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Bentheim blüht auf

„Bad Bentheim blüht auf“. Der Slogan beschreibt sehr treffend die gelungenen  Bemühungen um mehr Grün in der Stadt. Es grünt und blüht tatsächlich mehr denn je an den Ortseingängen, auf Verkehrsinseln und in etlichen Innenstadtbereichen.

„Bentheim blüht auf“ trifft es aber ebenso sicht- und erlebbar in anderer Hinsicht: Es ist viel (kleinstädtisches) Leben in der Stadt. Offensichtlich stimmen für etliche Gastronomen und Geschäftsinhaber die Rahmenbedingungen. Es wurde investiert. Nicht nur in Backsteine, sondern vielmehr auch in Ideen. Zumindest an den Wochenenden ist der Bismarckplatz und die obere Wilhelmstraße  mit neuer Außengastronomie belebt. Kaum wiederzuerkennen! Die Straßensanierungen und vor allen Dingen die PKW-Sperrzone dürften neben den Privatinitiativen dazu beigetragen haben.

Ein herausragendes Privatengagement und ein weiterer Beleg für eine lebendige Stadt war einmal mehr das Rockevent am Samstag am Alten Museum. Der Wirt Günter Lukas  hat das wieder super hinbekommen und seinen alten und hoffentlich neuen Gästen einen besonderen Rockabend mit besonderem Ambiente spendiert. Wiederholung erwünscht, da dürften sich die Bentheimer Rock- und Museumsfans einig sein!

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Udo lässt grüßen

Bad Bentheim hat sie: Alleinstellungsmerkmale. Da ist zunächst natürlich die Burg, einzige Höhenburganlage weit und breit. Die Topographie ist ebenso außergewöhnlich für unsere Landschaft. Vergleichbares findet sich in der Umgebung nicht. Dann das Kurbad mit langer Tradition und allerbestem Image. Und natürlich die Freilichtbühne, getragen von den Einwohnern.  Kein Wunder, dass sich daraus auch lokales Selbstbewusstsein entwickelt!

Um wieviel schwerer es anderen Städten in der Region fällt, Alleinstellungsmerkmale zunächst zu identifizieren und dann auch noch ein positives Image damit zu prägen, wurde mir kürzlich anlässlich eines schönen Ereignisses bewusst. Gemeint ist die Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Gronau an Udo Lindenberg. Gronau, eine Stadt, die  nach dem Ende der Textilindustrie zumindest in der Außenwirkung nicht wirklich ein attraktives Image vorweisen kann und es vermutlich auch nie konnte. Natürlich keine Burg, Kurbad oder Freilichtbühne, mir fällt allerdings auch sonst leider nichts Herausragendes ein. Fast, denn aus der Bürgerschaft heraus hat sich auch in Gronau vor Jahren etwas entwickelt, das heute die Stadt weit über seine Grenzen bekannt gemacht hat. Gemeint ist das Jazzfest, alljährlich mit internationalen Stars gefeiert und ein Publikumsmagnet, Werbeträger und inzwischen auch Wirtschaftsfaktor. Große Klasse wie auch das erste Rock & Pop-Museum Deutschlands. Zwischenzeitlich ins Schlingern gekommen, wie so viele Einrichtungen und Projekte im Lande. Aber in jedem Fall auch ein Alleinstellungsmerkmal. Und dann auch noch der größte Sohn der Stadt, der ebenso aus Krisen auferstanden ist wie seine Geburtsstadt. Ehrenbürgerschaft und überlebensgroßes Denkmal  zeugen davon. Glückwunsch nicht nur an Udo, sondern auch nach Gronau für die tolle Arbeit. Mit den erarbeiteten Alleinstellungsmerkmalen  dürfte neben allen positiven Folgen vor allen Dingen die Verbundenheit der Einwohner mit ihrer Stadt  gestiegen sein. Gronau hat´s (jetzt)!

Und welchen Erkenntnisgewinn haben wir dadurch?  Image ist wirtschaftliches, soziales, kulturelles Kapital. Wer über Alleinstellungsmerkmale und daraus abgeleitetes positives Image verfügt,  ist in einer guten Position (Beispiel Bentheim), man kann es sich aber auch erarbeiten (Gronau). Ideen, Phantasie und Mut für ungewöhnliche Wege sind offensichtlich wichtige Zutaten. Jazzfest, Rockmuseum und Udo Lindenberg lassen grüßen.

