparkcenters, mit allen positiven Facetten nochmals hervorgehoben werden.

Der Rückblick in wenigen Stichworten verdeutlicht die komplexen Zusammenhänge und vor allen Dingen den Mehrwert für die Stadt insgesamt und genauer auch und gerade  für die Kinder, Familien und für das Vereinswesen: Zusammenlegung zweier Grundschulen am Standort Marktstraße, lukrative Veräußerung des bisherigen total veralteten Schulkomplexes mit Sporthalle von 1958, Abriss der Schrottimmobilien Möbelhaus und Kleintierzüchterheim, Neubau einer Grundschule und damit Schaffung eines zukunftsfähigen Schulzentrums, Sanierung eines Gebäudes für Kleintierzüchter und andere Vereine, Schließung des bisherigen K+K Marktes in der Johann-Krabbe-Straße und damit kein Verkehr mehr in der Wohnstraße, in der dafür attraktive Baugrundstücke entstehen und schließlich als Ergebnis und Konsequenz dieser Ereigniskette der Neubau des Schlossparkcenters durch private Investoren.

Positiv gewertet wird in der Öffentlichkeit zudem die Tatsache, dass der Kaufkraftabfluss in Nachbarorte gestoppt werden kann. Weitere positive Folge  des neuen Einkaufszentrums ist die größere Konkurrenz im Einzelhandel am Ort. Konkurrenz stärkt den Kunden! Ein anderer Aspekt ist der neu geschaffene Wohnraum über den Einzelhandelsflächen. Mietwohnungen in äußérst attraktiver innenstadtnaher Wohnlage sind eine weitere Bereicherung für das in Umbau befindliche Quartier Marktstraße.  Und schließlich sind für die entsprechenden Innenstadtgeschäftsflächen  Nachfolgeregelungen angekündigt und schon teilweise vollzogen. Weitere Leerstände soll es dort also nicht geben.

Städtebaulich und architektonisch passt sich das Center aus meiner Sicht erstaunlich gut der Umgebung an und stellt im Gesamtzusammenhang eine Aufwertung dar. Sogar die Eingangssituation in die historische Funkenstiege ist akzeptabel. Insgesamt durchaus gelungen, wenn man bei einem Einkaufszentrum davon sprechen kann.  Die Verkehrsproblematiken  werden zu lösen sein und auch die Anzahl der Behindertenparkplätze dürfte sich bei Bedarf erhöhen.

Wir dürfen uns in diesen Tagen also nochmals über viele herausragende Projekte, die alle im Zusammenhang mit dem Schlossparkcenter stehen freuen; vom neuen Schulzentrum mit Grundschule bis zum Haus für Vereine. Es gibt wenig Gründe zu meckern und diese Einschätzung wird ganz offensichtlich allgemein geteilt. Erstaunlich 😉

Fazit: Wochen wie diese mit Entwicklungen solchen Kalibers gibt es nicht allzu oft. Die Freude darüber trübt das nicht.

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Eine grandiose Aufführung!

Gratulation an den Bentheimer Kammerchor. Zum Jubiläum, 50 Jahre gibt es den Chor inzwischen, vor allen Dingen aber heute  zur Aufführung der Carmina Burana in einem begeisternden Konzert.

Mit Unterstützung der Bochumer Symphoniker, einem Kinderchor aus Oldenzaal, zahlreichen Gastsängern im Chor, professionellen Solisten und unter der Leitung von Sebastian Koch ist eine Aufführung gelungen, die den Chorsänger/-innen auf der Bühne und allen Gästen im Auditorium  unvergesslich bleiben wird.  Die grandiose Aufführung des  grandiosen, emotionalen und populären Meisterwerks, dass zutreffend und zusammenfassend  im Programmheft beschrieben wird: „Musikalisch ist das Chorwerk von raffinierter Schlichtheit: In konventioneller, archaisierender Harmonik setzt es ganz auf die Kraft seiner Melodien.“

Der Aufführungsort hat sich aus meiner Sicht als überaus gelungen erwiesen. Das Werk passt weniger in den möglicherweise auch noch plüschigen  Konzertsaal, sondern ist an besonderen Locations wie hier in den Industriehallen von Bentec hervorragend aufgehoben. Und überhaupt eine solche Produktion musikalisch, finanziell, technisch und organisatorisch stemmen zu können ist ebenfalls eine großartige Leistung des Kammerchors, der sich damit einmal mehr als einer der tragenden Säulen unseres Kulturortes erwiesen hat. Freuen wir uns auf weitere Konzerte.

