Archiv der Kategorie: Bad Bentheim

Es ist angewandert!

Wandern ist angesagt! Indiz dafür sind nicht nur Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften und Werbebeilagen für spezielle Outdoor-Bekleidung. Es sind vielmehr die zahlreicher werdenden Gäste in der Stadt, die in Wanderstiefel steckend und mit Rucksack auf dem Rücken leicht als Wanderfreunde ausgemacht werden können. Die Tourismusbranche kann sich freuen und wir Grafschafter mit ihr.

Grafschaft Bentheim Tourismus hat schon vor längerer Zeit vorausschauend agiert und entwickelt zusammen mit den Gemeinden und Städten den Hauptwanderweg, den Podagristenpad. Das örtliche Wanderwegenetz kam auch auf den Prüfstand und unser Bentheimer Verkehrs- und Kulturverein hat zwischenzeitlich das regionale Wanderangebot überarbeitet und umgestaltet. Herausgekommen ist der neue Bentheimer Sandsteinweg und 14 Rundwanderwege.

Heute war das „Anwandern“ angesetzt und nicht nur mir, sondern fast einhundert weiteren Mitwanderen hat es viel Freude gemacht, den Sandsteinweg zumindest in Teilen abzuwandern. Zwischendurch gab es Suppe und an Schlüters Kuhle eine informative Kurzführung. Prima ausgedacht und umgesetzt durch die Touristinformation und die (ehrenamtlichen) Mitarbeiter des VKV war dieser Startschuss für die neuen Routen und für die Präsentation der gelungenen neuen Wanderkarte Obergrafschaft.

Die Grundlagen für die Vermarktung des vielversprechenden Tourismusprojektes „Wandern in der Grafschaft“ sind gelegt. Gefragt sind jetzt gelungene Marketingstrategien, um weiterhin voll im Trend zu segeln. Die Gäste wird es freuen, Gastronomie und Berherbungsbetriebe auch. Und uns Grafschaftern kommt das Wegenetz bei unseren Wochenendaktivitäten auch zugute. Wir nennen es dann nur nicht wandern, sondern gehen altmodisch einfach spazieren.

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Bistro geöffnet!

Schon wieder eine gute Nachricht: Das „Bistro 1,2,3/Die alte Kneipe“ hat neu eröffnet.

Heute und dann wieder ab Mittwoch ist die außergewöhnlich und mit viel Liebe zum Detail restaurierte und eingerichtete Gastronomie in der Wilhelmstraße geöffnet.

Eine absolute Bereicherung für die Bentheimer Innenstadt, ein Pluspunkt für den Tourismusstandort, Ausflugstip für Grafschafter und eine tolle Abwechselung für Bentheimer.

Den Espresso kann ich schon mal uneingeschränkt empfehlen!

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Hotspot

Seit einigen Tagen ist es Realität: kostenfreies Internet in der Bad Bentheimer Innenstadt.

Ein sinnvolles Serviceangebot ist das für alle Besucher der Innenstadt, besonders aber für Gäste der Stadt, eine Attraktivitätssteigerung und eine willkommene Hilfe für Gastronomie und Handel.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass dem ein Antrag der SPD im Januar 2015 und ein anschließender positiver Beschluss der städtischen Gremien vorausging. Die Kosten sind vertretbar. Und ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Tatsache, dass die Übernachtungsgäste einen Kurbeitrag entrichten, dem auch zeitgemäße Angebote gegenüber stehen müssen.

Vor 30 Jahren wurde auf dem damaligen Pariser Platz ein Laternenpfahl mit unzähligen Hinweisschildern für Gäste versehen, später wurde die Hotelroute eingerichtet, jetzt ist es neben dem neuen Leitsystem auch freies Internet, das die Orientierung erleichtert und viele weitere Möglichkeiten eröffnet. Ein Tourismusstandort muss am Ball bleiben!

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Standing Ovations für den Bentheimer Kammerchor

Der Kammerchor ruft und die Bentheimer kommen in Scharen: Das gestrige Konzert im Kloster Bardel fand einmal mehr vor dicht gedrängt sitzendem Publikum statt. Eine Mozart-Sinfonie, ein Tanz Claude Debussys und dann das Requiem von Gabriel Faure wurden dargeboten. Standing Ovations waren der Lohn für die Sängerinnen und Sänger aus unserer Mitte, für Elmar Sebastian Koch als Dirigenten und für die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford. Letztgenannte würde sicher nicht nur ich gerne häufiger in unserer Stadt hören. Glückwunsch zu einem rund herum gelungenen Konzert!