Und wer glaubt, die Entwicklungen in Gronau hätten uns nicht zu interessieren, ist ganz mächtig auf dem Holzweg. Nur mit regionaler  Zusammenarbeit gehts vorwärts. Bentheim wirbt selbstverständlich im Tourismus mit Rockmuseum und Jazzfest. Und was haben wir vom Gronauer Aufschwung? Na ja, man hört, dass von dort bereits heute Hotelbetten in Bentheim gebucht werden 😉

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Früher war mehr Fußball

Aktualisierung am 12.8.: Die Nerven bei St. Pauli-Fans liegen offensichtlich blank. Daher eine kurze Richtigstellung: Ich sehe eine gewisse Diskrepanz zwischen intensivstem Merchandising und Marketing auf der einen Seite und dem gewollten Image eines Alternativvereins. Die Alternativen spielen in der Bezirksklasse oder Kreisliga, meine ich. Ansonsten von mir: Alles Gute für den sympathischen Zweitligisten FC St. Pauli!_______________________________________________________________

120 Millionen Ablöse für Paul Pogba. Hochverschuldete Vereine, die weiter investieren, weil sie einen Onkel Dagobert aufgetan haben. Werksvereine, die zwar über unerschöpfliche finanzielle Reserven verfügen, jedoch nicht über eine nennenswerte Fanbasis. Dann die Spieler, die sich trotz mäßiger Leistungen für ihre Wechselabsichten unangenehm inszenieren. Gastmannschaften werden mit Hassparolen empfangen. Und einen  Zweitligaverein mit einem Totenkopf vor braunem Hintergrund als Vereinsemblem gibt es da auch noch, der sein Außenseiterimage  penetrant vermarktet. Die Liste mit den unschönen Entwicklungen im Profifußball könnte ich ellenlang fortsetzen, kein Problem. Das sind keine guten Zeiten für Fußballfans, die gelegentlich das hinterfragen, was ihnen vorgesetzt wird. Mein Fazit: Es ist natürlich viel zu viel Geld im Spiel. Früher war auch im Fußball nicht alles besser, aber „früher war mehr Fußball“.

Erfrischend dagegen mal wieder ein Sonntagnachmittag auf dem heimischen Fußballplatz. Was der Landesligaaufsteiger SVB gestern im Auftaktmatch in der Großen Maate zeigte, machte Spaß und Lust auf mehr. Leidenschaftlichen Einsatz gegen einen eigentlich überlegenen Gegner und mannschaftliche Geschlossenheit gab es zu erleben. Ein gut gelauntes Publikum sowie Getränke und Würstchen zu volkstümlichen Preisen obendrauf. Wiedersehen macht Freude!

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Sturmerprobt seit 1863

Zugegeben: Wahlprogramme landen nicht auf Bestsellerlisten, sie gehören allgemein nicht zur  Lieblingslektüre  der Menschen und erreichen zumindest in ihren Langversionen außerhalb der Parteien (leider) nur wenige Mitbürger und Wähler/-innen. Das finde ich bedauerlich, denn gerade das gestern bei einem Kreisparteitag verabschiedete SPD Wahlprogramm für die Kreistagswahlen (und selbstverständlich darüber hinaus) dokumentiert die Bedeutung der Inhalte für alle Menschen in der Grafschaft. Einige Beispiele:

Thema Abfallwirtschaft: Die Kreis-SPD will die Abfallentsorgung gerechter, bürgerfreundlicher gestalten. Abschaffung des vorgeschriebenen Mindestvolumens, leicht nutzbare Container für Grünabfalle, Bauschutt- und Metallcontainer auf den Gartenabfallplätzen, nachbarschaftliche Nutzung von Restmülltonnen.

Thema Integration: Initiativen zur Flüchtlingsbetreuung und zur Integration müssen unterstützt, Sprachförderung intensiviert werden.

Thema Sport: Die Infrastruktur muss weiter ausgebaut werden. Neue Sporthallen in Nordhorn, Neuenhaus und Gildehaus und dazu kleine Hallen unter anderem für Seniorensport. Sport muss auch als wichtiger Integrationsfaktor betrachtet werden.

Thema Schule und Bildung: Investitionen in Schulen umfassen auch Schulsozialarbeit, Inklusion und Sprachförderung. Kosten für den Schülertransport müssen auch für Schüler ab Klasse 10 gesenkt werden.

Die Liste könnte natürlich fortgesetzt werden.