Der Begeisterung geschuldet ist dann auch eine leicht verwackelte fotografische Impression.

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Stadtentwicklungskonzept Bad Bentheim 2020: Aktivierung der Bürgerschaft für Stadtbildpflege und Denkmalschutz

Stühle wurden herangeschafft, es musste zusammengerückt werden und die Lüftungsanlage (Fenster weit öffnen) wurde eingeschaltet. Der Ratssitzungssaal war gestern Abend um 19.30 Uhr proppevoll. Und auch um 23.00 Uhr gegen Ende des Sitzung des Bauausschusses verfolgten noch viele interessierte Bürger die Sitzung.

Auf der Tagesordnung standen Themen, die Anwohner geplanter Bauvorhaben und auch große Interessengruppen wie die Landwirte bewegen. Letztgenannten waren  beim Thema Tierhaltungsanlagen und Landschaftsplanung in die Planungen für ein städtebauliches Konzept einbezogen und werden es bis zur Verabschiedung auch bleiben. Es handelt sich um eine sorgfältige und langfristig angelegte Arbeit, die uns alle angeht auch wenn dies erst auf den zweiten Blick deutlich wird: Landschafts- und Naturschutz und um die Absicherung der landwirtschaftlichen Betriebe und Existenzen. Über den Tierschutz im Zusammenhang mit Tierhaltungsanlagen dürfen wir auch nachdenken 😦

Näher zu betrachten sind auch für mich das Bauvorhaben Franziskusstraße, die Sanierung der Bahnhofstraße und ein Bauvorhaben im Dichterviertel.

Für die Franziskusstraße liegt jetzt ein erster Entwurf vor, der meines Erachtens überaus geeignet ist, die Zustimmung aller Beteiligten für die weitere Planung  zu finden. Eine enge Orientierung an der historischen Bebauung und der Verzicht auf eine überbaute bzw. in das Bauwerk einbezogene  Straße sind positive und zentrale Elemente. Die Einbindung eines qualifizierten Stadtplaners, der zudem als Bentheimer über das notwenige Gespür für den Ort verfügt, hat sich erwartungsgemäß als Ideallösung erwiesen.

Die Sanierung der Bahnhofstraße zwischen Ampelkreuzung und Altem Museum und weiter bis zur Schillerstraße ist eine weitere herausragende Perspektive für die Stadtentwicklung, die nur mit Fördergeldern zu realisieren ist. Barrierefreiheit herzustellen und eine Allee in diesem Tor zur Stadt zu schaffen sind dabei zwei zentrale Elemente. Eine breite Zustimmung in der Einwohnerschaft, besonders auch seitens der Fußgänger und vielen Fahrradfahrer  auf der auch als Schulweg genutzten Straße, dürfte sicher sein. Und auch im Stadtrat erwarte ich bei aller noch zu erledigenden Detailarbeit breite Unterstützung. Der im Ausschuss vorgestellte Planungsansatz für eine Bushaltestelle und dem Abholzen von sechs großen Platanen dürfte bis dahin zu Recht vergessen sein.

Die erneuten Planungsansätze für eine Bebauung in zweiter Reihe zwischen Schüttorfer Straße und Goethestraße wurden meines Erachtens folgerichtig von den Anwohnern abgelehnt. Nach der Zurückverweisung in die nicht öffentlich tagenden Fraktionen wird dieser Fakt sicherlich eine große Rolle in der Beurteilung spielen.

An allen genannten Punkten haben die Bürger auch, aber nicht nur in der Sitzung großen Anteil genommen und das kann als weiteres Indiz für eine gute Bürgerbeteiligung in Bad Bentheim gesehen werden. Grundlage hierfür ist eine umfassende Information zu Vorhaben und damit eine hohe Transparenz der damit verbundenen Zusammenhänge. Und an diesem Punkt kann unserer Stadtverwaltung und den Ratsfraktionen wahrlich kein Vorwurf gemacht werden. Die gründliche Vorabinformation des Rates führte sogar schon zu Beschwerden durch die CDU, die sich von Themenvielfalt und Informationsumfang und -tiefe überfordert sah. Ich meine, die  Bürgerbeteiligung weit über den Rat hinaus ist in unserer Stadt vorbildlich und sie ist, wie die Teilnehmerzahl bei der Bauausschussitzung zeigt erfolgreich, sollte fortgesetzt und ausgebaut werden. Aus keiner Stadt vergleichbarer Größenordnung und schon einmal gar nicht aus unseren  entsprechenden Nachbarorten sind mir solch intensive Beteiligungen bekannt. Auch in dieser Beziehung setzen wir das Leitthema Nr. 4 aus unserem Stadtentwicklungskonzept (Aktive Bürgergesellschaft) um.