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Angst oder Liebe

„Was weiß schon die Schule von den wahren Bedürfnissen der Kinder?“ Und: „Die Verkürzung des Lebens auf das Ökonomische ist ein großer Fehler“ (Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom). Den zwei Thesen aus dem Dokumentarfilm „alphabet – Angst oder Liebe“ stimme sicher nicht nur ich voll und ganz zu. Der österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer kritisiert darin eindrucksvoll, das Leistung zum unerbittlichen Maß aller Dinge bereits in der Schule wird. Sein Statement:

  • Die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht. Leistung, Prüfungsstress, Dauerdruck und Angst stehen einseitig im Vordergrund. Spielerische Kreativität verkümmert, wie auch Zuwendung, Vertrauen und Liebe für das Kind. Bildung sollte mehr sein.

Einige weitere bemerkenswerte Kernaussagen:

„Sie können keinen Menschen zwingen, sich zu bilden, sie können ihn nur einladen“ Prof. G. Hüther, Hirnforscher

„Die Fähigkeit zu unangepasstem Denken, was bedeutet, das es auf eine Frage mehr als eine Antwort geben kann, besitzen 98 % der Kindergartenkinder, aber im Laufe der heutigen Schulbildung nimmt diese Fähigkeit kontinuierlich und radikal ab.“ (Sir Ken Robinson, International anerkannter Bildungsexperte und Erziehungswissenschaftler)

„Schaffen wir die richtigen Bedingungen in unseren Schulen, schätzen wir alle Lernenden für das, was sie sind, und zwar aufrichtig. Dann entsteht Wachstum.“ (Sir Ken Robinson)

Besonders das letztgenannte Zitat führt zu den Bemühungen, (auch) den Lernort Schule grundlegend zu reformieren. Vor über 12 Jahren sorgten die „Leipziger Thesen“, formuliert von Sachverständigenkommissionen für den 11. Jugendbericht und der Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter, für leider nur vorübergehende Aufmerksamkeit. Ihr Credo war „Bildung ist mehr als Schule“. Die Thesen kritisieren den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg und kritisieren, das das Deutsche Bildungssystem soziale Ungleichheit verstärkt. Die Leipziger Thesen fordern  weiterhin und unter anderem Chancengleichheit für Migranten und mehr Ganztagsangebote.

Einiges wurde auf den Weg gebracht wie beispielsweise der Ausbau der Ganztagsschule und neuerdings auch der Schulsozialarbeit. Aber es bleibt ein mühsames Ringen in der deutschen Kleinstaaterei und im Reich der Bewahrer eines lange überholten Systems. Bildungspolitik bleibt eines der Politikfelder, in denen mehr Radikalität wünschenswert ist, weil es um die Zukunft von Menschen geht. Beiträge wie die leider in Vergessenheit geratenen Leipziger Thesen und wie der Dokumentarfilm  „alphabet-Angst oder Liebe“ verdienen es, stärker wahr genommen zu werden.

Den Film möchte ich allen an Bildungspolitik Interessierten in Politik (Kongressen und Tagungen) und Schulen (zum Beispiel für schulinterne Fortbildungen) und auch Eltern wärmstens empfehlen. Erste Infos gibt es auf der Homepage http://www.alphabet-film.com

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Typisch deutsch, typisch Grafschafter

Da ist sie wieder (oder immer noch): die Diskussion um eine deutsche Leitkultur. Spricht ja auch nichts dagegen angesichts der Integrationsaufgaben. Ganz im Gegenteil, auch wenn es kompliziert, strittig und viel zu oft unappetitlich wird.

In diesem Zusammenhang steht dann selbstverständlich auch die Frage im Raum, was denn nun typisch deutsch ist-und was nicht. Klischees werden gerne genannt. Die deutschen Tugenden Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit zum Beispiel, ganz oberflächlich auch gerne Handtücher auf Urlauberliegen oder Männerbeine, die in Tennissocken und Sandalen stecken. Tiefsinniger schon das deutsche Bestreben, andere belehren zu wollen. Und stimmt es eigentlich nicht, dass Deutsche gerne schlecht über Deutsche reden, besonders im Ausland?