Und die SPD, welche Rolle spielt sie bei der Gestaltung der Politik. Umfragewerte mit bundesweit Zahlen um die 20 % als Momentaufnahme, als Zukunftsvision oder je nach Standpunkt als Horrorszenarium? Ich bin mir sicher, dass in Bad Bentheim und in der Grafschaft gerade mit Blick auf die politischen Mitbewerber viel, viel bessere Wahlergebnisse erzielt werden.  Und ein aktuelles Wahlprogramm ist neben bekannten Kandidaten eine wichtige Grundlage dafür.

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Es ist angewandert!

Wandern ist angesagt! Indiz dafür sind nicht nur Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften und Werbebeilagen für spezielle Outdoor-Bekleidung. Es sind vielmehr die zahlreicher werdenden Gäste in der Stadt, die in Wanderstiefel steckend und mit Rucksack auf dem Rücken leicht als Wanderfreunde ausgemacht werden können. Die Tourismusbranche kann sich freuen und wir Grafschafter mit ihr.

Grafschaft Bentheim Tourismus hat schon vor längerer Zeit vorausschauend agiert und entwickelt zusammen mit den Gemeinden und Städten den Hauptwanderweg, den Podagristenpad. Das örtliche Wanderwegenetz kam auch auf den Prüfstand und unser Bentheimer Verkehrs- und Kulturverein hat zwischenzeitlich das regionale Wanderangebot überarbeitet und umgestaltet. Herausgekommen ist der neue Bentheimer Sandsteinweg und 14 Rundwanderwege.

Heute war das „Anwandern“ angesetzt und nicht nur mir, sondern fast einhundert weiteren Mitwanderen hat es viel Freude gemacht, den Sandsteinweg zumindest in Teilen abzuwandern. Zwischendurch gab es Suppe und an Schlüters Kuhle eine informative Kurzführung. Prima ausgedacht und umgesetzt durch die Touristinformation und die (ehrenamtlichen) Mitarbeiter des VKV war dieser Startschuss für die neuen Routen und für die Präsentation der gelungenen neuen Wanderkarte Obergrafschaft.

Die Grundlagen für die Vermarktung des vielversprechenden Tourismusprojektes „Wandern in der Grafschaft“ sind gelegt. Gefragt sind jetzt gelungene Marketingstrategien, um weiterhin voll im Trend zu segeln. Die Gäste wird es freuen, Gastronomie und Berherbungsbetriebe auch. Und uns Grafschaftern kommt das Wegenetz bei unseren Wochenendaktivitäten auch zugute. Wir nennen es dann nur nicht wandern, sondern gehen altmodisch einfach spazieren.

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Bistro geöffnet!

Schon wieder eine gute Nachricht: Das „Bistro 1,2,3/Die alte Kneipe“ hat neu eröffnet.

Heute und dann wieder ab Mittwoch ist die außergewöhnlich und mit viel Liebe zum Detail restaurierte und eingerichtete Gastronomie in der Wilhelmstraße geöffnet.

Eine absolute Bereicherung für die Bentheimer Innenstadt, ein Pluspunkt für den Tourismusstandort, Ausflugstip für Grafschafter und eine tolle Abwechselung für Bentheimer.

Den Espresso kann ich schon mal uneingeschränkt empfehlen!

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Hotspot

Seit einigen Tagen ist es Realität: kostenfreies Internet in der Bad Bentheimer Innenstadt.

Ein sinnvolles Serviceangebot ist das für alle Besucher der Innenstadt, besonders aber für Gäste der Stadt, eine Attraktivitätssteigerung und eine willkommene Hilfe für Gastronomie und Handel.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass dem ein Antrag der SPD im Januar 2015 und ein anschließender positiver Beschluss der städtischen Gremien vorausging. Die Kosten sind vertretbar. Und ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Tatsache, dass die Übernachtungsgäste einen Kurbeitrag entrichten, dem auch zeitgemäße Angebote gegenüber stehen müssen.

Vor 30 Jahren wurde auf dem damaligen Pariser Platz ein Laternenpfahl mit unzähligen Hinweisschildern für Gäste versehen, später wurde die Hotelroute eingerichtet, jetzt ist es neben dem neuen Leitsystem auch freies Internet, das die Orientierung erleichtert und viele weitere Möglichkeiten eröffnet. Ein Tourismusstandort muss am Ball bleiben!