Die Grenzen freiwilliger Bürgerbeteiligung können und sollten wir nicht übersehen. Dazu gehört dann auch beispielsweise, nicht einlösbare Erwartungen durch die Ankündigung „Runder Tische“ zu wecken, dessen Kompetenzen nicht definiert sind beziehungsweise ganz unterschiedlich interpretiert werden können. Im konkreten Fall der Bauplanungen Franziskusstraße kann letztlich trotz der Irritationen von einer gelungenen Beteiligung der Anwohner und der BI gesprochen werden. Das ist aus meiner Sicht überaus wünschenswert, zumal die Ziele der Anwohner und der Bürgerinitiative identisch sind mit den Zielvorgaben des Stadtentwicklungskonzeptes hinsichtlich der Stadtgestaltung und auch dem Punkt 6 der Leitlinien für Bentheim: „Aktivierung der Bürgerschaft für Stadtbildpflege und Denkmalschutz.“  Eine BI, die sich engagiert und kritisch bei der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes einbringt ist nur zu begrüßen. Die weiteren Beteiligungsmöglichkeiten im offiziellen Bauleitverfahren binden unter anderem Anwohner, BI und Bürgerschaft weiter in die Entscheidungen des Stadrats ein.

Franziskusstraße, Bahnhofstraße, Gildehauser Straße – Bentheim muss historische Chancen für die positive Stadtentwicklung weiterhin nutzen. Unterschiedliche Meinungen und Einschätzungen auf dem Weg dorthin sollten hilfreich sein und konstruktiv genutzt werden.

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Meilenstein mit Signalwirkung

Exilbentheimer sollten sich beeilen, sie laufen ansonsten Gefahr, die Stadt nicht wieder zu erkennen. Okay, sie werden sich zumindest die Augen reiben und über einen weiteren Meilenstein in der Stadtentwicklung staunen: Die Ochtruper Straße wird nach erfolgter Sanierung mit heutiger Freigabe wieder ihrem Anspruch als eine der Hauptverkehrsachsen in der Stadt gerecht. Der Abschnitt zwischen Volksbank und ehemaliger Drogerie Steenweg präsentiert sich jetzt verkehrsberuhigt (Tempo 30) und als barrierefrei. Das Regenwasser wird endlich richtig abgeleitet und einige Stiegen wurden gleich mit saniert. Von privater Seite wurden und werden außerdem das ehemalige Franziskushospital, das Holtmeiersche Gebäude und weitere Nebengebäude saniert. Alles mit viel Gespür für den Standort und mit den richtigen Materialien wie beispielsweise den Pflastersteinen, die auch in der sanierten Wilhelmstraße verbaut wurden.  Und mit erheblicher Förderung durch Bundes- und Landesmittel. Der Begriff „Meilenstein“ ist da nicht zu hoch gegriffen.

Die nächsten Sanierungen können jetzt zumindest planerisch angegangen werden: Bahnhofstraße und Gildehauser Straße. Die Arbeit wird Verwaltung und Rat nicht ausgehen, die Stadt entwickelt sich prima weiter.

Zu den Fotos in der Reihenfolge: Offizielle Freigabe heute Mittag durch den Bürgermeister – Ansicht  Richtung Innenstadt – Beispiel für gelungene Detaillösungen – Tor zur Stadt und aufgewerteter Gastronomiestandort

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Mutprobe bestanden

Kinder stark machen! Das ist eines der Kernthemen des Deutschen Kinderschutzbundes. Die traditionelle Nachtwanderung unserer Bentheimer Gruppe des Kinderschutzbundes im Rahmen des Ferienpasses war am späten Freitagabend wieder einmal ein kleiner Beitrag, um Kinder zu stärken. Für die sechs bis neunjährigen Kinder  galt es zunächst, ohne elterliche Begleitung  den Wald an der Großen Maate zu durchqueren. Das war natürlich noch keine besondere Herausforderung. Unheimlicher war es dann später für die Kleinsten, eine Mutprobe zu bestehen: zu zweit musste eine mit wenigen Knicklichtern ausgelegte längere  Strecke im stockdunklen Wald im Lebericht zurückgelegt werden. Bei Bratwurst und Saft wurde dann anschließend am Dorfgemeinschaftshaus Sieringhoek noch das Feuerspektakel des Feuerschluckers Sebastian bestaunt. Und auch hier durfte eine Mutprobe nicht fehlen, diesmal galt es die Flammen auf der nackten Haut auszuhalten. Kein Problem für die Kleinen!