Meine Hoffnung: Vielleicht wird es irgendwann einmal tatsächlich typisch deutsch sein, verschieden sein zu können solange wir andere nicht stören! Gute Ansätze gibt es schon, finde ich.

Was ist denn nun eigentlich typisch Grafschafterisch? Das Läuten der Kirchenglocken zu festen Zeiten am Wochenende ist es ebensowenig wie die Jagd auf Herbstlaub mit dem Elelektropüster.  Gibt es alles auch in anderen ländlichen Gebieten. Typischer ist es da schon

  • alle fünf, sechs oder sieben Jahre ein Schützenfest zu feiern und daraus ein mehrwöchiges Nachbarschaftsfest zu machen,
  • Mülltonnen vorschriftsgerecht als Zweierpärchen am Straßenrand auszurichten,
  • Schöppken zu bauen bis kein Quadratmeter des Grundstücks mehr unbebaut ist,
  • auf die Frage „Wann geht Ihr?“ zu antworten „Im März, war nichts mehr frei“, was sich natürlich auf das Kloatscheeten bezieht.

Und spätestens bei letztgenanntem Beispiel sind wir wirklich bei typisch Grafschafter Eigenarten angelangt. Wer kennt weitere mehr oder weniger angenehme, eigenwillige oder skurile Grafschafter Eigenarten und Marotten? Ich bin gespannt!

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Flüchtlingshilfe in Bad Bentheim und in der Grafschaft

Die Unterbringung, Versorgung und Integration der Flüchtlinge wird auch den Landkreis und die Gemeinden und Städte in der Grafschaft vor weitere große Herausforderungen stellen. In dieser Situation halte ich es für richtig, dass sich der Kreistag und der Stadtrat unmissverständlich positionieren und ihre Haltung deutlich machen. Richtig ist beispielsweise, dass der Kreistag in seiner letzten Sitzung am vergangenen Donnerstag die ehrenamtliche Arbeit der vielen Flüchtlingshelfer in der Grafschaft herausgestellt und gewürdigt hat.
Bereits im Februar hat der Kreistag vor dem Hintergrund der Anschläge in Paris und der Diskussion um Fremdenhass (unter anderem Pegida) eine Resolution „Gegen Hass – für Meinungsfreiheit und Toleranz“ verabschiedet. Darin heisst es unter anderem:
„Unsere Grafschaft ist geprägt von religiöser Vielfalt und Toleranz, sie ist geprägt von zahlreichen Menschen mit Migrationshintergrund – und sie ist geprägt von einem entspannten, friedlichen Miteinander. Dieses alles macht unseren Landkreis lebens- und liebenswert. Dafür, dass dieses so bleibt, werden wir uns einsetzen. Jeder Zuwanderer, jeder Flüchtling, egal woher, ist bei uns herzlich willkommen, wenn er sich auf dem Boden unserer demokratischen Grundordnung bewegt.“
Der Stadtrat hat am vergangenen Montag eine „Gemeinsame Erklärung des Rates der Stadt Bad Bentheim zur Flüchtlingshilfe“ verabschiedet. Auszug:
„Darum stehen wir Ratsmitglieder der Stadt Bad Bentheim,…, gemeinsam zu unserer Verantwortung, Menschen, die in ihren Heimatländern von direkter oder struktureller Gewalt bedroht werden, in unserer Stadt Zuflucht zu gewähren. Sie sind bei uns willkommen, unabhängig von ihrer Religion, ihrem Geschlecht oder ihrer Hautfarbe. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass Bad Bentheim ein sicherer Ort für diese Menschen ist. Es ist unsere humanitäre Verpflichtung, ihnen Unterkunft, Betreuung, Ernährung und medizinische Hilfe zu gewähren und sie in unsere Gemeinschaft zu integrieren. Wir werden als gewählte Bürgerinnen und Bürger im Stadtrat diese Herausforderung annehmen und konstruktiv begleiten. Gleichzeitig rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, den ankommenden Flüchtlingen zu helfen und ihnen mit Wohlwollen zu begegnen.“
Selbstverständlich habe ich beiden Resolutionen zugestimmt und möchte diese Zustimmung mit der auszugsweisen Zitierung in meinem Blog nochmals unterstreichen.
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Immer wieder sonntags