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Standing Ovations für den Bentheimer Kammerchor

Der Kammerchor ruft und die Bentheimer kommen in Scharen: Das gestrige Konzert im Kloster Bardel fand einmal mehr vor dicht gedrängt sitzendem Publikum statt. Eine Mozart-Sinfonie, ein Tanz Claude Debussys und dann das Requiem von Gabriel Faure wurden dargeboten. Standing Ovations waren der Lohn für die Sängerinnen und Sänger aus unserer Mitte, für Elmar Sebastian Koch als Dirigenten und für die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford. Letztgenannte würde sicher nicht nur ich gerne häufiger in unserer Stadt hören. Glückwunsch zu einem rund herum gelungenen Konzert!

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Typisch deutsch, typisch Grafschafter

Da ist sie wieder (oder immer noch): die Diskussion um eine deutsche Leitkultur. Spricht ja auch nichts dagegen angesichts der Integrationsaufgaben. Ganz im Gegenteil, auch wenn es kompliziert, strittig und viel zu oft unappetitlich wird.

In diesem Zusammenhang steht dann selbstverständlich auch die Frage im Raum, was denn nun typisch deutsch ist-und was nicht. Klischees werden gerne genannt. Die deutschen Tugenden Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit zum Beispiel, ganz oberflächlich auch gerne Handtücher auf Urlauberliegen oder Männerbeine, die in Tennissocken und Sandalen stecken. Tiefsinniger schon das deutsche Bestreben, andere belehren zu wollen. Und stimmt es eigentlich nicht, dass Deutsche gerne schlecht über Deutsche reden, besonders im Ausland?

Meine Hoffnung: Vielleicht wird es irgendwann einmal tatsächlich typisch deutsch sein, verschieden sein zu können solange wir andere nicht stören! Gute Ansätze gibt es schon, finde ich.

Was ist denn nun eigentlich typisch Grafschafterisch? Das Läuten der Kirchenglocken zu festen Zeiten am Wochenende ist es ebensowenig wie die Jagd auf Herbstlaub mit dem Elelektropüster.  Gibt es alles auch in anderen ländlichen Gebieten. Typischer ist es da schon

  • alle fünf, sechs oder sieben Jahre ein Schützenfest zu feiern und daraus ein mehrwöchiges Nachbarschaftsfest zu machen,
  • Mülltonnen vorschriftsgerecht als Zweierpärchen am Straßenrand auszurichten,
  • Schöppken zu bauen bis kein Quadratmeter des Grundstücks mehr unbebaut ist,
  • auf die Frage „Wann geht Ihr?“ zu antworten „Im März, war nichts mehr frei“, was sich natürlich auf das Kloatscheeten bezieht.

Und spätestens bei letztgenanntem Beispiel sind wir wirklich bei typisch Grafschafter Eigenarten angelangt. Wer kennt weitere mehr oder weniger angenehme, eigenwillige oder skurile Grafschafter Eigenarten und Marotten? Ich bin gespannt!

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Gelungene Abrechnung

Für Freunde der intelligenten – in wenigen Momenten auch groben- Satire ist der Jahresrückblick mit „Storno“ ein erstes Highlight im neuen Jahr. Mit ihrem Programm „Die Abrechnung 2015“ gastierten  Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther Sonntag wieder einmal in Bentheim. Zu Recht gab es nach drei Stunden Standing Ovations vom begeisterten Publikum für ein thematisch hervorragend zusammengestelltes , gekonnt präsentiertes und  musikalisch begleitetes Programm. Ein karges Bühnenbild, Flügel, Gitarre und drei Mikros, viel mehr benötigt Storno nicht für die Abrechnung: Überwiegend intelligent, jedoch auch vor gelegentlichen Flachwitzen nicht zurückschreckend, in jedem Fall aber respekt- und gnadenlos wurde gegenüber den Mächtigen aus Politik und Gesellschaft polemisiert. Lachen garantiert! Wer einmal dabei war, der wird den Vorverkaufsbeginn für die stets ausverkauften Vorstellungen künftig nicht mehr verpassen.

Schön, dass wir mit dem Forum am Gymnasium trotz der nicht rundum optimalen Sichtverhältnisse einen geeigneten Raum am Ort haben.  Dem Kulturforum und der Konzertinitiative Alternation ist es zu verdanken, das Bentheim  zur jährlichen Station im Tourneeprogramm der Kabarettisten geworden ist und hoffentlich bleiben wird.

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