Unterstützt wurden wir als erwachsene Organisatoren und Begleiter übrigens von  Nathalie und Femke, die vor einigen Jahren noch als kleine Teilnehmerinnen bei der Nachtwanderung mitmarschierten. Heute kümmern sie sich besonders liebevoll um die Kleinen. Natürlich ehrenamtlich und nur aus Spaß. Das  „Ehrenamt“, und besonders das Ehrenamt in Bentheim  soll dann auch Thema des nächsten Blogs in einigen Tagen sein.  Reinschauen wird sich lohnen, hoffe ich.

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Thema Tourismus: Stärken weiter stärken

Bentheim spielt in diesen Wochen seine Trümpfe aus! Das trifft jedenfalls auf die touristischen Aktivitäten zu. Erfreulich: kein Remmi-Demmi, keine Billigangebote, sondern  Qualität wird geboten. Und davon profitieren wir als Einwohner auch ganz direkt. Zwei Beispiele:

Das Gourmetfest hat sich prima weiterentwickelt. Ohnehin seit Jahren ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender konnte die Wochenendveranstaltung jetzt mit noch ausgefeilterem Konzept überzeugen. Und ein kleines Wunder hat sich ereignet: die musikalischen Beiträge waren ausgezeichnet, keine Spur mehr vom Schlager alten Schlages. Da schmeckt das Sushi, das Bentheimer Schwein, die Jakobsmuschel, der Champagner und der Pinot doppelt gut!

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Zweites Beispiel: Die Freilichtbühne schreibt weiter an einer  Erfolgsgeschichte.  Inzwischen trifft man kaum noch Bentheimer bei einer der ausverkauften Aufführungen. Kein Wunder, waren sie doch (fast) alle schon da. Es ist nicht nur das anspruchsvolle Hobby der Spielscharmitglieder aus allen Generationen und Bevölkerungsgruppen und somit ein enormer Eigenwert für die Stadt, der geschaffen wird. Die Freilichtbühne hat vielmehr in eine Spur zurückgefunden, die sie zum Aushängeschild, zum Image- und Werbeträger weit über die Grafschaft hinaus gemacht hat. Wir dürfen gespannt sein, ob dieser Weg in den kommenden Jahren weiter beschritten wird oder ob wir Überraschungen erleben werden. So oder so, ich bin optimistisch.

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Beide Beispiele zeigen, dass es auch im so wichtigen Tourismus- und Kultursektor mit Qualitätsdenken weiter aufwärts gehen sollte. Unser Motto:  „Stärken weiter stärken“.  So könnte ich mir  jedenfalls ein (auch) polititisches Ziel vorstellen. Montag wird sich der Tourismus- und Kulturausschuss mit neuen Entwicklungen beschäftigen. Für Interessenten an der öffentlichen Sitzung: 19.30 Uhr im Rathaus.

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„Sommer, Sonne, See“ in Gildehaus

Wieder einmal gibt es eine überaus interessante Ausstellung im Otto-Pankok-Museum zu erleben, „La Mer“:

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Interressant und gelungen ist bereits der Aufbau im Erdgeschoss des Museums. Thema im Hauptraum ist „Das Meer als Ort der Inspiration, der Lebensbejahung und Ziel menschlicher Sehnsüchte“. Neben Bildern Otto Pankoks und anderer Künstler gefallen mir in diesem Ausstellungsbereich einmal mehr die Holzschnitte Werner Persys. „Es verbindet sie die Darstellung der Harmonie im Blick auf Meer und Strand“, lesen wir im Infoblatt zur Ausstellung. Werner Persy war bereits bei vorangegangenen Austellungen mit seinen Arbeiten im Pankok-Museum vertreten und wird es hoffentlich auch künftig sein!

Der Zwischenraum ist mit „Das Meer als Ort der Arbeit, des Kampfes“ betitelt. Meine absoluten  Favoriten sind hier drei Tuschzeichnungen des Comic-Künstlers Nash.