Zwei kleine, gleichwohl beachtenswerte Ausstellungen in Bentheim zeigen, dass nicht nur den Musikfreunden (vergleiche dazu den Blog „Shine on“), sondern auch den an Kunst-Fotografie interessierten Menschen etwas am Ort geboten wird.
Da ist zunächst die am Freitag eröffnete Ausstellung „Letzlich gehen wir doch alle baden“ im Bentheimer Atelier in der Wilhlemstraße 28. Harald Balke und Richard Baumeister zeigen in der Gemeinschaftsaustellung Fotografien und bildhauerische Werke. Immer sonntags von 15 – 18 Uhr.
Und der Bentheimer Fotoclub „Licht und Schatten“ präsentiert Aufnahmen „Bad Bentheimer Stiegen“ ebenfalls immer sonntags von 14 bis 18 Uhr im Treff 10, Kirchstraße 10.
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Angeregt durch den Ausstellungsbesuch versuche ich gleich selbst einen Schnappschuss in einer unserer schönsten Stiegen. Künstlerisches Talent wird dabei ersetzt durch einen kritischen, da lokalpolitisch geübten Blick für Veränderungsbedarf: Was macht denn bloss die Dusche an der Stiege? Ein klarer Fall von Verbesserungsbedarf bei der nächsten Sanierungsrunde in der Altstadt ,-)
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Shine on! (mit Aktualisierung am 21.9.)

Jazzfest in Gronau, Klassikkonzerte und Pop Open-Air in Nordhorn, Fettes Brot und Pur in Lingen, Jazzkonzerte in Bentheim. Diese unvollständige Aufzählung zeigt, dass dem Konzertpublikum in unserer Gegend ein prima Programm geboten wird.Und dennoch geht es so manchem Konzertgänger wie dem Kunden an der Wursttheke: manchmal darf es halt ein wenig mehr sein!
Meine persönlichen Konzert-Highlights des Sommers 2015 waren bislang Mark Knopfler und Jackson Browne. Beide gastierten und begeisterten in Hamburg.Diese Erlebnisse zu toppen konnten eigentlich nur noch einem absoluten Ausnahmemusiker gelingen: David Gilmour gestern Abend in Oberhausen.
Ausgerechnet in Oberhausen? Gigantischen Stadionevents und auch Großhallen hat Gilmour (vorerst?) abgeschworen und tritt bei seiner ersten kleinen Tour seit acht Jahren in kleinsten und kleineren Arenen und Hallen auf, darunter (für Pink Floyd – Fans wenig überraschend) in den römischen Amphietheatern in Pula, Verona und Orange – und jetzt das einzige Konzert in Nordeuropa in in Oberhausen vor 10.000 natürlich begeisterten Fans aus ganz Europa und Übersee. Schwarzmarktpreise in vierstelliger Höhe, Superpreise in den Halsabschneiderbörsen, vor allem aber begeisterte Fans sind ein Nachweis der ungebrochenen Popularität und Fasznination eines Gitarristen, Sängers, Songwriters, der ganz offensichtlich nur noch „just for Fun“ spielt, seine Konzerte genießt und dies seinem Publikum in den kleinen Arenen auch zugesteht. Finanziell nötig hat der Mann das seit Ewigkeiten nicht mehr. Nachgesagt wird dem „linken Bildungsbürger“, dass er schon lange Teile seines immensen Vermögens spendet, besonders an Organisationen in der Obdachlosenhilfe. Umsonst dürfte aber auch die aktuelle Produktion nicht sein. Die Show überwältigt musikalisch und emotional, ist ein Hochgenuss, die Musik ist überaus klar und dennoch, wie es sich für diese Songs gehört, laut, sehr laut. Ein Konzertbesucher hat es in WDR 2 auf den Punkt gebracht: “ Er spielt einen Ton und schon weiß man, dass es David Gilmour ist. Und er zelebriert jeden Ton, als sei er der letzte.“
Musiker, die auch schon vor zig Jahren bei Pink Floyd auf der Bühne standen wie Jon Carin oder Phil Manzarena (Roxy Music)helfen dabei, das die neuen Songs und natürlich die Klassiker optimal rüberkommen: Us and them, Comfortably Numb, Dark Side, Money,Run like Hell, Wish you were here und wie sie alle heißen. Songs, die zeitlos sind und heute immer berühren.
Angeblich sollen nächstes Jahr weitere Konzerte in Europa folgen. Konzertbesucher berichteten gerüchteweise von einem Auftritt auf der Kölner Domplatte. Heute, am Montag, wird nach Gilmours Abstechern in süd- und nordamerikanische Metropolen ein erstes Konzert in Europa angekündigt: im Juni in Polen, Wraclaw, Europas Kulturhaupststadt 2016. Man wird sehen; wir werden uns vielleicht sehen.
Und hier noch meine kleine persönliche Best-of-Liste dieses Konzertsommers:
Platz 2 teilen sich Mark Kopfler mit „Telegraph Road“ und Jackson Browne mit „Running on empty“. Ganz vorne, keine Frage (und mit einer kleinen Träne im Augenwinkel): „Shine on you crazy diamond“.
Genau das möchte man den drei Ausnahmemusikern Knopfler, Browne und Gilmour zurufen. Und ein Wort noch: Zugabe!
Und hier noch noch wegen der Resonanz auf den Blog einige Ergänzungen: In der Printausgabe der heutigen Süddeutschen Zeitung schreibt in einem sehr lesenswerten, weil hervorragend recherchierten und verfassten Artikel Alexander Garkow als Bildunterschrift: „Als die ersten Töne den Melancholievorhang weit aufreißen, entlädt sich bei den 10.000 Menschen in der Halle ein unfassbarer Gefühlsstau, an dem Adorno noch lange zu knabbern hätte“. Wie treffend und verständlich für alle PF- und DG-Fans, auf die dann im Konzert auch noch Perlen warten wie „Astronomy Domine“ von Ummagumma, ein Syd Barrett-Song von 1969.
Über den Vorverkaufsstart für eventuelle Konzerte im nächsten Jahr informiere ich im Bentheim-Blog, sobald sie mir bekanntwerden. Ganz offensichtlich gibt es Interesse daran.
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Soll das witzig sein? Realsatire im Sommerloch