„Was ist das Meer?“ ist Thema des roten Raumes. Das Verhältnis Meer-Mensch und die durch den Menschen geschaffenen Gefährdungen werden unter anderem mit Fotos betrachtet.

In einem kleinen Nebenraum finden sich Originaldokumente aus dem 1. Weltkrieg, unter anderem eine Feldpostkarte von der Westfront aus dem Sommer 1914 mit dem Meer als Motiv. Ein deutlicher Hinweis auf die kommende Ausstellung im Otto-Pankok-Museum, die sich mit dem 1. Weltkrieg auseinandersetzen  wird.

Der Besuch der Austellung ist  lohnenswert und zudem eine Anerkennung für die bemerkenswerte Arbeit der ehrenamtlichen Ausstellungsmacher. Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr und mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr. „La Mer“  läuft bis  zum 24. August.

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Bentheimer Neuigkeiten vor der Sommerpause

Noch ist sie nicht angebrochen, die Sommerflaute, die „Saure-Gurken-Zeit“. Es sind zwar nicht die weltbewegenden Vorgänge, die unsere Stadtpolitik  beschäftigen. Gleichwohl hatten wir es in dieser Woche mit drei Themen zu tun, die immerhin Jung und Alt, Mensch und Tier und auch den ambitionierten Freizeitgärtner bewegen. Und in allen drei Bereichen gibt es Verbesserungen zu vermelden.

Da wäre zunächst das Programm „Jung kauft Alt“.  Interessenten an einer Altimmobilie (vor dem Baujahr 1973) können einen städtischen Zuschuss für ein Wertgutachten erhalten, sofern sie unter 50 Jahre alt sind und einige wenige Voraussetzungen erfüllen. Wohlgemerkt: es handelt sich um eine Entscheidungshilfe für den Erwerb einer Altimmobilie und keinesfalls um einen Zuschuss für den Erwerb oder die Sanierung. Als Alternative für einen Neubau ist eine solche Förderung sinnvoll, um unter anderem Leerstände zu beenden, eine Belebung der Innenstadt zu erzielen und das Stadtbild positiv zu prägen. Gleichwohl müssen aus meiner Sicht weiterhin ausreichend Bauplätze für Bauwillige vorgehalten werden, vorzugsweise innerhalb von Siedlungsgebieten. Nur die Zeiten des großzügigen Landschaftsverbrauchs und der Ausweisung immer größer werdender Flächen im Außenbereich für den Einfamilienhausbau  sollten der Vergangenehit angehören. Das Programm „Jung kauft Alt“ wird  neu aufgelegt, obwohl das Interesse in den letzten Jahren daran gering war. Es bleibt zu wünschen, dass der neue Flyer in vielfältige Aktivitäten zum Beispiel der Klimaschutzmanagerin eingebunden wird, damit das Programm auch tatsächlich genutzt wird.

Katzen müssen in Bad Bentheim künftig kastriert werden. Was für verantwortungsbewusste Katzenhalter ohnehin eine Selbstverständlichkeit ist, wird nun zur Pflicht auch für diejenigen, die Katzen füttern. In der Ratssitzung am Mittwochabend machten Katzenfreunde couragiert auf das Schicksal streunender, kranker und nicht versorgter Katzen aufmerksam. Der einstimmige Beschluss, der auch Bußgelder zugunsten der Katzenfreunde und ihrer Aktivitäten vorsieht, war folgerichtig. Warum andere Kommunen mit Ausnahme Schüttorfs sich dem nicht anschließen konnten, entzieht sich meiner Kenntnis. Sie werden bald folgen, darauf lege ich mich schon einmal fest. (Foto: kastrierter Kater „Willi“)

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Die Grafschafter FDP spielt aufgrund ihrer lokal verankerten Abgeordneten im Gegensatz zu ihrer Landes- und Bundesorganisation  noch eine Rolle – als Mehrheitsbeschaffer für die CDU-Politik und gelegentlich als fleißige Fragensteller. Aus meiner Sicht wurde mit der Kritik an den Öffnungszeiten der Gartenabfallsammelstellen ein durchaus wichtiges Thema angeschnitten. Wartezeiten vor den Toren der Annahmesammelstelle gehören leider zum Alltag. Sie müssen bald der Vergangenheit angehören, denn die Kompostierung macht Sinn und ist daher erwünscht. Der Service muss verbessert werden. Das Foto aus der Lienigstraße wurde bereits vor einigen Wochen während der Öffnungszeit an einem Mittwoch um kurz nach 15.00 Uhr aufgenommen.

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