Gleich zu Beginn der Sommerferien erreichen uns Meldungen aus dem Reich des sogenannten Sommerlochs. In diesem Jahr ist es nicht das sensationelle Foto eines Problembären namens Bruno und auch nicht die Sichtung des hinterhältigen Kaimans Sammy. Es gibt auch nichts Neues von meiner Lieblingssommerlochstory, nämlich der Eingemeindung Mallorcas („Palma heißt jetzt Palmenhausen“). Nein, auf Meldungen dieses Kalibers müssen wir -vorerst- verzichten. Dafür werden wir in diesem Sommer mit Realsatire unterhalten. Und das gleich mehrfach.
Realsatire Nummer 1: Der russische Präsident bringt den Fifa-Präsidenten Blatter als Kandidaten für den Friedensnobelpreis ins Gespräch. Lupenreine Präsidenten unter sich, Vetter in Wirtschaftsfragen, Brüder im Geiste sind es eben.
Realsatire Nummer 2: Endlich wird ein Treppenwitz der deutschen Sozialpolitik, der in Bayern ausgeheckt wurde, als solcher erkannt und höchstrichterlich gestoppt: Das Betreuungsgeld, auch Herdprämie genannt, wird nicht mehr gewährt. Mit dieser Prämie wurde doch tatsächlich die Nichtinanspruchnahme einer Sozialleistung, nämlich eines KiTa-Platzes, finanziell honoriert.
Und dann erfahren wir noch, dass der ehemalige Finanzminister Varoufakis („Minister no more“)schon seit Jugendtagen Nina Hagen vereht, als Kind fließend deutsch sprechen konnte und sich an irgendwelche Stinkefinger nicht mehr erinnern kann. Wer hätte das gedacht? Und wer verschwendet Papier dafür?
Bei solchen und ähnlichen Meldungen fragt man sich doch tatsächlich, ob das wahr sein kann oder wahr sein darf. Meine Meinung: könnte stimmen, dürften aber eigentlich nur Witze sein. Lachen möchte ich lieber über Sommerlöcher, die sich auf Mallorca auftun!
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